Harfensträucher

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Harfensträucher
Harfenstrauch (Plectranthus fruticosus)

Harfenstrauch (Plectranthus fruticosus)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung: Harfensträucher
Wissenschaftlicher Name
Plectranthus
L’Hér.

Die Harfensträucher (Plectranthus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

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Bei Plectranthus-Artne handelt sich um ausdauernde krautige Pflanzen bis Halbsträucher. Sie sind in Mitteleuropa nicht winterhart; eine Ausnahme bildet lediglich die bis ca. -15 °C winterharte Art Plectranthus excisus. Auch einige sukkulente Arten finden sich in dieser Gattung. Meist verströmen sie einen mehr oder weniger angenehmen, relativ intensiven Duft.

Plectranthus decurrens
Plectranthus fruticosus, Detail des Blütenstandes
Plectranthus parviflorus
Plectranthus verticillatus

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Plectranthus erfolgte 1788 durch Charles Louis L’Héritier de Brutelle Stirpes Novae aut Minus Cognitae 84 verso. Typusart ist Plectranthus fruticosus L'Hér.. Synonyme für Plectranthus L’Hér. sind: Burnatastrum Briq., Germanea Lam., Perrierastrum Guillaumin, Solenostemon Thonn., Coleus Lour.[1] Coleus, wie früher die Buntnessel-Arten genannt wurden, ist ein Synonym zu Plectranthus, weswegen die Buntnessel-Arten den neuen Namen Solenostemon erhalten mussten.

Die Gattung Plectranthus enthält etwa 350 Arten. Hier eine Artenauflistung, wobei neben der Nennung des Botanikers, der die Art zu Plectranthus stellte, auch die Veröffentlichungsdaten der Plectranthus-Kombination angegeben sind:[2]

Hybride sind:

Einzelne Arten und ihre Verwendung[Bearbeiten]

Die Harfensträucher, von denen viele Arten aus Afrika oder Südostasien stammen, werden vielfältig verwendet. Insbesondere die Zuchtformen mit weißen oder cremegelben Blatträndern oder Panaschierungen werden sehr häufig als Strukturpflanze zur Auflockerung und Neutralisierung von Kontrastfarben zwischen blühende Balkonpflanzen gesetzt. Am bekanntesten sind hier die rasch wachsenden Plectranthus glabratus und Plectranthus forsteri, deren zahlreiche Hybriden mit weiteren Plectranthus-Arten meist unter dem Sammelnamen „Weihrauch“, „Weihrauchkraut“ oder „Mottenkönig“ in verschiedensten Zuchtsorten im Handel sind. Der letztgenannte Name deutet schon an, dass die Pflanze auf Motten und Mücken vertreibend wirken soll. Dieser „Weihrauch“ darf nicht mit dem echten Weihrauch (Boswellia) verwechselt werden, auch wenn sein Duft ähnlich ist. In Österreich ist der Trivialname „Elfengold“ für die Sorte Plectranthus coleoides gebräuchlich.

Andere Harfenstrauch-Arten werden als Gewürzpflanzen verwendet, zum Beispiel Plectranthus amboinicus (eine der vielen Pflanzenarten, als Mexikanischer Oregano betitelt werden).

In den letzten Jahren ist insbesondere im deutschsprachigen Raum unter dem Handelsnamen Verpiss-dich-Pflanze, eine Hybride von Plectranthus caninus, bekannt geworden, die vertreibend gegen Hunde und Katzen wirken soll. Die Wirkung der ätherischen Duftstoffe dieser schnellwachsenden, als reine Blattpflanze im Handel befindlichen Kreuzung ist jedoch stark von der Witterung abhängig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Plectranthus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 16. April 2013.
  2. Plectranthus in Suchmaske eingeben bei World Checklist of Selected Plant Families, Kew, UK. Zuletzt aufgerufen am 29. März 2014.
  3. Eintrag bei der Kew World Checklist.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harfensträucher (Plectranthus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien