Heinkel He 274

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Heinkel He 274 war ein deutsches Kampfflugzeug, das Ende des Zweiten Weltkriegs kurz vor der Fertigstellung stand.

Da das Heinkel-Konstruktionsbüro mit zahlreichen Entwicklungen voll ausgelastet war, wurden Konstruktion und Bau der He 274 an die französischen Farman-Flugzeugwerke übertragen, die nach der Niederlage Frankreichs von Heinkel verwaltet wurden. Auf der Basis des He 177-Rumpfes entstand der neue Entwurf mit neuem Tragflügel von 44 m Spannweite und einem Doppelleitwerk. Der Rumpfbug war als Druckkabine ausgeführt, da die Maschine als Höhenfernbomber in 14.000 m Höhe oberhalb der Einsatzhöhe der damals bekannten Jagdflugzeuge operieren sollte. Als Antrieb waren vier spezielle DB 603A-2-Höhenmotoren mit Turbolader vorgesehen, die 1850 PS hatten.

Die Farman-Belegschaft in Suresnes begann 1943 die Arbeiten an dem Projekt. Aufgrund ständiger Verzögerungen, nicht selten hervorgerufen durch Sabotage französischer Widerstandskämpfer, waren zum Zeitpunkt der Invasion erst zwei Zellen fertiggestellt, die aber wegen der fehlenden Motoren nicht flugbereit waren. Nur eine Maschine wurde nach Kriegsende mit Triebwerken versehen und von den Franzosen für Höhenerprobungsflüge genutzt. Dazu erhielt das Flugzeug die Bezeichnung AAS 01A.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Spannweite: 44,2 m
  • Länge: 23,8 m
  • Höhe: 5,5 m
  • Triebwerke: vier Daimler-Benz DB 603A-2-Motoren
  • Max. Startgewicht: 38045 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 580 km/h
  • Dienstgipfelhöhe: ca. 14.300 m
  • Reichweite: 2850 km
  • Bewaffnung: fünf MG 131, 4000 kg Bombenlast

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Dressel, Manfred Griehl: Heinkel He 177-277-274: eine luftfahrtgeschichtliche Dokumentation. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-613-01299-5

Weblinks[Bearbeiten]