Henry of Almain

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Henry of Almain (* November 1235; † 13. März 1271 in Viterbo) war ein Prinz der englischen Königsdynastie Plantagenet.

Er war ein Sohn des Richard of Cornwall und der Isabel Marshal, sein Großvater väterlicherseits war König Johann von England. Sein Vater wurde 1257 in Aachen zum römisch-deutschen König gekrönt und beabsichtigte seinem Sohn die Nachfolge in Deutschland zu sichern, woher dessen Beiname (Almain vom französischen Allemagne/Deutschland) rührt. Dieses Vorhaben scheiterte letztlich an der geringen Akzeptanz der Plantagenet unter den deutschen Fürsten.

Siegel des Henry of Almain

Im Kampf gegen die Opposition der Barone um Simon de Montfort unterstützte Henry seinen Onkel, König Heinrich III. von England. In der Schlacht von Lewes 1264 geriet er allerdings ebenso wie dieser in die Gefangenschaft Montforts, die er auf Wallingford verbrachte. Nachdem Untergang Montforts in der Schlacht von Evesham im Folgejahr kam Henry frei. Im Jahr 1268 nahm Henry zusammen mit seinem Cousin, Prinz Eduard Plantagenet, das Kreuz zum siebten Kreuzzug. Als sie im Herbst 1270 zu dem französischen Hauptheer vor Tunis stießen war dessen Anführer, König Ludwig IX., bereits tot. Prinz Eduard beabsichtigte den Kreuzzug in das heilige Land weiterzuführen (Kreuzzug des Prinzen Eduard), Henry allerdings trat über Italien die Rückreise in seine Heimat an.

Nach einem Besuch in Rom erreichte Henry am 13. März 1271 Viterbo. Dort wurde er in der Kathedrale San Silvestro von seinen Vettern, Simon und Guy de Montfort, überfallen und aus Rache für den Tod ihres Vaters und Bruders bei Evesham ermordet. Sein Leichnam wurde in die Hailes Abbey überführt.

Henry wurde im Mai 1269 in Windsor mit Constanza de Moncada, Erbin der Grafschaft Bigorre, verheiratet. Die Ehe wurde aber schon im folgenden Jahr gelöst.

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