Trossingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Trossingen
Trossingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Trossingen hervorgehoben
48.0755555555568.6361111111111699Koordinaten: 48° 5′ N, 8° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 699 m ü. NN
Fläche: 24,2 km²
Einwohner: 15 179 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 627 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78647
Vorwahl: 07425
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 049
Adresse der Stadtverwaltung: Schultheiß-Koch-Platz 1
78647 Trossingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Clemens Maier
Blick von der Hauptstraße zum Bahnhof

Trossingen ist eine Kleinstadt auf der Baar in Baden-Württemberg. Sie ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises Tuttlingen, liegt inmitten der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg und wird auch als Hochschulstadt (Ortsschild) oder Musikstadt bezeichnet, da sie eine staatliche Musikhochschule, eine traditionsreiche Musikinstrumentenindustrie und einige andere Institutionen und Einrichtungen rund um das Thema Musik beherbergt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Trossingen liegt in 660 bis 760 Meter Höhe am Trosselbach, der in den Hagenbach und weiter in die Prim fließt. Der Neckar fließt nur wenige Kilometer westlich an Trossingen vorbei. Der Hohenlupfen (Talheim/Durchhausen) und Hohenkarpfen (Gunningen/Hausen ob Verena) sind zwei markante Berge in der näheren Umgebung. Etwa 15 Kilometer westlich beginnt der Schwarzwald, etwa 15 Kilometer östlich die Schwäbische Alb mit dem Klippeneck. Die Donauquelle in Donaueschingen ist rund 20, der Bodensee etwa 50 Kilometer entfernt. Trossingen liegt auf der Baar, wird aber oft fälschlich dem Schwarzwald oder der Schwäbischen Alb zugeordnet.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Mit den Gemeinden Durchhausen, Gunningen und Talheim hat Trossingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Tuningen (Schwarzwald-Baar-Kreis), Weigheim (Stadt Villingen-Schwenningen), Deißlingen (Kreis Rottweil), Aixheim (Gemeinde Aldingen) und Aldingen sind weitere Nachbargemeinden, für die die Stadt als Unterzentrum verschiedene Aufgaben wahr nimmt.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Trossingen besteht aus den beiden Stadtteilen Trossingen und Schura; die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens und bilden Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung. Im Stadtteil Schura ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet.[2]

Zum Stadtteil Schura gehört das Dorf Schura. Zum Stadtteil Trossingen gehören die Stadt Trossingen, die Höfe Bruderhalde, Eschbach, Hirschweiden, Kleiner Heuberg, Löhlebühl und Rennplatz sowie die Häuser Deibhalde und Heimgarten. In Trossingen aufgegangen sind die Ortschaften Niederhofen und Sontheim. Außerdem liegen in Trossingen die Wüstungen Hangendenhausen, Schindlingen und Talhausen.[3]

In den 1990er Jahren wurde im Südwesten der Stadt das Neubaugebiet Gölten gebaut.

[Bearbeiten] Klima

Das Klima wird von den Einheimischen als oft rau und trocken charakterisiert. Allerdings liegt Trossingen nach Angaben der Stadtverwaltung in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands. So gilt das wenige Kilometer entfernte Klippeneck mit durchschnittlich etwa 1915 Sonnenstunden im Jahr als „Sonnenstube Deutschlands“. Vom Süden her wird das Klima vom eher warmen Bodenseeklima beeinflusst, vom Norden und Westen vom rauen Klima der Schwäbischen Alb. Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei 800 bis 900 mm, die mittlere Jahrestemperatur bei 8 Grad Celsius, der Wind weht vorwiegend von West bis Süd. „Schwületage“ sind eher selten: 4-6 Tage sind normal, in der Rheinebene sind es 14 Tage. Allerdings sind Frosttage recht häufig: Zwischen 130 und 150 Tage kann es im Jahr geben (zum Vergleich: Freiburg durchschnittlich 49, Stuttgart 88).

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Trossingen als Alamannendorf

„Trossinger Leier“, gefunden in alamannischer Grabstätte

Trossingen befindet sich auf einem Gebiet, das die Alamannen um 260 für sich eroberten. Es handelt sich um eines der Kerngebiete des alamannischen Herzogtums, das 748 dem Machtbereich der fränkischen Könige angegliedert wurde. Zeugnis der alamannischen Siedlungsgeschichte gibt das 2002 gefundene Trossinger Leiergrab.[4] Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 797, in einer Urkunde des Klosters St. Gallen. Im 9. Jahrhundert entstanden die Siedlungen Sontheim, T(h)alhausen und Hangendenhausen, die später wieder abgingen. Im späten Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrmals, wie Verträge zwischen dem Kloster Reichenau und der Reichsstadt Rottweil belegen. Aus dem 13. Jahrhundert berichten Geschichtsbücher von den Maiern von Trossingen, die als ritterliche Dienstleute des Klosters arbeiteten, bis sich Mitte des 15. Jahrhunderts ihre wirtschaftliche Grundlage immer weiter verschlechterte und viele (um ihren Lebensstandard besorgt) Schulden machten oder Besitz verkauften.

