Jamie Cullum

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Jamie Cullum
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Twentysomething
  DE 57 12.04.2004 (10 Wo.)
  AT 30 25.04.2004 (26 Wo.)
  CH 29 11.04.2004 (12 Wo.)
  UK 3 01.11.2003 (50 Wo.)
  US 83 29.05.2004 (20 Wo.)
Pointless Nostalgic
  UK 55 13.03.2004 (2 Wo.)
Catching Tales
  DE 30 07.10.2005 (6 Wo.)
  AT 22 09.10.2005 (11 Wo.)
  CH 14 09.10.2005 (21 Wo.)
  UK 4 02.10.2005 (13 Wo.)
  US 49 29.10.2005 (4 Wo.)
The Pursuit
  DE 11 27.11.2009 (32 Wo.)
  AT 24 20.11.2009 (13 Wo.)
  CH 7 22.11.2009 (16 Wo.)
  UK 16 21.11.2009 (7 Wo.)
  US 42 20.03.2010 (4 Wo.)
Momentum
  DE 10 31.05.2013 (8 Wo.)
  AT 12 31.05.2013 (3 Wo.)
  CH 10 02.06.2013 (9 Wo.)
  UK 20 01.06.2013 (5 Wo.)
  US 156 08.06.2013 (1 Wo.)
Interlude
  DE 13 17.10.2014 (… Wo.)
  AT 23 17.10.2014 (… Wo.)
  CH 14 12.10.2014 (… Wo.)
  UK 19 18.10.2014 (… Wo.)
Singles[1]
These Are the Days / Frontin'
  UK 12 20.03.2004 (5 Wo.)
Everlasting Love
  UK 20 20.11.2004 (9 Wo.)
Get Your Way
  UK 44 01.10.2005 (1 Wo.)
Mind Trick
  UK 32 10.12.2005 (1 Wo.)
I’m All Over It
  DE 93 27.11.2009 (4 Wo.)
  UK 55 14.11.2009 (2 Wo.)
Don’t Stop the Music
  DE 58 16.04.2010 (4 Wo.)
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Jamie Cullum (* 20. August 1979 in Essex) ist ein englischer Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist.

Leben[Bearbeiten]

Den Bezug zur Musik fand Cullum schon sehr früh. Sein israelischer Vater (dessen Mutter – eine gebürtige Ostpreußin – vor der Judenverfolgung des Nationalsozialismus nach Palästina floh[2]) und seine Mutter aus Burma spielten in der Band „The Impacts“. Dort sammelte Cullum bereits als Kleinkind erste Erfahrungen am Klavier, später hatte er Gitarren- und Gesangs-Unterricht. Als Jugendlicher spielte Cullum zahlreiche Auftritte in Bars und Clubs. Dadurch finanzierte er sich sein Studium und 1999 auch schließlich die Produktion seines ersten Albums Heard It All Before. Dieses, erschienen in einer Auflage von etwa 700 Stück, verkaufte Cullum auf seinen Konzerten. Durch das Album wurde Geoff Gascoyne auf das junge Talent aufmerksam und lud Cullum ein, an dessen Album Songs of the Summer mitzuwirken. Nachdem er an der University of Reading 2001 seinen Abschluss in Literatur und Film machte, veröffentlichte Jamie, der selbst größtenteils Autodidakt ist, sein Album Pointless Nostalgic, und im April 2003 unterschrieb er einen Vertrag mit Universal Jazz, einem Major-Label. Obschon er ursprünglich hauptsächlich Jazzmusiker ist, versteht er es, eine weite Bandbreite an Stilen anzuwenden und wird auch allgemein als ein „Crossover“-Künstler verstanden.

Seit Januar 2010 ist Cullum mit Sophie Dahl verheiratet. Am 2. März 2011 wurde ihre gemeinsame Tochter Lyra geboren,[3] am 4. März 2013 ihre zweite Tochter Margot.[4]

Wirken[Bearbeiten]

Im Juli 2003 gewann er in der Kategorie „Rising Star“ bei den British Jazz Awards. Sein drittes Album, Twentysomething, wurde im Oktober 2003 in Großbritannien bzw. Anfang 2004 in Deutschland, veröffentlicht und fand über 2,5 Millionen Käufer. Das Album umfasst einige Jazzstandards wie Singin’ in the Rain, What a Diff’rence a Day Made, I Get a Kick Out of You sowie eine Coverversion des Rock-Klassikers The Wind Cries Mary von Jimi Hendrix, jedoch auch eine Vielzahl an eigenen Stücken, wie etwa das Titelstück oder All at Sea, die er zusammen mit seinem älteren Bruder Ben Cullum schrieb. Des Weiteren komponierte er mit ihm auch die Musik zum West-End-Bühnenstück When Harry Met Sally.

