Königsheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Königsheim, siehe auch Arthur Willibald Königsheim, Begründer des Waldparks in Dresden-Blasewitz.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Königsheim
Königsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Königsheim hervorgehoben
48.1011111111118.8641666666667897Koordinaten: 48° 6′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 897 m ü. NHN
Fläche: 4,36 km²
Einwohner: 564 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78598
Vorwahl: 07429
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 3
78598 Königsheim
Webpräsenz: www.gemeinde-koenigsheim.de
Bürgermeister: Konstantin Braun
Lage der Gemeinde Königsheim im Landkreis Tuttlingen
Landkreis Konstanz Landkreis Rottweil Landkreis Sigmaringen Schwarzwald-Baar-Kreis Zollernalbkreis Aldingen Balgheim Bärenthal Böttingen Bubsheim Buchheim Deilingen Denkingen Dürbheim Durchhausen Egesheim Emmingen-Liptingen Fridingen an der Donau Frittlingen Geisingen Gosheim Gunningen Hausen ob Verena Immendingen Irndorf Königsheim Kolbingen Mahlstetten Mühlheim an der Donau Neuhausen ob Eck Reichenbach am Heuberg Renquishausen Rietheim-Weilheim Seitingen-Oberflacht Spaichingen Talheim (Landkreis Tuttlingen) Trossingen Tuttlingen Wehingen Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Königsheim ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde gehören außer dem Dorf Königsheim keine weiteren Ortschaften.

Geographie[Bearbeiten]

Königsheim

Geographische Lage[Bearbeiten]

Königsheim liegt auf einer welligen Höhe des Großen Heubergs im Südwesten der Schwäbischen Alb.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Königsheim grenzt, im Uhrzeigersinn beginnend im Norden, an Egesheim, Bärenthal, Renquishausen, Böttingen und Bubsheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Königsheim wurde im Jahre 777 erstmals als Kunigshaim urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert befand sich das Dorf im Besitz des Klosters Beuron und kam an die Grafschaft Zollern. Von da an teilte das Dorf das Schicksal von Böttingen und wechselte den Besitzer bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts mehrmals.

Kirchlich gehörte das Dorf zur Pfarrei Egesheim, schon im 14. Jahrhundert bekam Königsheim eine eigene steinerne Kirche, die 1837 durch das heutige Gebäude ersetzt wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1. Dezember 1871 404
1. Dezember 1880 ¹ 390
1. Dezember 1900 ¹ 331
1. Dezember 1910 ¹ 340
16. Juni 1925 ¹ 332
16. Juni 1933 ¹ 334
17. Mai 1939 ¹ 334
13. September 1950 ¹ 381
6. Juni 1961 ¹ 419
Jahr Einwohnerzahlen
27. Mai 1970 ¹ 531
31. Dezember 1975 493
31. Dezember 1980 452
27. Mai 1987 ¹ 507
31. Dezember 1990 509
31. Dezember 1995 513
31. Dezember 2000 532
31. Dezember 2005 563
31. Dezember 2007 561

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Rathaus und Feuerwehrhaus in der Ortsmitte

Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbandes Heuberg mit Sitz in Wehingen.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der Gemeinde Königsheim besteht aus acht Mitgliedern. Parteien sind im Königsheimer Gemeinderat nicht vertreten.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Vögte, Schultheißen und Bürgermeister von Königsheim:

  • 1568–1572 Jörg Frech
  • 1573–1582 Caspar Frech
  • 1583–1625 Hans Schüle/Scheuerli/Scheyerlin
  • 1625–1666 Staffa/Steffa Frech
  • 1670–1690 Bläsi Frech
  • 1680–1709 Michel Frech
  • 1710–1715 Josef Mattes
  • 1716–1734 Lorenz Frech
  • 1734–1749 Valentin Frech
  • 1750–1754 Hans Martin Sigrist
  • 1754 Valentin Frech
  • 1755–1774 Valentin Mattes
  • 1783–1793 Hans Martin Dreher
  • 1794–1798 Thomas Dreher
  • 1798–1800 Karle Dreher, Johannes Dreher
  • 1801–1805 Mattheis Dreher
  • 1805–1819 Vinzenz Dreher
  • 1834–1835 Schultheiß Mattes
  • 1844–1847 Schultheiß Frech
  • 1847–1849 Carl Stier
  • 1849–1876 Karl Frech
  • 1876–1882 Roman Wäschle
  • 1882–1915 Leo Mattes
  • 1915–1943 Mammertus Mattes
  • 1943–1945 Sauter (eingesetzter Bürgermeister)
  • 1946–1972 Xaver Dreher
  • 1972–1982 Siegfried Klein
  • 1982–2003 Hans Fortenbacher
  • seit 2003 Konstantin Braun

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Königsheim liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die katholische Kirche wurde am 9. Februar 1448 der heiligen Agatha geweiht und 1837 neu erbaut
  • Pfarrerhaus (Pater Wilhelm Gemeindehaus), 1863/1864 erbaut
  • Antoniuskapelle, 1899 erbaut

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Friedrichshöhle
  • Dörrhaldenhöhle
  • Friedenslinde

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat sich zu einem Industriestandort entwickelt. Sie ist eine der steuerstarken Gemeinden des Landkreises Tuttlingen. 2008 gibt es in der Gemeinde 350 Arbeitsplätze. Bei 561 Einwohnern bedeutet dies eine positive Pendlerbilanz, 267 Berufseinpendler stehen 154 Berufsauspendler gegenüber.[2] Metallverarbeitende Betriebe sind vorherrschend. Die größten Arbeitgeber sind Aicher Alfred-Johann (Mechanische Werkstätten), Aicher Augustin (Präzisionstechnik), Dreko (CNC Dreh- Bohr- und Frästeile), EZU (Präzisionsdrehteile), Frech Josef (Formteile-Werkzeugbau) und Loma (Präzisionsdrehteile).

Die Stromversorgung erfolgt durch die EnBW, die Wasserversorgung durch den Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe mit Sitz in Meßstetten, die Abwasserreinigung durch die Verbandskläranlage in Egesheim.

Verkehr[Bearbeiten]

Königsheim liegt an der L 443. Der öffentliche Nahverkehr wird durch TUTicket gewährleistet. Anschluss an den Ringzug besteht in Mühlheim.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Mehrzweckhalle
  • Backhaus
  • Jugendtreff
  • Im ehemaligen Schulgebäude betreibt das Dekanat Tuttlingen-Spaichingen die Jugendbegegnungsstätte St. Franziskus.

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindergarten Emma Lembeck

Literatur[Bearbeiten]

  • Gemeinde Königsheim: Königsheim – eine Heuberggemeinde; Autoren: Hans Fortenbacher, Karl Augustin Frech, Jutta Klug-Treppe, Hans-Joachim Schuster, Edgar Speck, Erwin Walz. Geiger-Verlag, Horb am Neckar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Königsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien