Igarka

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Stadt
Igarka
Игарка
Wappen
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Region Krasnojarsk
Rajon Turuchansk
Bürgermeister Sergei Asarow
Gegründet 1929
Stadt seit 1931
Fläche 88 km²
Höhe des Zentrums 20 m
Bevölkerung 6980 Einw. (Stand: 2008)
Bevölkerungsdichte 79 Ew./km²
Zeitzone UTC+7 (Sommerzeit: UTC+8)
Telefonvorwahl (+7)39112
Postleitzahl 663200, 663204
Kfz-Kennzeichen 24, 84, 88
OKATO 04 254 501
Geographische Lage
Koordinaten: 67° 28′ N, 86° 34′ O67.46666666666786.56666666666720Koordinaten: 67° 28′ 0″ N, 86° 34′ 0″ O
Igarka (Russland)
DEC
Liste der Städte in Russland

Igarka (russisch Игарка) ist eine russische Hafenstadt am Jenissei in der Region Krasnojarsk in Zentralsibirien, 163 km nördlich des Polarkreises. Sie erlangte traurige Bekanntheit als östliche Endstation der Polarkreiseisenbahn, die unter Josef Stalin erbaut werden sollte. Heute hat die Stadt nur noch 6980 Einwohner (Berechnung 2008).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Igarka wurde 1929 als Sägewerk und Hafen für den Holzexport gegründet und bekam 1931 den Status als Stadt zugesprochen.

Ehemaliger Wachturm eines Gulag in der sibirischen Taiga

Unter Josef Stalin beschloss der Ministerrat der UdSSR am 29. Januar 1949 im Bezirk Igarka einen Hochseehafen am Jenissei zu bauen. Von der Stadt Salechard bis zum Hafen Igarka sollte eine 1200 km lange Polarkreiseisenbahn gebaut werden. Projekt Nr. 501 am Fluss Ob und Projekt Nr. 503 am Jenissei würden sich zur ‘Mertvaya doroga’ (The Dead Road) verbinden. So entstand im Norden der Krasnojarsker Region das Bauprojekt Nr. 503. Die Zentrale war im Dorf Jermakowo. Nach Stalins Tod wurde der Bau im Sommer 1953 gestoppt. Einzig die Telefonleitung zwischen Salechard und Igarka blieb bis 1976 in Betrieb.

In Igarka wurde am 1. Juli 1991 ein Museum zum Thema Permafrost eröffnet. 1936–1942 bestand dort ein wissenschaftliches Labor in 7 bis 10 m tiefen Gängen im Permafrost bei Temperaturen von -5 bis –6 °C. Neben verschiedenen Erdschichten sind auch bis zu 30.000 Jahre alte Lärchen im Boden erhalten geblieben.

An der Mündung der Kureika existierte in der gleichnamigen Ortschaft ein Pantheon für Stalin.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Der Hafen von Igarka wurde 1928 in Betrieb genommen und diente dem Umladen der Erzeugnisse von Lessosibirsk von den Flussschiffen auf Hochseeschiffe. Der Hafen erreichte seine Glanzzeit Mitte der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre als bis zu 1.236.000 Kubikmeter Holz verschifft wurden und er damit der zweitgrößte Hafen für Holz in der Sowjetunion war.

Igarka verlor seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion über die Hälfte der Einwohner:

Lage von Igarka am Jenissei
Jahr 1989 2002 2005
Einwohner 18.820 8.627 8.045

1988 wurde das Erdölfeld Wankor 130 km westlich von Igarka entdeckt. [1] Dies könnte die wirtschaftliche Bedeutung von Igarka als Hafenstadt wieder verstärken.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Igarka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Quellen

  1. Erschließung des Wankor-Ölfeldes
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