Bei den Brit Awards 2004 wurde Jamie als „British Breakthrough Act“ nominiert. Er spielte zusammen mit Katie Melua live bei der Zeremonie im Earl’s Court Exhibition Centre. Auch zum Geburtstag von Elisabeth II. trat er auf.

Im September 2005 veröffentlichte er sein Album Catching Tales. Dieses Album enthält bis auf vier Ausnahmen Eigenkompositionen, die Cullum unter anderem in Zusammenarbeit mit Guy Chambers, Stewart Levine oder Salaam Remi verfasst hat. Sowohl dieses Album wie auch sein Vorgänger waren auch Jahre später noch Verkaufserfolge unter den Jazzalben.[5]

Für den im Jahr 2008 erschienenen Film Gran Torino von Clint Eastwood spielte Cullum die Titelmelodie mit dem gleichnamigen Titel ein und erhielt dafür eine Golden Globe-Nominierung. Außerdem arbeitete er unter anderem mit Toots Thielemans, Camille und Pharrell zusammen, war auf den Alben seines Bassisten Geoff Gascoyne zu hören und auf dem Album Swinging, Singing, Playing des Count Basie Orchestra, das ihn auf dem Album The Pursuit begleiten sollte.

Im November 2009 wurde das Album The Pursuit bei Decca Records veröffentlicht. Es besteht aus acht Eigenkompositionen, darunter die Singles I’m All Over It und Wheels und vier Coverversionen: Just One of Those Things von Cole Porter, das mit dem Count Basie Orchestra aufgenommen wurde, If I Ruled the World, das ebenfalls als Single ausgekoppelte Rihanna-Cover Don’t Stop the Music und Stephen Sondheims Not While I'm Around aus dem Musical Sweeney Todd. Dieses Album wurde nicht von Stewart Levine, sondern (bis auf Don’t Stop the Music) von Greg Wells produziert, der auf vielen Tracks auch Schlagzeug, Gitarre, Bass und Orgel spielte. Sebastiaan de Krom und Geoff Gascoyne, die bisher Cullum auf seinen Alben begleitet hatten, wirkten an dieser Produktion nicht mehr mit, sind aber als Co-Komponisten von You and Me Are Gone vermerkt.

2012 komponierte Cullum den Titel Standing Still für Roman Lob, der damit für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2012 in Baku, (Aserbaidschan) antrat und den achten Platz belegte.

Am 17. Mai 2013 erschien sein sechstes Studioalbum Momentum in Deutschland.

Am 3. Oktober 2014 erschien mit Interlude in Deutschland sein siebtes Album. Im Gegensatz zu seinen letzten Veröffentlichungen wendet Cullum sich hier wieder dem Jazz zu und interpretierte einige Jazz-Standards neu.[6] Außerdem sind Gregory Porter und Laura Mvula im Duett mit Cullum zu hören.

Diskografie[Bearbeiten]

Jamie Cullum (2005)

Alben[Bearbeiten]

  • Heard It All Before (1999)
  • Pointless Nostalgic (2001)
  • Twentysomething (2003)
  • Catching Tales (2005)
  • The Pursuit (2009)
  • Momentum (2013)
  • Interlude (2014)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • Kings of Swing (2005)
  • Jamie Cullum: Influences (2007)
  • In the Mind of Jamie Cullum (2007)
  • Devil May Care (2010) (Mix aus anderen Alben + zwei Bonus-Tracks)

DVDs[Bearbeiten]

  • Live at Blenheim Palace (2004)

Soundtracks[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • Everlasting Love (2004)
  • These Are the Days / Frontin’ (2004)
  • All at Sea (2004)
  • Get Your Way (2005)
  • Mind Trick (2005)
  • Photograph (2005)
  • I’m All Over It (2009)
  • Don’t Stop the Music (2009)
  • Wheels (2010)
  • Love Ain’t Gonna Let You Down (2010)
  • Everything You Didn't Do (2013)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jamie Cullum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. Jamie Cullum: My family values The Guardian, 17. Mai 2013
  3. http://nachrichten.rp-online.de/panorama/jamie-cullum-1.443714
  4. http://www.ok-magazin.de/people/news/16571/sophie-dahl-und-jamie-cullum-zum-zweiten-mal-eltern-geworden
  5. http://www.jazzecho.de/service/charts/, abgerufen am 30. Juli 2010 (zeigt die aktuellen Charts)
  6. http://www.berliner-zeitung.de/berlin/interview-mit-jamie-cullum--es-passiert-sehr-viel-in-berlin-,10809148,28661392.html