Kartitsch

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Kartitsch
Wappen von Kartitsch
Kartitsch (Österreich)
Kartitsch
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Lienz
Kfz-Kennzeichen: LZ
Fläche: 58,91 km²
Koordinaten: 46° 44′ N, 12° 30′ O46.72583333333312.4991666666671353Koordinaten: 46° 43′ 33″ N, 12° 29′ 57″ O
Höhe: 1353 m ü. A.
Einwohner: 823 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 14 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9941
Vorwahl: 04848
Gemeindekennziffer: 7 07 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 80
9941 Kartitsch
Website: www.kartitsch.at
Politik
Bürgermeister: Josef Außerlechner (Tiroler Bauernbund)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
4 Zukunft Kartitsch,
3 Arbeiter und Angestellte in Kartitsch,
3 Tiroler Bauernbund,
1 Tiroler Wirtschaftsbund/Wirtschaft+Tourismus
Lage der Gemeinde Kartitsch im Bezirk Lienz
Abfaltersbach Ainet Amlach Anras Assling Außervillgraten Dölsach Gaimberg Heinfels Hopfgarten in Defereggen Innervillgraten Iselsberg-Stronach Kals am Großglockner Kartitsch Lavant Leisach Lienz Matrei in Osttirol Nikolsdorf Nußdorf-Debant Oberlienz Obertilliach Prägraten am Großvenediger St. Jakob in Defereggen St. Johann im Walde St. Veit in Defereggen Schlaiten Sillian Strassen Thurn Tristach Untertilliach Virgen Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Kartitsch im Bezirk Lienz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Kartitsch

Kartitsch ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Lienz (Osttirol) im Bundesland Tirol mit 823 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Kartitsch liegt im Tiroler Gailtal, dem am höchsten gelegenen aller Osttiroler Täler, zwischen der Einmündung in das Pustertal (über eine Geländestufe) und dem 1525 m hoch gelegenen Kartitscher Sattel. Richtung Osten schließt sich das Lesachtal an. Das Gemeindegebiet von Kartitsch wird im Norden von den westlichen Ausläufern der Lienzer Dolomiten und im Süden von den Karnischen Alpen, auf deren Gebirgskamm auch gleichzeitig die Staatsgrenze zu Italien verläuft, umrahmt. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich hauptsächlich auf Terrassen beiderseits des Gailbaches.

Gliederung[Bearbeiten]

Hollbruck, 1360 m, Ortsteil der Gemeinde Kartitsch, aus Norden in Blickrichtung Karnischer Kamm

Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortschaften Hollbruck und Kartitsch.

Weitere Ortslagen sind Außerlerch, Äußerst, Birgl, Erschbaum, Hinteregg, Hubertushütte, Innerlerch, Kanter, Kartitsch-Boden, Neuwinkl, Obstanser See, Prinz-Heinrich-Kapelle, Rauchenbach, Schuster, St. Oswald, Standschützenhütte, Sulzenbach, Tscharrhütte, Walcher, Wiese und Winkl.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kartitsch grenzt an die Gemeinden Abfaltersbach, Anras, Comelico Superiore (IT),Heinfels, Obertilliach, San Nicolò di Comelico (IT), Sexten (Südtirol, IT), Sillian und Strassen.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein steigender goldener Halbmond. Begründung: Das Wappen erinnert an das älteste siegel- und wappenführende Geschlecht der Gemeinde, die Wiser von Kartitsch. 1465 verlieh Kaiser Friedrich III. Hans und Jakob Wiser das Wappen mit der Mondsichel.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

2013 lebten in der Gemeinde Kartitsch 822 Menschen, womit Kartitsch im unteren Mittelfeld der 33 Osttiroler Gemeinden lag. Ende 2001 waren 98,3 Prozent der Bevölkerung österreichische Staatsbürger (Tirol: 90,6 Prozent), bis zum Jahresbeginn 2013 sank der Wert unbedeutend auf 97,4 Prozent. Insgesamt wurden 2013 in der Gemeinde lediglich 21 Ausländer gezählt, die alle aus Europa bzw. fast ausschließlich aus den EU-Staaten stammten. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 2001 98,4 Prozent der Einwohner (Tirol: 83,4 Prozent), vier Menschen waren evangelisch, keine Person hatte kein religiöses Bekenntnis.[1]

