Frittlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frittlingen
Frittlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frittlingen hervorgehoben
48.1277777777788.7055555555556659Koordinaten: 48° 8′ N, 8° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 659 m ü. NHN
Fläche: 8,79 km²
Einwohner: 2085 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 237 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 78665,
78554 (Michelhölzle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07426
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 017
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 46
78665 Frittlingen
Webpräsenz: www.frittlingen.de
Bürgermeister: Martin Leo Maier (parteilos)
Lage der Gemeinde Frittlingen im Landkreis Tuttlingen
Landkreis Konstanz Landkreis Rottweil Landkreis Sigmaringen Schwarzwald-Baar-Kreis Zollernalbkreis Aldingen Balgheim Bärenthal Böttingen Bubsheim Buchheim Deilingen Denkingen Dürbheim Durchhausen Egesheim Emmingen-Liptingen Fridingen an der Donau Frittlingen Geisingen Gosheim Gunningen Hausen ob Verena Immendingen Irndorf Königsheim Kolbingen Mahlstetten Mühlheim an der Donau Neuhausen ob Eck Reichenbach am Heuberg Renquishausen Rietheim-Weilheim Seitingen-Oberflacht Spaichingen Talheim (Landkreis Tuttlingen) Trossingen Tuttlingen Wehingen Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Frittlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Sie liegt zwischen Rottweil und Tuttlingen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Frittlingen liegt unterhalb des Traufs der südwestlichen Schwäbischen Alb. Von Frittlingen aus sieht man den rund vier Kilometer entfernten Lemberg, die höchste Erhebung der Alb.

Geologie[Bearbeiten]

An einigen Stellen der Frittlinger Gemarkung wurden im braunen Jura oder Dogger viele große und schöne Fossilien gefunden, hauptsächlich Ammoniten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Wellendingen im Landkreis Rottweil, im Osten an Gosheim, im Süden an Denkingen, Aldingen, den Weiler Neuhaus und Aixheim, welche beide eingemeindet sind nach Aldingen, sowie im Westen an den Ortsteil Neufra der Stadt Rottweil.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Frittlingen gehören das Dorf Frittlingen und die seit 1802 bestehenden Häuser Michelhölzle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Frittlingen wurde erstmals im Jahr 797 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt. Das Dorf wurde teilweise zum Besitz der Ritter von Schildeck, einige Teile des Ortes gehörten diversen Klöstern. Ab 1306 hatte das Kloster Rottenmünster Besitzungen im Ort. Ein Teil Frittlingens gehörte der Herrschaft Konzenberg, der 1411, beziehungsweise endgültig 1623 an das Kloster Rottenmünster kam. Im Jahre 1803, nachdem die Klöster säkularisiert wurden, wurde Frittlingen ein Teil von Württemberg und war ab 1806 Teil des Oberamtes Spaichingen und ab 1938 des Kreises Tuttlingen.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Spaichingen. Der Gemeinderat besteht aus 10 Mitgliedern. Parteien sind im Frittlinger Gemeinderat nicht vertreten. Seit Juni 2014 ist der parteilose Wehinger Rechtsanwalt Martin Leo Maier Bürgermeister von Frittlingen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Hippolyt und Kassian, vermutlich im 15. Jahrhundert erbaut, 1876–1878 Neubau des Kirchenschiffes.
  • Dorfgemeinschaftshaus, 1997 Umbau der ehemaligen Pfarrscheuer
  • Leintalhalle, erbaut 2007–2009

Fasnet[Bearbeiten]

Das älteste Foto von der Frittlinger Fasnet stammt von 1900 und zeigt zwei Narren.

In Frittlingen wird traditionell die schwäbisch-alemannische Fasnet gefeiert. Die 1936 gegründete Narrenzunft Frittlingen veranstaltet einen Kinderumzug und zwei weitere Fasnetsumzüge. Die Bürgermeisterabsetzung, ein Bunter Abend und eine Kinderbescherung ergänzen das Fasnetsprogramm. Zur Narrenzunft gehören die Narrenfiguren „Frittlinger Narr“ (der in Frittlingen auf das Jahr 1798 zurückgeführt wird) und „Kratta-Weib“ (von 1986) sowie die Einzelfiguren „Benna-Rössle“ (eine Pferdeattrappe) mit Treibern, „Polizist“ und „Schnappesel“. Die Narrenzunft Frittlingen ist Mitglied im Narrenfreundschaftsring Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde existieren metallverarbeitende Kleinbetriebe mit Schwerpunkten auf der Chirurgiemechanik, Feinmechanik und Aluminiumbearbeitung.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt rund 15 Kilometer von der Bundesautobahn 81 entfernt.

Bildung[Bearbeiten]

  • Leintalschule (Grundschule)

Literatur[Bearbeiten]

  • Gemeinde Frittlingen: Geschichte und Gegenwart 797–1997. Autoren: Ulrich Fiedler, Winfried Hecht, Hans-Joachim Schuster. 1996 Geiger-Verlag, Horb am Neckar.
  • Geschichts- und Heimatverein: Frittlinger Heimatblätter Bd. 1 „Von der Pfarrscheuer zum Dorfgemeinschaftshaus“ Autor: Ulrich Fiedler, 1997 Geiger-Verlag, Horb am Neckar.
  • Frittlingen: Bilder aus vergangenen Tagen; Redaktionsteam: Josef Huber, Erich Braun, Hermann Braun, Hermann Roth, Franz Braun und Bürgermeister Anton Stier, 1985 Geiger-Verlag, Horb am Neckar.
  • Daheim im Landkreis Tuttlingen; Diverse Authoren aus dem Landkreis Tuttlingen, 1983 Verlag Friedr. Stadler, Konstanz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 661.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frittlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien