Gwangju
| Großstadt Gwangju | |
|---|---|
| Hangeul: | 광주광역시 |
| Hanja: | 光州廣域市 |
| Revidierte Romanisierung: | Gwangju Gwangyeoksi |
| McCune-Reischauer: | Kwangju Kwangyŏksi |
| Basisdaten | |
| Fläche: | 501,36 km² |
| Einwohner: | 1.416.937 |
| Bevölkerungsdichte: | 2.826 Einwohner je km² |
| Gliederung: | 5 Stadtteile (Gu) |
| Postleitzahl: | 500-010 (Buk-gu) - 506-901 (Gwangsan-gu) |
| Verwaltungssitz: | Gwangju |
| Gwangju | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Gwangju ist eine Stadt in der Provinz Jeollanam-do im Südwesten von Südkorea. Gwangju ist die Hauptstadt der Provinz, ist aber politisch eine eigenständige Einheit. Sie liegt etwa 330 km südlich von Seoul. Die Stadt hat 1.416.937 Einwohner. Damit ist Gwangju die sechstgrößte Stadt Südkoreas.
1995 fand hier erstmals die Gwangju Biennale statt, eine große Ausstellung zeitgenössischer Kunst, inzwischen im Abstand von zwei bis drei Jahren regelmäßig.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Stadt wurde 57 v. Chr. gegründet und war seitdem ein Zentrum des Handels in der Region. Während der Zeit der drei Reiche war Gwangju auch ein administratives Zentrum des Baekje-Reiches.
1910 bis 1945 wurde die Stadt, wie auch ganz Korea, in das Japanische Kaiserreich eingegliedert. Zu dieser Zeit erhielt die Stadt den japanischen Namen Kōshū (jap. 光州), welches die sinojapanische Bezeichnung der Hanja im Namen der Stadt ist. Als die Eisenbahn 1914 Kōshū mit Keijō verband, wuchs dort auch die moderne Industrie. Insbesondere Baumwolltextilfabriken, Reismühlen und Brauereien konnten sich etablieren.
1929 gingen als Höhepunkt einiger Klassenboykotte koreanischstämmige Studenten auf die Straße, um für die Wiedereinführung der Unterrichtung der Koreanischen Geschichte sowie der Wiedereinführung der Koreanischen Sprache als Unterrichtssprache zu demonstrieren.[2] Der Protest war provinzweit Anlass für andere Studenten ebenfalls zu demonstrieren.[3] Die Proteste und Klassenboykotte wurden von Studentenorganisationen initiiert.[2] Ohne irgendwelche Ziele erreicht zu haben, kollabierten die Studentenproteste hauptsächlich aufgrund interner Streitigkeiten.[4] Die Japanische Sprache wurde nach der Eingliederung Nationalsprache und ab 1915[5] zur alleinigen Unterrichtssprache.
1967 wurde eine bezeichnete Industriezone errichtet und Gwangju wuchs markant, insbesondere die Automobilindustrie, die sich in der Stadt niederließ.
Im Mai 1980 fanden Demonstrationen gegen die neue Militärregierung von Chun Doo-hwan in Gwangju statt. Diese Demonstrationen wurden durch militärische Kräfte unterdrückt, darunter auch Eliteeinheiten der Special Operations Command. Die meisten Berichterstatter stimmen darin überein, dass dieser Einsatz von großer Brutalität geprägt war, einschließlich mehrerer Vorfälle, wo Soldaten mit automatischen Waffen auf die unbewaffneten Demonstranten schossen. Offizielle Quellen gehen von 140 getöteten Zivilisten aus, andere Quellen sprechen von 2000 Toten. Wegen dieses Vorfalls, der heute Gwangju-Massaker genannt wird, wird Gwangju auch Schrein der koreanischen Demokratie genannt. Die Opfer wurden auf dem 18. Mai-Nationalfriedhof von Gwangju beerdigt.
Die Choson Universität wurde im Jahr 1946 eröffnet. Einige alte Tempel sind in und um die Stadt zu finden. Die U-Bahn Gwangju wurde nach 8-jähriger Bauzeit 2004 eröffnet.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt hat zwei Stadtzentren, die durch eine U-Bahn verbunden sind: das moderne Zentrum im Westen, südlich des Rathauses, und das zweite Zentrum, in dem im Westen der Einzelhandel angesiedelt ist.
Das Stadtgebiet ist in fünf Stadtteile (Gu) aufgeteilt:
- Buk-gu (Hangeul: 북구, Hanja: 北區)
- Dong-gu (동구, 東區)
- Gwangsan-gu (광산구, 光山區)
- Nam-gu (남구, 南區)
- Seo-gu (서구, 西區)
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
5.18 Memorial Park [Bearbeiten]
Im Osten des Stadtzentrums liegt der 5.18 Memorial Park. Der Eingang wird von einem Treppenaufgang gebildet, der zu einem Denkmal das an das Gwangju-Massaker erinnert führt. Hinter dem Denkmal führt eine Rampe in einen unterirdischen Raum, in dem diverse Namen angeschlagen sind, sowie ein weiteres Denkmal steht (eine Frau mit einem Kind im Arm). Außerdem gibt es noch ein Wandrelief.
The Street of Art [Bearbeiten]
Im westlichen Stadtzentrum liegt die sog. Street of Art, eine Straße an der viele Galerien und Läden mit traditionellen koreanischen Geschäften liegen.
Partnerstädte [Bearbeiten]
Sendai, Japan
Medan, Indonesien
Tainan, Taiwan seit dem 17. September 1968
San Antonio, USA seit dem 4. Februar 1982
Guangzhou, VR China seit dem 25. Oktober 1996
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ KMA: Klimainformationen Gwangju. World Meteorological Organization, abgerufen am 17. Juli 2012.
- ↑ a b Yonhap: Today in Korean History, veröffentlicht am 3. November 2009
- ↑ THE KOREA HERALD: Gwangju anniversary, veröffentlicht am 18. Mai 2010
- ↑ States News Service: 82nd anniversary of Shinganhoe's Foundation, veröffentlicht am 12. Februar 2009, Wiedergabe einer Pressemitteilung, welche vom Büro des Ministers für Patrioten und Veteranen herausgegeben wurde.
- ↑ Dr. James, H. Grayson: CHRISTIANITY AND STATE SHINTO IN COLONIAL KOREA: A CLASH OF NATIONALISMS AND RELIGIOUS BELIEFS, DISKUS Vol. 1 No. 2 (1993) pp. 13–30, Diskus-Verlag, 1997, S. 11.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website (engl.)
- Website der May 18 Memorial Foundation (kor., engl.)
Besondere Stadt: Seoul
Großstädte: Busan | Daegu | Daejeon | Incheon | Gwangju | Ulsan
Provinzen: Chungcheongbuk-do | Chungcheongnam-do | Gangwon-do | Gyeonggi-do | Gyeongsangbuk-do | Gyeongsangnam-do | Jeju-do | Jeollabuk-do | Jeollanam-do
35.156388888889126.90138888889Koordinaten: 35° 9′ N, 126° 54′ O