Der Altersdurchschnitt der Gemeindebevölkerung lag 2001 über dem Landesdurchschnitt. 18,1 Prozent der Einwohner von Kartitsch waren jünger als 15 Jahre (Tirol: 18,4 Prozent), 57,2 Prozent zwischen 15 und 59 Jahre alt (Tirol: 63,0 Prozent). Der Anteil der Einwohner über 59 Jahre lag mit 24,7 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt von 18,6 Prozent. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung von Kartitsch stieg in der Folge weiter an. Der Anteil der unter 15-jährigen sank per 1. Jänner 2013 auf 14,1 Prozent, während sich der Anteil der Menschen zwischen 15 und 59 Jahren auf 61,7 Prozent erhöhte. Der Anteil der über 59-jährigen sank hingegen leicht auf 24,2 Prozent. Nach dem Familienstand waren 2001 50,9 Prozent der Einwohner von Kartitsch ledig, 42,7 Prozent verheiratet, 5,8 Prozent verwitwet und 0,6 Prozent geschieden.[1][2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kartitsch verzeichnete zwischen dem späten 19. Jahrhundert und der Mitte des 20. Jahrhunderts im Vergleich mit dem Bezirk Lienz ein durchschnittliches Wachstum, wenngleich das Wachstum deutlich unter dem Landesdurchschnitt lag. Bis in die 1920er Jahre verzeichnete Kartitsch keinen eindeutigen Wachstumstrend, vielmehr wechselten sich mehrmals Bevölkerungsanstiege mit Bevölkerungsverlusten von Volkszählung zu Volkszählung ab. Erst ab den 1920er Jahren setzte ein längeres Wachstum ein, das bis zum Beginn der 1950er Jahre anhielt. Bei der Volkszählung im Jahr 1951 wurde schließlich mit 1.059 Einwohnern der bisherige Höchststand gemessen. In der Folge sank die Einwohnerzahl jedoch und stagnierte im Anschluss zwischen 1961 und 1981, bevor in den 1980er Jahren neuerlich ein starker Abwärtstrend einsetzte. Zuletzt hatte die Einwohnerzahl wieder den Wert der Zwischenkriegszeit erreicht. Kartitsch leidet bereits seit Jahrzehnten unter einer stark negativen Wanderungsbilanz, jedoch konnte dieses Bevölkerungsminus zwischen 1971 und 1981 durch eine positive Geburtenbilanz noch ausgeglichen werden. Danach verstärkte sich die Abwanderung jedoch, sodass zwischen 1981 und 2001 auch die Einwohnerzahl zurückging. Seit 2002 verzeichnete die Gemeinde in jedem Jahr eine negative Wanderungsbilanz, hinzu kam eine nur noch schwach positive bzw. bereits teilweise negative Geburtenbilanz in diesen Jahren.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Arbeitsstätten und Beschäftigte[Bearbeiten]

Kartitsch beherbergt lediglich Kleinbetriebe und wies 2001 keine Arbeitsstätte mit mehr als zwanzig Beschäftigten auf. Die im Rahmen der Volkszählung durchgeführte Arbeitsstättenzählung ergab 2001 in Kartitsch 42 Arbeitsstätten mit 110 Beschäftigten (ohne Landwirtschaft), wobei 70 Prozent unselbstständig Beschäftigte waren. Die Anzahl der Arbeitsstätten war dabei gegenüber dem Jahr 1991 um sechs (minus 13 Prozent) gesunken, die Anzahl der Beschäftigten um 10 Personen (minus 8 Prozent) zurückgegangen. Wichtigster Wirtschaftszweig war 2001 das Beherbergungs- und Gaststättenwesen mit 20 Arbeitsstätten und 38 Beschäftigten (35 Prozent der Beschäftigten in Kartitsch). Dahinter folgten der Handel mit drei Arbeitsstätten und 17 Beschäftigten sowie das Verkehrswesen mit zwei Arbeitsstätten mit 15 Beschäftigten und die Sachgütererzeugung mit drei Arbeitsstätten und 14 Mitarbeitern. 31 Prozent der in Kartitsch Beschäftigten waren Angestellte oder Beamte, 39 Prozent Arbeiter und 26 % Betriebsinhaber.[1] Als Betriebe sind neben den Tourismusbetrieben insbesondere ein Sägewerk, ein Lebensmittelgeschäft, eine Bank, Bus- und Taxiunternehmen bzw. Frächter sowie Tischler und ein Erdbewegungsunternehmen zu nennen.[3]

Von den in Kartitsch 2010 lebenden 383 Erwerbspersonen waren 9,2 % arbeitslos. Von den 357 Erwerbstätigen waren 79 in der Sachgütererzeugung (22 Prozent),50 in der Land- und Forstwirtschaft (14 Prozent) im Bauwesen (15 Prozent) und 45 in der Öffentlichen Verwaltung (13 Prozent) beschäftigt. Weitere wichtige Branchen waren der Handel mit 41 Beschäftigten (12 Prozent) und das Bauwesen mit 29 Beschäftigten (8 Prozent). Von den 350 Erwerbstätigen aus Kartitsch (ohne temporär von der Arbeit abwesende Personen erwerbstätigen Einwohnern) gingen 2010 126 Personen in Kartitsch ihrer Beschäftigung nach. 224 mussten zur Arbeit auspendeln. Von den Auspendlern hatten 71 Prozent ihre Arbeitsstätte im Bezirk Lienz, wichtigste Auspendlergemeinden waren dabei Heinfels, die Bezirkshauptstadt Lienz und Sillian, wo insgesamt 49 % der Auspendler arbeiteten. Weitere 19 Prozent pendelten nach Nordtirol, 6 Prozent ein anderes Bundesland aus. Zehn der Einwohner mussten ins Ausland auspendeln. Im Gegenzug arbeiteten 2010 nur 28 Einpendler in Kartitsch, die überwiegend aus dem Bezirk stammten.[1]

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Statistik wies für die Gemeinde Kartitsch 2010 118 land- und forstwirtschaftliche Betriebe aus. Darunter befanden sich 23 Haupterwerbsbetriebe, 75 Nebenerwerbsbetriebe sowie je zehn Betriebe von Personengemeinschaften bzw. juristischen Personen. Die Gesamtbetriebszahl war dabei gegenüber 1999 um 11 Betriebe bzw. 9 Prozent gesunken, wobei zwei Haupterwerbsbetriebe verloren gingen. Gemeinsam bewirtschafteten die Betriebe 2010 insgesamt 5.595 Hektar Fläche, wobei 20 Prozent der Fläche von Vollerwerbsbauern, 34 Prozent von Nebenerwerbslandwirten und 44 Prozent von Betrieben mit juristischen Personen bewirtschaftet wurden.[1]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus in Kartitsch hat für die Gemeinde eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung und stellt die relative Mehrheit der Arbeitsplätze in der Gemeinde. Auch gemessen am Bezirksdurchschnitt liegt die Tourismusintensität (Übernachtungen je Einwohner) weit über dem Durchschnitt Osttirols, wobei die Tourismusintensität im Winter doppelt und im Sommer rund 2,5 mal so hoch ist wie der Bezirksdurchschnitt. So konnte die Gemeinde im Tourismusjahr 2011/12 rund 69.000 Übernachtungen zählen. Im Sommerhalbjahr 2012 verzeichnete Kartitsch 41.812, im Winterhalbjahr 2012/13 26.853 Übernachtungen. Seit der Jahrtausendwende haben sich die Nächtigungszahlen im Sommer um 14 % reduziert, im Winter sanken sie um 23 %. Von den Übernachtungen im Sommer 2012 entfielen 35 % auf Deutsche, 30 % auf Italiener, 27 % auf Österreicher und je 2 % auf Niederländer und Belgier.[4]Im Winter 2011 wurde für Kartitsch 800 Gästebetten ausgewiesen.[5]

Heute gehört die Gemeinde wie alle übrigen Osttiroler Gemeinden zum Tourismusverband Osttirol, wobei Kartitsch in der "Ferienregion Hochpustertal" organisiert ist. In der Gemeinde bestehen vier Drei-Sterne-Hotels, ein weiteres Hotel, sowie verschiedene Pensionen, Privatvermieter und Anbieter von Ferienwohnungen. Wintersportlern stehen in der Gemeinde ein Skigebiet mit zwei Skiliften, eine Eisstockbahn und ein Eislaufplatz, eine Langlaufloipe sowie zwei Rodelbahnen zur Verfügung. In der Sommersaison können Sportler einen Minigolfplatz, zwei Mountainbike-Strecken, einen Tennisplatz sowie die Wanderwege am Karnischen Höhenweg mit der Obstansersee-Hütte und der Filmoor-Standschützenhütte nutzen.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kartitsch wird verkehrstechnisch von der Gailtalstraße (B 111) erschlossen, die von Sillian im Pustertal bis ins Untere Kärntner Gailtal führt. Die Siedlungen der Gemeinde liegen dabei großteils an oder nahe der Gailtalstraße. Zur Erschließung des etwas abgelegenen Ortsteils Hollbruck dient die Hollbrucker Straße (L 328), die vom Ortsteil Aigen von der Gailtalstraße abzweigt und über die Ortsteile Schuster und Faschinghöfe bis zur Filialkirche Hollbruck führt. An das öffentliche Verkehrsnetz ist Kartitsch mittels Linienbussen der ÖBB-Postbus GmbH (Postbus) angebunden, deren Linie 4416 bis zu acht Mal pro Werktag Kartitsch über Panzendorf und Tassenbach in rund 13 Minuten Fahrzeit mit Sillian verbindet. Die Linie wird dabei über Untertilliach und Maria Luggau bis St. Lorenzen im Lesachtal geführt und hält in der Gemeinde Kartitsch acht Haltestellen ein. Der nächste Bahnanschluss befindet sich in Tassenbach (Drautalbahn).

Obertilliach ist eine von nur drei Gemeinden im Bezirk Lienz, die sich bis zur Jahrtausendwende nicht mit anderen Gemeinden zu einem Abwasserverband zusammengeschlossen hatte. Zudem existierte zu diesem Zeitpunkt lediglich eine 1974 in Betrieb genommene mechanische Kläranlage (Emscherbrunnen) in den Wiesen südlich des Ortsrandes von Obertilliach-Dorf. Die 254 zu diesem Zeitpunkt bestehenden, abwasserproduzierenden Objekte waren dabei lediglich zu 69 % an das Kanalnetz angeschlossen.[6] Der Abfall, der in der Gemeinde anfällt, wird über den Abfallwirtschaftsverband Osttirol (AWVO) entsorgt.

Sicherheit und Gesundheit[Bearbeiten]

Seit der Schließung des Polizeipostens Obertilliach wird die Gemeinde Kartitsch von der Polizeiinspektion Sillian betreut. Bezüglich des Gesundheitswesens ist Kartitsch gemeinsam mit den Gemeinden Außervillgraten, Innervillgraten, Sillian, Strassen, Heinfels, Obertilliach und Untertilliach im Sozialsprengel Osttiroler Oberland organisiert. Im Gesundheitssprengel werden beispielsweise Gesundheitsleistungen wie Alten- und Pflegehilfe, Heim- und Haushaltshilfe, Palliativpflege und Familienhilfe organisiert.[7] Zum Arztbesuch müssen die Einwohner nach Sillian pendeln, das nächste Krankenhaus ist das Bezirkskrankenhaus Lienz. Die Freiwillige Feuerwehr Kartitsch bestand bereits im Juli 1897 als Feuerwache mit "Löschordnung" und einer Stärke von 44 Mann. Die eigentliche Gründung der "Freiwilligen Gemeindefeuerwehr Kartitsch" erfolgte jedoch am 19 November 1899, womit die FF Kartitsch die 24. Feuerwehr des Bezirksverbandes Lienz wurde. 1909 gründete die FF Kartitsch einen eigenen Löschzug im Ortsteil St. Oswald, wobei beide Züge mit einer Spritze ausgestattet waren. 1928 folgte der Ankauf der ersten Motorspritze, 1930 die Errichtung eines Schlauchturms am Ortseingang von Kartitsch, 1936 das Anlegen eines Löschwasserspeichers und eines kleinen Feuerwehrhauses in St. Oswald. 1946 kaufte die FF Kartitsch erstmals ein Fahrzeug an, 1949 gründete sie die selbstständige Löschgruppe Rauchenbach und 1955 eine zweite selbstständige Löschgruppe in Hollbruck. Unter Kommandant Josef Lusser begann ab 1958 die Technisierung und Modernisierung der Feuerwehr. Er leitete den Ankauf von mehreren Spritzen ein, ließ 1976 einen Löschwasserbehälter in Hollbruck bauen und kaufte 1968 erstmals einen Tankwagen an. Die Feuerwehr selbst übersiedelte 1967 vom Schulhaus ins Gemeindehaus, wobei die Räumlichkeiten 1977 erweitert wurden. Das heutige Feuerwehrhaus wurde 1989 gemeinsam mit einem neuen Kleinlöschfahrzeug eingeweiht. Auch die selbstständige Löschgruppe Hollbruck erhielt 1994 ein neues Feuerwehrhaus, 1998 folgte die Einweihung des Feuerwehrhauses in Rauchenbach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kartitsch

In Kartitsch befinden sich 13 denkmalgeschützte, unbewegliche Objekte, wobei insbesondere sakrale Bauwerke unter Schutz stehen. Die Pfarrkirche St. Leonhard ist eine 1479 vollendete, gotische Kirche mit mächtigem Hochaltar aus den Jahren 1761-1763. Sie wurde 1830 spätklassizistisch umgestaltet. Die Kirche zu 'Unserer lieben Frau' in Hollbruck ist eine zwischen 1680 und 1685 erbaute Pfarr- und Wallfahrtskirche. Sie ist eines der einheitlichsten Werke in der Umgebung aus dem Ende des Frühbarocks. Hervorzuheben sind die Stuckrahmen aus der Werkstätte des Gallus Apeller in Innsbruck, ausgeführt von Georg Holzmeister. Die Kirche befindet sich im Ortsteil Hollbruck. Darüber hinaus besteht mit der Filialkirche St. Oswald eine weitere große Kirche. Es handelt sich dabei um eine ungegliederte, gotische Filialkirche mit polygonalem Chor und angebautem Turm mit hohem Spitzhelm. Im Inneren besitzt das einschiffige Langhaus Seccomalereien aus dem 17. Jahrhundert, Sterngewölbe und eine qualitätsvolle, barocke Inneneinrichtung. Weitere denkmalgeschützte Objekte sind die Pfarrhöfe in Kartitsch und Hollbruck, verschiedene Kapellen sowie der Kreuzweg in Hollbruck und drei Kriegerfriedhöfe für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Statistik Austria Gemeindedaten von Kartitsch
  2. Landesstatistik Tirol (VZ 2001) (PDF; 4,1 MB)
  3. Anton Goller; Anton Kofler: Kartitsch. In: Katholischer Tiroler Lehrerverein (Hrsg): Bezirkskunde Osttirol. S. 243-248
  4. Amt der Tiroler Landesregierung, Tiroler Landesstatistik
  5. Landesstatistik Tirol (PDF; 717 kB): Tirol. Daten 2012
  6. Land Tirol, Abwasserentsorgung im Bezirk Lienz (PDF; 7,2 MB)
  7. Sozialsprengel Osttiroler Oberland

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kartitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien