Kabel eins
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Senderlogo | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Kabel, Satellit, DVB-T & IPTV |
| Länder: | Deutschland, Österreich & Schweiz |
| Eigentümer: | ProSiebenSat.1 Media AG |
| Geschäftsführer: | Guido Bolten |
| Sendebeginn: | 29. Februar 1992 |
| Rechtsform: | Privatrechtlich |
| Programmtyp: | Vollprogramm |
| Homepage: | www.kabeleins.de |
| Liste der Fernsehsender | |
Das Programm kabel eins ist ein privater Fernsehsender der ProSiebenSat.1-Senderfamilie. Das deutschsprachige Vollprogramm hatte seinen Sendestart am 29. Februar 1992 und ging aus den Vorgängerprogrammen Kabel 1 und Der Kabelkanal hervor.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Allgemeine Informationen
Das Programm von kabel eins besteht schwerpunktmäßig aus Spielfilmen und Fernsehserien sowie eigen- und auftragsproduzierten Unterhaltungsformaten mit täglichen Nachrichten, Reportage-Magazinen und Dokumentationssendungen. Weiterhin enthält das Programm Sendungen von Kultur bis Wissenschaft über Unterhaltung und richtet sich auch an ältere Zielgruppen. Der Sender erhielt seine Sendelizenzen durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien. Der aktuelle Genehmigungszeitraum läuft am 29. Dezember 2012 aus.[1]
[Bearbeiten] Senderlogos
[Bearbeiten] Entstehung und Geschichte
Am 29. Februar 1992 um 10:15 Uhr ging Der Kabelkanal als ein Unterhaltungs-Spartensender auf Sendung. Die erste Sendung war der britische Spielfilm Ein neuer Geist auf Schloss Rathbarney (Happy ever after, 1954) mit David Niven. Werbeslogan des Senders war „gute Unterhaltung im Kabelkanal“; beim dazugehörigen Clip wurde ein von Explosionen und Gewalt im Fernsehen gestörter Zuschauer gezeigt, der dann den Kabelkanal mit seinem „sauberen“ Programm entdeckt und sich entspannt. Tatsächlich bestand das Programm des Kabelkanals anfangs in erster Linie aus älteren Filmen. Der Sender wollte sich so von dem reißerischen Programm anderer Privatsender abgrenzen. Der Kabelkanal konnte zu diesem Zeitpunkt exklusiv über die Kabelanschlüsse der Deutschen Telekom empfangen werden. Der Sender sendete zwar über den Satelliten Eutelsat, allerdings wurde schon wenige Monate nach Sendestart das Sendeformat in D2-MAC geändert und kurz darauf auch mittels des Verschlüsselungsverfahrens EuroCrypt codiert. Mit dem Kabelkanal wollte die Deutsche Telekom, die damals Alleineigner der großen Kabelnetze war, ihr Angebot gegenüber dem damals stark anwachsenden Satellitendirektempfang attraktiver machen. Der Kabelkanal war ein Joint-Venture zwischen der Kirch-Gruppe und der Deutschen Telekom, die meist alten Programmbestandteile (Filme, Serien) stammten aus dem Fernseharchiv des Filmhändlers Leo Kirch. Erst später war auch der unverschlüsselte Empfang über den Satelliten (Astra) möglich. ProSieben, damals ein Unternehmen der Kirch-Gruppe, war zu dieser Zeit mit 45 Prozent am Kabelkanal beteiligt.
Am 24. Dezember 1994 wurde aus dem Kabelkanal der Sender Kabel 1. Seit dem 7. April 1995 ist Kabel 1 auf dem Satelliten Astra 1a aufgeschaltet, und ab diesem Zeitpunkt konnte man diesen europaweit unverschlüsselt empfangen. Nach und nach wurde das Programm ausgebaut, und man sendete vom 14. Juli 1997 an mit der Lizenz eines Vollprogramms. Kabel 1 ist heute eine hundertprozentige Tochter der ProSiebenSat.1 Media AG.
Zwischenzeitlich musste das Kabel-1-Logo aufgrund einer Klage der ARD umgestaltet werden. Die ARD setzte sich vor Gericht mit der Auffassung durch, dass das Erscheinungsbild der im Kabelsymbol eingeschlossenen „1“ zu Verwechselungen mit dem Logo des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Das Erste führen könne. Vorsichtshalber wurde die „1“ aus dem Logo entfernt; übrig blieb ein „Stummel“ direkt in der Mitte des Signets. Nach langjährigem Rechtsstreit wurde im Oktober 1998 die Klage der ARD in allen Punkten endgültig abgewiesen, und das Logo bekam seine „1“ – gekoppelt mit einem umfassenden On-Screen-Redesign – zurück.
1999 erweiterte Kabel 1 sein Angebot um weitere Informationssendungen. So startete damals die Abenteuer-Reihe mit den Magazinen Abenteuer Auto und Abenteuer Leben und das Magazin Challenge.
Am 28. März 2005 wurde der Sendername in kabel eins abgeändert, Logo und Erscheinungsbild änderten sich erneut. Am 1. Juni 2006 startete der Pay-TV-Ableger kabel eins classics. Am 11. Februar 2008 startete Sender mit einem neuen Slogan („echt kabel eins“) und einem neuen Design[2], während kabel eins classics seine auf dem alten Logo basierende Gestaltung behielt.
[Bearbeiten] Geschäftsführer
- P. T. McLoughlin (1992)
- Karlheinz Jungbeck (1992–1996)
- Dr. Ludwig Bauer (1996–1997)
- Nicolas Paalzow (1997–2000)
- Andreas Bartl (2000–2006)
- Guido Bolten (seit 10. Januar 2006)
[Bearbeiten] Sendungen
Siehe Liste der kabel-eins-Sendungen
[Bearbeiten] Marktanteile
Kabel eins erzielte in den Jahren 1995 bis heute nachfolgende Marktanteile der werberelevanten Altersgruppe von 14 - 49 Jahren. Dabei verzeichnete der Sender im Jahr 2007 sein bestes Sendejahr. Dies gelang vor allem durch die Ausstrahlung von Serien- und Spielfilmklassikern, aber auch mit Reportage- und Dokumentationssendungen.
| 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,5 % | 4,1 % | 4,8 % | 4,7 % | 5,3 % | 5,4 % | 5,2 % | 5,0 % | 4,9 % | 5,2 % | 5,5 % | 5,4 % | 5,6 % | - |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.blm.de/inter/de/pub/radio___tv/tv_programme/sender/kabel_1_.cfm
- ↑ http://www.presseportal.de/pm/7841/1125687/kabel_eins
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage P7S1 Media AG
- Homepage kabel eins
- Website von kabel eins Schweiz
- Homepage kabel eins CLASSICS
- kabel eins Teletext
Deutschland: ProSieben | Sat.1 | kabel eins | N24 | 9Live
Österreich: ProSieben Austria | Sat.1 Österreich | kabel eins austria | Puls 4
Schweiz: ProSieben Schweiz | Sat.1 Schweiz | kabel eins Schweiz
Dänemark: Kanal 4 | Kanal 5 | The Voice TV | SBS Net
Niederlande: NET 5 | SBS 6 | Veronica
Pay-TV: Sat.1 Comedy | kabel eins classics
USA und Kanada: ProSiebenSat.1 Welt
Video on Demand: Maxdome