1444 kam Trossingen zum Stabsamt Tuttlingen und damit zu Württemberg. 1534 wurde in Trossingen, wie im ganzen Herzogtum Württemberg, die Reformation eingeführt. Der Ort war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts rein evangelisch. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Trossingen in zwei Raubzügen der Villinger völlig niedergebrannt. Viele Menschen starben in diesen Jahren und so schrumpfte die Einwohnerzahl auf nur noch 150 Einwohner im Jahre 1648. Doch auch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis 1714 wurden die Trossinger leidgeprüft, als immer wieder Durchmärsche französischer, österreichischer und bayrischer Truppen mit Plünderungen stattfanden. 1743 bis 1746 wurde eine neue evangelische Kirche gebaut, die erst seit 1933 „Martin-Luther-Kirche“ genannt wird. War Trossingen anfangs bäuerlich geprägt, so gab es bereits im 18. Jahrhundert Handwerker, wie Töpfer, Schuhmacher, Schreiner und Schneider.

[Bearbeiten] Die Entwicklung zur Musikstadt

Die Mundharmonika machte Trossingen zur Musikstadt

1827 brachte der Nachbar („das Uhrenmännle“) von Christian Messner (Auch „Zeug-Christe“ genannt, weil dieser Zeugmacher war), die erste Mundharmonika von Wien nach Trossingen. Christian Messner baute die Harmonika 1830 nach und wurde der erste „Bläslemacher“. Er gilt deshalb als Begründer der Trossinger Harmonika-Industrie. 1857 gründete Matthias Hohner sein eigenes Unternehmen, das später als Matth. Hohner AG weltbekannt wurde. Neben Messner und Hohner gründeten auch Andreas Koch, Christian Weiß 1855 und einige mehr weitere Harmonikafabriken, die Jahrzehnte später von Hohner übernommen wurden. Ab den 1880er Jahren setzte eine rasante wirtschaftliche Entwicklung ein. Trossingen wurde weltweit Mittelpunkt der Harmonika-Industrie.

[Bearbeiten] Das 20. Jahrhundert

Trossingen 1903

1911 wurde der „älteste Trossinger“ ausgegraben, nämlich der erste Saurier, der rund 200 Millionen Jahre alt ist. 1932/33 folgten weitere Ausgrabungen. 1912 gründete der spätere NSDAP-Ortsgruppenleiter Fritz Kiehn die „Efka-Werke“, die vor allem Zigarettenpapier produzierten. 1927, anlässlich der 100-Jahr-Feier der Harmonika-Industrie, erfolgte die Verleihung der Stadtrechte. Trossingen hatte zu dieser Zeit knapp 6000 Einwohner, die Harmonika-Industrie hatte ihre Blüte erreicht und beschäftigte vor dem Zweiten Weltkrieg rund 5000 Arbeiter in Trossingen und in einem ausgedehnten Filialsystem in der Baar und auf dem Heuberg. Die Harmonika-Industrie hatte eine äußerst dominante Stellung im Wirtschaftsleben der Stadt, ohne Hohners Zustimmung konnten Schultheiße und Bürgermeister vieles nicht durchsetzen. Jährlich nahmen mehr als 20 Millionen Mundharmonikas und tausende Akkordeons ihren Weg in alle Welt.

Auch Trossingen hatte unter dem Zweiten Weltkrieg stark zu leiden. Über 400 gefallene und vermisste Soldaten sind zu beklagen. Außerdem gab es 1945 im Februar und im April Luftangriffe. Der Einmarsch der französischen Truppen erfolgte am 21. April 1945. Die schlechte Ernährungslage und die strengen Nachkriegswinter machten den Trossingern besonders zu schaffen. Vor diesem Hintergrund stellte die Aufnahme von rund 1.800 Vertriebenen und Flüchtlingen aus dem deutschen Osten eine besondere Herausforderung dar. In den folgenden Jahren entstanden rund um die Stadt mehrere Neubaugebiete.

[Bearbeiten] Nach dem Zweiten Weltkrieg

Als Vorgängerin der heutigen Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen erhielt 1946 das im Krieg nach Trossingen ausgelagerte „Staatliche Hochschulinstitut für Musikerziehung an der Universität Heidelberg“ die Bezeichnung „Staatliches Hochschulinstitut für Musikerziehung Trossingen“. Weitere musikalische Institutionen wurden in den folgenden Jahren in Trossingen eingerichtet. Als wichtigste im Laienmusikbereich wurde Anfang der 1970er Jahre die „Bundesakademie für musikalische Jugendbildung“ errichtet. Trossingen kann sich zurecht mit dem Titel „weltbekannte Musikstadt“ schmücken.

