Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack

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Filmdaten
Deutscher Titel Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack
Originaltitel Jennifer’s Body
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge Kinofassung: 98 Minuten,
Extended Version: 103 Minuten
Altersfreigabe FSK 18[1] (Kinofassung)
FSK 16[2] (Extended Version)
JMK keine Freigabe
Stab
Regie Karyn Kusama
Drehbuch Diablo Cody
Produktion Daniel Dubiecki
Mason Novick
Jason Reitman
Musik Stephen Barton
Theodore Shapiro
Kamera Dave Askey
Schnitt Cheryl Buckman
Besetzung
Synchronisation

Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2009.

Drehbuchautorin ist Diablo Cody, die 2007 für den Film Juno den Oscar für das beste Drehbuch erhalten hat. Regisseurin ist Karyn Kusama. Die Hauptrollen spielen Megan Fox, Amanda Seyfried, Adam Brody und Johnny Simmons.[3] Megan Fox spielt Jennifer Check, eine High-School-Diva, die, nachdem sie für ein mysteriöses Ritual „geopfert“ wurde, zur männerfressenden Mörderin wird.

Handlung[Bearbeiten]

Der unsichere Bücherwurm Anita „Needy“ Lesnicky und die arrogante, aber beliebte Jennifer Check sind seit Kindesbeinen an die besten Freundinnen. Sie tragen passende herzförmige Medaillons mit den vertieften Initialen „BFF“ (für englisch: Best Friends Forever, deutsch: Beste Freunde für immer) um ihre Freundschaft nach außen zu tragen, und das, obwohl sie eigentlich nicht viel gemeinsam haben.

Eines Nachts fahren die Freundinnen zu einer Bar, um dort das Konzert der Indie-Rock-Band Low Shoulder zu sehen, wobei Jennifer bald ein Auge auf den Sänger der Band, Nikolai Wolf, wirft. Während des Flirts von Jennifer und Nikolai nimmt er an, dass sie noch Jungfrau sei. Während des Auftritts der Band bricht ein Feuer aus, alle Gäste versuchen aus der Bar zu flüchten. Noch während das Feuer wütet und einige Gäste verbrennen, fragt Nikolai die leicht angetrunkene Jennifer, ob sie noch mit in den Wagen der Band komme. Diese folgt trotz des Abratens von Anita.

Später in der Nacht taucht Jennifer blutüberströmt in Anitas Haus auf, geht zum Kühlschrank, verzehrt ein Hühnchen und erbricht daraufhin ein schwarzes, zähflüssiges Gemisch. Dann verlässt sie das Haus in Eile. Anita glaubt, Jennifer sei etwas Schreckliches passiert, am nächsten Morgen jedoch erscheint Jennifer wunderschön und gutgelaunt in der Schule. Die kleine Stadt ist erschüttert durch den tragischen Verlust der jungen Menschen, die durch das Feuer in der Nacht umgekommen sind. Einen Tag später tötet Jennifer den Kapitän des Football-Teams.

Nur einen Monat nach dem Vorfall ist Jennifer blass und wirkt müde. Bei einem Date tötet sie einen weiteren Schulkameraden, Colin, ebenso brutal und blutig wie den Football-Spieler. Währenddessen haben Anita und ihr Freund Chip Sex, dabei merkt sie aufgrund ihrer besonderen Verbindung zu Jennifer, dass etwas nicht stimmt, sieht in einer Halluzination sogar Jennifer blutverschmiert im Zimmer sitzen, stürmt aus dem Haus und setzt sich ins Auto, um zu ihr zu fahren. Während der Fahrt überfährt sie beinahe Jennifer, die mit dem Blut von Colin überströmt auf der Straße herumirrt. Anita eilt nach Hause und versucht, ihre schrecklichen Gedanken loszuwerden. Doch dort überrascht sie Jennifer, die Anita schließlich erzählt was vorgefallen ist: Die Bandmitglieder sind Anhänger des Satanismus und wollten als rituellen Akt eine Jungfrau opfern, wodurch die erfolglose Indie-Band hoffte, berühmt zu werden. Da Jennifer allerdings keine Jungfrau mehr war, verlief das Ritual anders als geplant, sie stirbt nicht als Nikolai sie ersticht. Stattdessen nimmt ein dämonisches Wesen Besitz von ihrem Körper. Auf dem Weg zu Anita fühlte sie sich extrem hungrig und traf auf den Austauschschüler Ahmet, der auch bei dem Brand in der Bar dabei war. Ihn fraß sie auf und merkte danach, dass es ihr besser geht, wenn sie Menschen tötet und verspeist. Anita fordert sie auf, zu gehen.

Anita sucht in der Bibliothek nach Informationen über Satanismus und dämonische Besessenheit. Sie erfährt, dass Jennifer am stärksten ist, wenn sie Menschenfleisch zu sich genommen hat und andererseits sehr schwach wird, sobald sie dies längere Zeit nicht tut. Zudem sei der einzige Weg, sie zu töten, ihr ein Messer ins Herz zu stoßen. Sie beschließt Jennifer zu stoppen, auch um ihren Freund Chip zu schützen. Währenddessen wird die Band, die in der Nacht des Feuers in der Bar spielte, und danach vorgab, vielen Menschen das Leben gerettet zu haben, als Helden gefeiert. Der damit verbundene musikalische Erfolg nimmt ungeahnte aber erhoffte Ausmaße an, wie es eigentlich durch den Opferritus geplant war.

Auf dem Weg zum Schulball wird Chip von Jennifer aufgehalten und verführt. Dieser ist nicht abgeneigt und folgt ihr in ein stillgelegtes Schwimmbad. Anita merkt, dass etwas nicht stimmt und verlässt den Ball. Sie eilt zu Chip. Als sie ankommt hat Jennifer Chip bereits gebissen. Anita und Chip versuchen sie zur Strecke zu bringen, doch ohne Erfolg. Jennifer flieht, doch Chip stirbt in Anitas Armen, während sich beide ihre Liebe zueinander erklären. Später attackiert Anita die geschwächte Jennifer und schneidet ihr ein „X“ in den Bauch, was diese kalt lässt. Im Kampf reißt Anita Jennifers BFF-Kette von ihrem Hals und löst dadurch einen Rückblick an ihre gemeinsame Kindheit aus. Anita sticht Jennifer mitten ins Herz. Noch während sie stirbt, kommt die Mutter von Jennifer ins Zimmer.

Nach diesem blutigen Vorfall wird Anita in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, aus der sie später leicht fliehen kann, weil sie während des Kampfes von Jennifer gebissen wurde und dadurch dämonische Kräfte ausgebildet hat. Von Rache getrieben macht sie sich auf die Suche nach der Band, die Jennifer geopfert und dadurch die Gewaltkette angestoßen hatte, und ermordet allesamt blutig.

Hintergrund[Bearbeiten]

Premiere feierte der Film bei dem Toronto International Film Festival 2009; er kam am 18. September 2009 in den USA und am 5. November 2009 in Deutschland in die Kinos. In Österreich wurde der Film nicht gezeigt, da er keine Jugendfreigabe erhielt. Der Film hatte ein geschätztes Budget von 16 Millionen Dollar.[4]

Kritik[Bearbeiten]

„Solider Horrorfilm im Teenagermilieu, der zwar nicht durch die Story, aber mit einer verführerisch-diabolischen Titelheldin punktet.“

Cinema.de[5]

„Ob Diablo Codys Drehbuch in den Händen eines souveräneren Regisseurs, wie es Jason Reitman bei ‚Juno‘ war, besser aufgehoben gewesen wäre? Die wenigen funktionierenden Witze, die über die 102 Minuten Laufzeit von ‚Jennifer's Body‘ verstreut sind, geben nicht wirklich Grund zur Hoffnung. Zurück bleibt das seltsame Gefühl, Cody dabei zugesehen zu haben, wie sie bei ihrem zweiten Film Anfängerfehler macht, die nach ihrem meisterlichen Debüt schon ausgeschlossen zu sein schienen. Alles zurück auf null also: Wir warten gespannt auf Cody Nummer Drei.“

Spiegel Online [6]

„Ja, „Jennifer’s Body“ bietet tatsächlich einige sexy Szenen mit Megan Fox – inklusive einer lesbischen Zungenkuss-Orgie mit Amanda Seyfried. Aber abgesehen von diesen oberflächlichen Reizen präsentiert sich das augenzwinkernde Horrorstück auch als überzeugend-verspieltes Genrekino.“

Filmstarts.de [7]

„Unausgeglichene Mischung aus Komödie und Horrorfilm, die zwar starke Frauenfiguren entwirft und die bislang gültigen Geschlechterrollen des Genres vertauscht, aber die Spannung zugunsten drastischer Komik vernachlässigt.“

Lexikon des Internationalen Films[8]

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Darsteller Dt. Synchronsprecher[9]
Jennifer Check Megan Fox Luise Helm
Anita „Needy“ Lesnicki Amanda Seyfried Magdalena Turba
Chip Dove Johnny Simmons Nicolas Artajo
Chips Mutter Cynthia Stevenson Silvia Mißbach
Colin Gray Kyle Gallner Tim Sander
Dirk Juan Riedinger Tobias Nath
Fahrer Lance Henriksen Joachim Pukaß
Jonas Konelle Josh Emerson David Turba
Mr. Wroblewski J. K. Simmons Joachim Kerzel
Nikolai Wolf Adam Brody Benedikt Gutjan
Roman Duda Chris Pratt Sascha Rotermund
Toni Lesnicki, Needys Mutter Amy Sedaris Peggy Sander

Soundtrack[Bearbeiten]

  1. Florence + the MachineKiss with a Fist
  2. Panic! at the DiscoNew Perspective
  3. Hayley WilliamsTeenagers
  4. Little BootsNew in Town
  5. Dashboard ConfessionalFinishing School
  6. Low Shoulder (Ryan Levine) – Through the Trees
  7. Cute is What We Aim For – Time
  8. Screeching WeaselI Can See Clearly Now
  9. Cobra StarshipChew Me Up & Spit Me Out
  10. All Time LowToxic Valentine
  11. Black KidsI'm Not Gonna Teach Your Boyfriend How to Dance with You
  12. White Lies – Death
  13. The SwordCelestial Crown
  14. Silversun PickupsLittle Lover's So Polite
  15. Lissy Trullie – Ready for the Floor

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jennifer's Body – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabekarte der FSK (PDF; 73 kB), abgerufen am 5. April 2011
  2. Freigabebescheinigung (PDF; 82 kB) der FSK, abgerufen am 28. Dezember 2012
  3. IMDb: Full cast and crew for Jennifer's Body (2009)
  4. IMDb: Budget und Einspielergebnisse Jennifer's Body (2009)
  5. Cinema.de: Jennifer's Body – Jungs nach ihrem Geschmack
  6. Spiegel Online: Horrorkomödie ‚Jennifer's Body‘ – Was Männerfresser wollen (3. November 2009)
  7. Filmstarts.de: Jennifer's Body
  8. Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack im Lexikon des Internationalen Films
  9. Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack in der Deutschen Synchronkartei