Die 1950er Jahre brachten auch für Trossingen das Wirtschaftswunder. Zahlreiche bedeutende Bauwerke und Einrichtungen entstanden in diesen Jahren: das Freibad (1952), das Kreiskrankenhaus (1953), das Dr. Karl-Hohner-Bürgerheim (1955), das Johannes-Brenz-Gemeindehaus (1956), die Fritz-Kiehn-Sporthalle (1957), das Dr.-Ernst-Hohner-Konzerthaus (1960) und die Löhrschule (1961). Höhepunkt der 1950er Jahre und der Hohner-Firmengeschichte ist (1957) das Jubiläum „100 Jahre Hohner“. Im neuen Schulzentrum wurde 1967 das Progymnasium zur Vollanstalt ausgebaut, 1974 entstand die neue Realschule.

Umstritten ist nach wie vor die Beziehung der Stadt Trossingen zu ihrem Ehrenbürger Fritz Kiehn, der im Dritten Reich Unternehmen arisierte und zu einer Schlüsselfigur der NSDAP-Propaganda im südlichen Württemberg aufstieg. 1953 wurde er mit großer Mehrheit in den Gemeinderat gewählt und ihm zwei Jahre darauf die 1945 aberkannte Ehrenbürgerwürde wieder zuerkannt. Heute tragen noch die Sporthalle und ein Platz seinen Namen.

[Bearbeiten] Neuere Geschichte

1970, als im Land die Kreisreform zur Debatte stand, entschied sich in einer Bürgeranhörung nur eine sehr knappe Mehrheit der Trossinger (1540 zu 1509 Stimmen) für ein Verbleiben im Landkreis Tuttlingen. Die Alternative wäre ein Wechsel in den neugeschaffenen Schwarzwald-Baar-Kreis gewesen. Im Rahmen der Gemeindereform erfolgte 1971 die freiwillige Eingemeindung von Schura nach Trossingen.

Trossingen hatte in den 1970er Jahren einige Verluste zu erleiden. Es schlossen die Berufsschule und das Kreiskrankenhaus, für das das Nachsorgekrankenhaus Bethel ein Ersatz ist. Die ebenfalls in den 1970er Jahren drohende Gefahr einer Giftmülldeponie bei Durchhausen, in unmittelbarer Nähe des Stadtteiles Schura, konnte abgewendet werden. 1977 wurde mit dem Heimatmuseum „Auberlehaus“ noch einmal ein Glanzstück geschaffen. In der Stadtmitte wurde die Musikhochschule durch Neubauten in bislang vier Bauabschnitten (1978 bis 2006) neben dem historischen „Hohner-Areal“ ein dominierender Faktor. Durch den Zuzug von zahlreichen Aussiedlern, vor allem aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion und aus Rumänien, stieg die Einwohnerzahl stark an.

Früher Fabrikgebäude, heute Veranstaltungsort: Kulturfabrik Kesselhaus

1995/1996 verließ die Matth. Hohner AG das alte Firmengelände in der Stadtmitte und bezog einen Neubau im Industriegebiet. Die Zahl der Beschäftigten ging seit den 1970er Jahren durch den Niedergang der Harmonika-Industrie stetig zurück. Ein Großteil der alten Fabrikgebäude wurde abgerissen. Der hohe Fabrikschornstein, ein Wahrzeichen der Stadt, wurde gesprengt. 1996 feierte die Evangelische Kirchengemeinde das 250-jährige Bestehen ihrer Martin-Luther-Kirche, und 1997 feierte die ganze Stadt „1200 Jahre Trossingen“. In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts erhielt Trossingens Zentrum ein neues Gesicht, da das ehemalige Hohner-Gelände neu gestaltet wurde und auch der Marktplatz und die Hauptstraße umgestaltet werden sollten. Außerdem dehnte sich die Stadt durch neue Wohngebiete im Norden weiter aus. Im Sommer 2006 war Trossingen aufgrund eines schlimmen Hagelunwetters international in den Nachrichten: Hagelkörner von etwa 10 cm Durchmesser forderten zahlreiche Verletzte und richten Sachschäden in dreistelliger Millionenhöhe an.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Die Gemeinde Schura wurde am 1. Dezember 1971 nach Trossingen eingemeindet. Die Eingemeindung der Gemeinde Talheim erfolgte am 1. Januar 1975.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1816 und 2006.

Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1816 1.665 1955 8.930
1880 2.649 1965 10.524
1890 2.951 1975 12.102
1900 3.681 1985 11.264
1910 5.146 1995 14.507
1927 5.794 2003 15.006
1935 6.285 2005 15.153
1945 7.483 2006 15.223

[Bearbeiten] Politik

Trossinger Rathaus

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat hat zurzeit 22 Sitze und wird in direkter Wahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Als süddeutsche Besonderheit hat der Wähler die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens. Im aktuellen Gemeinderat stellt die CDU die stärkste Fraktion. Die nächste Gemeinderatswahl ist am 7. Juni 2009. Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 wie folgt zusammen:

[Bearbeiten] Bürgermeister

An der Spitze der Stadtverwaltung und gleichzeitig Vorsitzender des Gemeinderats ist der Bürgermeister. Er wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Seit 1. Juli 2007 ist Clemens Maier (parteilos), der im ersten Wahlgang mit 83,2 % der abgegebenen Stimmen gewählt wurde, Bürgermeister der Musikstadt.

Bis 1930 war die Amtsbezeichnung des Bürgermeisters „Schultheiß“.

  • 1886-1913: Jakob Koch (Schultheiß)
  • 1913-1928: Ernst Haller (ab 1927 „Stadtschultheiß“)
  • 1928-1934: Walter Bärlin
  • 1934-1945: Emil Kienzle (ab 1942 Soldat, Vertretung: Christian Messner)
  • 1945-1952: Hans Neipp
  • 1952-1970: Rudolf Maschke
  • 1970-1994: Heinz Mecherlein
  • 1994-2007: Lothar Wölfle
  • seit 2007: Clemens Maier

[Bearbeiten] Wappen

Wappen von Trossingen

Die Stadt Trossingen führt ein Wappen gemäß nachstehender Beschreibung:

„In Gold (Gelb) ein schwarzer Adler mit goldenem (gelbem) Brustschild, darin drei schwarze Hirschstangen übereinander.“

Der Adler stammt eigentlich aus dem Wappen des Weilers Thalhausen der ursprünglich zur freien Reichsstadt Rottweil gehörte, später von Trossingen übernommen wurde dann aber abgegangen ist. Die drei Hirschstangen dokumentieren die Zugehörigkeit des Kernortes zu Württemberg.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Die Stadt pflegt offiziell drei Städtepartnerschaften. Die längste besteht mit der nur etwas größeren französischen Stadt Cluses in Hochsavoyen. Als Folge der seit 1974 sehr intensiv gepflegten Partnerschaft, der einige Schüleraustausche vorausgingen, wurde der Stadt 1985 die Ehrenfahne des Europarats und 1994 die Ehrenplakette verliehen.

Auch bei Beaverton im Bundesstaat Oregon/USA verhält es sich so, dass erfolgreiche Schüleraustausche 1993 zu einer Städtepartnerschaft führen.

Seit 1997 besteht eine Städtepartnerschaft mit Windhoek. Diese ist auf Georg Quandt zurückzuführen, der das afrikanische Land jahrelang privat besuchte und sich entschied, auch Hilfe dort anzubieten. Er konnte Kontakte zu den höchsten Stellen in Windhoek knüpfen und ist derzeit Honorarkonsul der Botschaft der Republik Namibia in Deutschland. In Windhoek trägt eine Straße den Namen „Trossinger Straße“.

[Bearbeiten] Patenschaften

1974 übernahm die Stadt Trossingen die Patenschaft für das im selben Jahr in Dienst gestellte Unterseeboot U22 vom 3. U-Bootgeschwader in Eckernförde/Ostsee. 2002 übernahm Trossingen die Patenschaft für die 3. Kompanie des Versorgungsbataillons der Deutsch-Französischen Brigade.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Trossingen liegt an der Deutschen Uhrenstraße.

[Bearbeiten] Religion

In der Stadt hat der Protestantismus eine lange Tradition (siehe Trossingen als Alemannendorf). Mit Johannes Spreter war hier auch ein bedeutender Reformator im 16. Jahrhundert beheimatet. 1935 wird die katholische Kirche St. Theresia eingeweiht. Heute sind etwa 44 % der Trossinger protestantisch und rund 28 % katholisch.

[Bearbeiten] Museen

Drei Museen von z. T. überregionaler Bedeutung befinden sich in der Stadt. Das Deutsche Harmonikamuseum hat die umfangreichste Sammlung von Mund- und Handharmonikas im Land. Im Auberlehaus befindet sich eines der schönsten und größten Museen der Region - unter anderem ist es ein Zweigmuseum des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart. Die bedeutenden Sammlungen des Museums Auberlehaus sind derzeit nicht zu besichtigen, da das Gebäude grundlegend saniert werden muss und daher bis auf Weiteres geschlossen bleiben wird. Eine Eröffnung ist für den Spätherbst 2010 avisiert und wird dann unter einem Dach auch das Deutsche Harmonikamuseum mit einbeziehen.

Im Eisenbahnmuseum kann man sich über die weltweit einzigartige Geschichte der Trossinger Eisenbahn informieren, u. a. ist der Fuhrpark der Baujahre 1898, 1902, 1938, 1956 und 1968 zu sehen. Die Museumsbahn T1 gehört zu den ältesten noch betriebsfähigen elektrischen Eisenbahnen der Welt.

[Bearbeiten] Funde und Ausgrabungen

  • Reste von 55 Plateosaurus engelhardti, 2 Schildkröten Proganochelys quenstedti sowie Muscheln und Ammoniten werden ab 1911 in und um Trossingen gefunden und begründen den Ruhm Trossingens als einer der größten Dinosaurierfriedhöfe dieser Erde. (siehe auch Museum Auberlehaus).
  • Spuren einer (seltenen) zweiteiligen Keltischen Viereckschanze sind in Trossingen zu sehen.
  • Neben der unweit gelegenen Gemeinde Oberflacht gilt Trossingen als eine bedeutende Fundstätten für Nassholzfunde, denn aufgrund der tonigen Lehmböden sind alamannische Grabeinbauten und -beigaben außerordentlich gut erhalten. Im Jahr 2002 kann so die bislang einzige vollständig erhaltene und beschnitzte Leier aus dem 6. Jahrhundert geborgen werden. Die Originalfunde werden im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz und zum Teil auch im Museum Auberlehaus gezeigt.

[Bearbeiten] Bauwerke

Das Trossinger Türmle

Als eine Art Wahrzeichen der Stadt gilt das Türmle, ein Überbleibsel einer mittelalterlichen Kirche an der Ernst-Haller-Straße. Das stattliche Rathaus wurde 1904 erbaut und hat eine eindrucksvolle Fassade mit Jugendstil-Elementen. Seit 1960 befindet sich in Trossingen das über die Region hinaus bekannte Dr.-Ernst-Hohner-Konzerthaus. Das „Alten Rat- und Schulhaus“, im Kern aus dem Jahre 1522 und damit der älteste erhaltene Profanbau der Stadt, wurde 1989 von einer Bürgerinitiative vor dem Abriss bewahrt und von dieser denkmalgerecht saniert. Das Kesselhaus, Teil des sog. „Hohner-Areals“, dem ehemaligen Produktionsmittelpunkt der Matth. Hohner AG in der Stadtmitte, ist seit einigen Jahren „Kulturfabrik“ für Musik, Kabarett, Kleinkunst und Theater. Die übrigen vom Abriss in den 1990er Jahren verschont gebliebenen Bauten des „Hohner-Areals“ sind z.T. bereits in privater und gewerblicher Initiative saniert worden (Bau AA, A, B, C). Das ehemalige Maschinen- und Kesselhaus wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats April 2004“ ernannt. Die Sanierung des beeindruckenden „Bau V“ (bislang bereits z.T. als Ausstellungsraum des Kunstvereins Trossingen und des Dt. Harmonikamuseums genutzt) durch einen Investor ist 2008 in die Umsetzungsphase getreten, so dass insgesamt ein bemerkenswerter zentraler städtebaulicher Komplex mit Mischnutzung (Wohnen, Kultur, Bildung, Gewerbe) entsteht. Bau AA, A und C sowie „Altes Rat- und Schulhaus“ sind zwei von insgesamt fünf Projekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Landkreis Tuttlingen.

Die Martin-Luther-Kirche ist die älteste Kirche der Stadt (erbaut 1743 - 1746 auf Fundamenten früherer Kirchen). Die mittelalterliche Kirche hieß „Marienkirche“, ab 1927 wurde sie „Stadtkirche“ genannt, und 1933 erhielt sie anlässlich des 450. Geburtstages des Reformators Martin Luther dessen Namen. Im Chor der Kirche herrschen barocke Farben und Stilelemente vor, die bei der Renovierung 1973/74 wieder freigelegt wurden. Im Langhaus dominieren seit der Renovierung von 1927 Stilelemente des Expressionismus. Außerdem geben der Kirche zahlreiche farbige Fenster aus dem 20. Jahrhundert das Gepräge, geschaffen von Rudolf Yelin d.Ä. und Rudolf Yelin d.J., gestiftet von der Fabrikantenfamilie Hohner. Der markante Zwiebelturm stammt aus dem Jahre 1756.

[Bearbeiten] Parks

Der Gaugersee zwischen Trossingen und Schura

Am Stadtrand, zwischen Trossingen und Schura gelegen, befindet sich das Naherholungsgebiet Gauger. Es besteht u. a. aus einem kleinen See, Gastronomie, zahlreichen Spazier- und Wanderwegen und einem Wildgehege.

[Bearbeiten] Freizeit

Zu den besonderen Freizeitangeboten zählen eine Stadtbibliothek mit rund 27000 Medien, ein Stadion und ein kommunales Kino. Eine Stock-Car-Rennstrecke in der Teufelsgurgel lockt immer wieder zahlreiche Motorsportfreunde aus Nah und Fern an. Seit dem 23. Juli 2005 gibt es zudem das Naturbad Troase, ein künstlich angelegtes, naturnahes Freibad, das ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt. Es entstand nicht zuletzt durch das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürger, die nicht hinnehmen wollten, dass Trossingen nach der notwendigen Schließung des alten Freibads ohne Schwimmmöglichkeit im Sommer war.

Bilder von der Einweihung:
Blick über den Erlebnisbereich mit Kieselstrand und Sprunginsel
Blick vom Matschbach über den Kinderbereich

[Bearbeiten] Traditionen

  • Trossinger Morgensupp
Bei der Trossinger Morgensupp handelt es sich nicht um eine deftige Mahlzeit als vielmehr um ein Viertel Württemberger Wein (Anm.: meist rot) und frischen „Häpfekranz“ (Hefekranz). Wenn er besonders gut schmecken soll, wird er mit viel „Zibeebe“ (Rosinen) gebacken.
  • Trossinger Heimatlied
Zu festlichen Anlässen wird gelegentlich auch das Trossinger Heimatlied (J. Zepf/Fr. Jöde) gesungen, eine „Lokalhymne“ auf die Stadt und die Baar.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Trossinger Pfingstmarkt: 1828 wird dieses Volksfest durch ein königliches Dekret erstmals zugelassen. Es wird am Freitag vor Pfingstsonntag mit einem kurzen ökumenischen Gottesdienst auf dem Markt eröffnet und dauert bis zum Dienstag nach Pfingstmontag an. Jedes Jahr strömen Tausende von Besucher aus Nah und Fern in die Innenstadt, um zu kaufen, zu feiern oder die Vergnügungsangebote auf dem Rummelplatz zu nutzen.
  • Kilbemarkt (Kilbemärt): Dieser Krämermarkt findet um Kirchweih statt und wurde 1978 eingeführt.
  • Internationaler Summertime Duathlon (12 Austragungen bis 2007)
  • Kesselhaustreiben: Dieses Festival für Kleinkunst, Kabarett, Theater und Musik findet immer im Sommer statt und bietet schwerpunktmäßig regionalen Künstlern eine Bühne.
  • Blues-Fabrik Trossingen ist ein jährliches Festival, das auch Workshops rund um das Thema Blues anbietet. Die Veranstaltung findet auf einem ehemaligen Fabrikgelände, dem Kesselhaus statt. Die Mundharmonika spielt bei diesem Festival eine besondere Rolle, da Trossingen durch die Firma Hohner als Harmonikastadt bekannt ist.
Zahlreiche Blues-Größen aus dem In-und Ausland waren seit Beginn im Jahr 2002 dabei, u.a. Abi Wallenstein, B. B. & The Blues Shacks, Steve Baker (GB), Toots Thielemans, Joe Filisko (USA), Carlos Del Junco (CAN), Brendan Power (NZ/GB) und Louisiana Red.
Die Blues-Fabrik findet immer im Spätsommer/Frühherbst statt, und wird von der Stadt veranstaltet.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Ringzug im Bahnhof Trossingen Stadt

Trossingen liegt innerhalb eines Dreiecks, das von den Bundesstraßen 14, 27 und 523 gebildet wird und die Städte Tuttlingen, Rottweil und Villingen-Schwenningen verbindet. Allerdings ist die Ausschilderung Trossingens in der Region relativ spärlich, insbesondere in den Landkreisen Rottweil und Schwarzwald-Baar, die beide an die Stadt grenzen. So findet sich z. B. aus Richtung Rottweil kommend erst ca. 4 km vor Trossingen der erste Hinweis auf die Stadt.

Rund 4 km westlich von Trossingen befindet sich die Autobahnausfahrt Villingen-Schwenningen (BAB 81). Trossingen liegt an der Deutschen Uhrenstraße und ist Anfangs- bzw. Endpunkt der Schwäbischen Albstraße.

Trossingen ist bequem per Bahn zu erreichen. Um einen Eisenbahnanschluss zu bekommen, bauten Bürger Ende des 19. Jahrhunderts eine rund 4 km lange Bahnstrecke vom Ortskern zur Bahnstrecke Rottweil–Villingen. Im Jahre 1898 eröffnet, war diese Bahn eine der ersten elektrischen Eisenbahnen in Württemberg. Sie fuhr bis im Jahr 2003 im Regelbetrieb als Trossinger Eisenbahn, betrieben von der Stadt Trossingen.

Mittlerweile ist die Strecke Bestandteil des Ringzug-Konzepts, das viele Orte in der Region mit S-Bahn-ähnlichem Angebot verbindet; etwa 40-mal am Tag steuern die Züge Trossingen an.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Stadt ist das Trossinger Musikinstrumenten-Unternehmen „Hohner“. Sie wurde 1857 von Matthias Hohner gegründet, hat im Laufe des letzten Jahrhunderts mehrere andere Harmonikafabriken übernommen und in ihrer Blütezeit bis zu 5000 Arbeitnehmer beschäftigt. Hohner hat weltweite Bedeutung durch die Herstellung von Mundharmonikas und Akkordeons errungen. Heute liegt die Zahl der Beschäftigten unter 200. Zu den größeren Arbeitgebern in der Stadt gehören außerdem:

  • die Imperial Tobacco EFKA GmbH & Co. KG, die auf Papierverarbeitung und das Herstellen von Zigarettenhülsen spezialisiert ist
  • TR Electronic (Drehgeber und Lineargeber)
  • Walter Straßenbau KG (Straßen-, Tief- und Kanalbau)
  • Ritzi GmbH (Displays und Shopsysteme)
  • Haas Schleifmaschinen GmbH
  • Held GmbH Maschinenbau

Etwa jeder fünfte Arbeitsplatz in Trossingen hängt mit der Musik zusammen.

[Bearbeiten] Medien

Seit 1896 erscheint (mit Unterbrechung im Dritten Reich) die Trossinger Zeitung, damals als eigenständiges Blatt, seit 1961 als Lokalausgabe der Schwäbischen Zeitung. Der Zeitungstitel ist geblieben. Die Lokalausgabe des Schwarzwälder Boten wurde 2004 eingestellt (im Gegenzug verzichtete die Schwäbische Zeitung auf ihre Rottweiler und Schramberger Lokalredaktionen). In der Schwenninger Ausgabe der Südwest-Presse (Die Neckarquelle), die mit der Trossinger Zeitung kooperiert, ist eine tägliche Seite für Nachrichten aus Trossingen reserviert.

Trossingen liegt ferner im offiziellen Zuständigkeitsgebiet folgender regionaler/lokaler Hörfunksender: Radio Neckarburg, Radio 7 und SWR4 BW Radio Südbaden (mit dem Subregionalfenster „Radio Schwarzwald-Baar-Heuberg“). Da aber Trossingen und einige andere Städte historisch betrachtet württembergisch sind, sendet auch SWR4 Radio Tübingen (inoffiziell) für dieses Gebiet. Seit Februar 2006 gibt es auch Regionalfernsehen: REGIO TV Euro 3 sendet auch für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

[Bearbeiten] Konsulate

Als Partnerstadt von Windhoek (siehe Städtepartnerschaften) beherbergt Trossingen ein Honorarkonsulat der Republik Namibia. Honorarkonsul ist der ehemalige Trossinger Bankvorstand Georg Quandt.

[Bearbeiten] Bildung

In Trossingen sind alle Bildungseinrichtungen von der Grundschule bis zur Hochschule vorhanden. Aus der großen Tradition der Harmonikaindustrie gingen zahlreiche musikalische Einrichtungen hervor, an ihrer Spitze die Staatliche Hochschule für Musik Trossingen. Mit ihr zusammen begründen das Hohnerkonservatorium (eine Fachschule für Harmonikalehrer), die Bundesakademie für musikalische Jugendbildung, das Dr. Ernst Hohner Konzerthaus und die Jugendmusikschule Trossingens Ruf als Musikstadt. Auch der Deutsche Harmonika-Verband hat seinen Sitz in dieser Stadt, er wurde hier 1931 gegründet.

Zudem sind drei Grundschulen (Friedensschule, Rosenschule und die Grundschule im Stadtteil Schura), eine Hauptschule (Löhrschule) mit Werkrealschule, eine Förderschule (Solwegschule), eine Schule für Erziehungshilfe (Schule des Lebens), eine Realschule und ein Gymnasium (mit drei Bildungsprofilen: naturwissenschaftlich, sprachlich und musisch) vorhanden. Die einst eigenständige Volkshochschule ist heute Außenstelle der VHS Tuttlingen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • 1924 Kommerzienrat Jakob Hohner, * 2. April 1861, † 22. Februar 1946, Harmonikafabrikant, ältester Sohn des Unternehmensgründers Matthias Hohner
  • 1928 Ernst Haller, * 1879, † 1961, 1913 - 1928 Schultheiß (1927 Stadtschultheiß)
  • 1935 Fritz Kiehn, 15. Oktober 1885, † 1. September 1980, Fabrikant (Efka-Werke), Stadtrat, 1932 - 1945 Reichstagsabgeordneter, Inhaber zahlreicher Ämter und Funktionen im Dritten Reich (1945 Ehrenbürgerrecht aberkannt, ab 1955 wieder als Ehrenbürger bezeichnet, im Jahr 2000 wird die Aberkennung von 1945 bestätigt.)
  • 1946 Professor Ernst Hohner, * 28. Juni 1886, † 16. Oktober 1965, Harmonikafabrikant, Stadtrat (1. Beigeordneter), Enkel des Unternehmensgründers
  • 1952 Karl Hohner, * 21. Dezember 1891, † 1971, Harmonikafabrikant, Enkel des Unternehmensgründers
  • 1967 Hans Lenz, * 12. Juli 1907, † 28. August 1968, Stadtrat, 1953 - 1967 MdB (FDP), 1961 - 1962 Bundesschatzminister, 1962 - 1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung
  • 1968 Dipl.-Ing. Matthias Hohner, * 20. August 1898, † 27. Dezember 1978, Harmonikafabrikant, Enkel des Unternehmensgründers
  • 1970 Rudolf Maschke, * 27. März 1904, † 4. Januar 1979, 1952 - 1970 Bürgermeister, „Baumeister der Stadt“
  • 1987 Fritz Trümper, * 5. Januar 1902, † 1989, Rektor, Stadtrat, jahrzehntelang Leiter der Volkshochschule
  • 1987 Engelhard Walter, * 22. April 1914, † 1990, Bauunternehmer, Stadtrat (Bürgermeister-Stellvertreter)
  • 1987 Georg Schmid, * 26. Juni 1914, Betriebsratsvorsitzender, Stadtrat
Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister aus Trossingen spielt die kleinste Mundharmonika der Welt

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

  • Johannes Spreter, * kurz vor 1500, † 1547, der Reformator von Trossingen
  • Christian Messner, * 1. November 1805, † 13. Dezember 1874, Harmonikafabrikant, Begründer der Trossinger Harmonika-Industrie (1827)
  • Matthias Hohner, * 12. Dezember 1833, † 11. Dezember 1902, Harmonikafabrikant, Gründer des gleichnamigen Unternehmens (1857), die sich zur größten Harmonikafabrik der Welt entwickelte
  • Karl Demetz, * 1909, † 1986, Tier- und Landschaftsmaler
  • Herbert Walz, * 7. November 1915, † 23. Januar 2002, Schriftsteller und Heimatdichter
  • Emil Kiess, * 1930, Bildender Künstler
  • Hans Trümper, * 15. November 1937, Studiendirektor i. R., seit 1975 Stadtrat (CDU), seit 1979 Kreisrat, seit 1980 Erster Bürgermeister-Stellvertreter, Initiator der Städtepartnerschaft Trossingen - Cluses (Frankreich)
  • Gerhard Neipp, * 1939, Industriemanager, in den 90-er Jahren Vorstandsvorsitzender der Ruhrkohle AG in Essen
  • Ernst Pfister, * 28. April 1947, Politiker, seit 1980 MdL (FDP), seit 2004 Wirtschaftsminister und 2004 - 2006 stellv. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
  • Ernst Burgbacher * 28. Mai 1949, Politiker (FDP), seit 1998 MdB, seit 2002 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.
  • Gaby Hauptmann, * 15. Mai 1957, freie Journalistin, Filmemacherin und Autorin
  • Eberhard Rees, * 28. April 1908 in Trossingen, gestorben 2. April 1998 in DeLand, Florida, USA. Raketenspezialist und von 1970 bis 1973 Direktor des Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, USA.
  • Elisabeth Büchle *26. Juni 1969, Autorin

[Bearbeiten] Literatur

  • Häffner, Martin: Trossingen - Vom Alemannendorf zur Musikstadt. Stadtbuch-Verlag Lienhard & Junge, Trossingen 1997
  • Neipp, Volker: Wa die aalde Trossinger gschwädzd ond bruddled haud - Trossinger Wortschatz, Trossingen 1991, Eigenverlag Arbeits- und Förderkreis Trossinger Heimatmuseum e.V.
  • Neipp, Volker: Trossingen - Gesichter unserer Stadt. Sutton Verlag GmbH, Erfurt 1999, ISBN 3-89702-154-4
  • Neipp, Volker: Fotoalbum der Musikstadt Trossingen. Sutton Verlag GmbH, Erfurt 2006, ISBN 3-86680-058-4
  • Neipp, Volker, Mit Schrauben und Bolzen auf den Mond - Das unglaubliche Lebenswerk von Dr. Eberhard F.M. Rees Springer Druckerei und Verlag, Trossingen 2008, ISBN 978-3-9802675-7-1
  • Koch, Ruth: Erinnerungen an Grossmutter Koch Springer Druckerei und Verlag, Trossingen 2007. Es handelt sich um die Erinnerungen an die Harmonikadynastie Andreas Koch.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Hauptsatzung der Stadt Trossingen in der Fassung vom 7. März 2005
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 664–666
  4. Alamannen im Blick. Ausstellung im Museum. In: Südkurier vom 14. Juli 2008

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Trossingen – Bilder, Videos und Audiodateien
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