Assling

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Dieser Artikel behandelt den Ort Assling in Österreich, für Assling in Slowenien siehe Jesenice, für Aßling in Oberbayern siehe Aßling.
Assling
Wappen von Assling
Assling (Österreich)
Assling
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Lienz
Kfz-Kennzeichen: LZ
Fläche: 98,94 km²
Koordinaten: 46° 47′ N, 12° 38′ O46.78638888888912.6411111111111128Koordinaten: 46° 47′ 11″ N, 12° 38′ 28″ O
Höhe: 1128 m ü. A.
Einwohner: 1.824 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 18 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9911
Vorwahl: 04855
Gemeindekennziffer: 7 07 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterassling 28
9911 Assling
Website: www.assling.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Schneider (Dörfergemeinschaft)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
6 Dörfergemeinschaft,
5 Miteinander-Füreinander
4 Gemeinschaftsliste Bauern und Arbeiter
Lage der Gemeinde Assling im Bezirk Lienz
Abfaltersbach Ainet Amlach Anras Assling Außervillgraten Dölsach Gaimberg Heinfels Hopfgarten in Defereggen Innervillgraten Iselsberg-Stronach Kals am Großglockner Kartitsch Lavant Leisach Lienz Matrei in Osttirol Nikolsdorf Nußdorf-Debant Oberlienz Obertilliach Prägraten am Großvenediger St. Jakob in Defereggen St. Johann im Walde St. Veit in Defereggen Schlaiten Sillian Strassen Thurn Tristach Untertilliach Virgen Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Assling im Bezirk Lienz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Assling ist eine Gemeinde mit 1824 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Lienz (Osttirol) des Bundeslandes Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Assling liegt im Osttiroler Teil des Pustertals zwischen den Gemeinden Leisach und Anras. Das Gemeindegebiet erstreckt sich dabei auf beide Talseiten des Pustertals, bewohnt ist jedoch nur der Nordteil an der Pustertaler Höhenstraße und der enge Talabschnitt der Drau.

Katastralgemeinden in Assling
Name Größe (ha)
Bannberg 887,48
Burg-Vergein 1.589,01
Dörfl 411,42
Kosten 1.133,85
Oberaßling 1.588,16
Penzendorf 1.346,55
Schrottendorf 835,08
Thal 944,56
Unteraßling 1.157,71

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Katastralgemeinden sind Bannberg, Burg-Vergein, Dörfl, Kosten, Oberassling, Penzendorf, Schrottendorf, Thal, Unterassling.

Ortsteile sind Bannberg, Bichl, Burg, Dörfl, Herol, Klausen, Kosten, Mittewald, Oberassling, Oberthal, Penzendorf, St. Justina, Schrottendorf, Thal-Aue, Thal-Römerweg, Thal-Wilfern, Unterassling, Vergein.

Der Ortsteil Thal hat eine Station der Pustertalbahn. In Assling konnten sich mehrere Betriebe ansiedeln, daneben ist es eine Auspendlergemeinde hauptsächlich in das nahe gelegene Lienz.

Assling ist am Pustertaler Höhenweg gelegen, der parallel zur Bundesstraße einige hundert Meter über dem Tal von Leisach nach Abfaltersbach verläuft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Anras, Hopfgarten in Defereggen, Leisach, Lienz, Oberlienz, Obertilliach, Schlaiten, Untertilliach

Geschichte[Bearbeiten]

1030 wurde Assling erstmals urkundlich erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2001 2.084
1991 2.085
1981 2.192
1971 2.166

Quelle: Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria 2007 sind es 1982 Einwohner. 2008 sind es 1945 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten]

Im Jahr 1969 wurde Assling das Gemeindewappen verliehen. In Silber und Rot gespalten mit je einer abgewendeten Sichel in verwechselten Farben. Die Sicheln deuten auf den ehemals reichen Kornbau hin.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

2012 lebten in der Gemeinde Assling 1.881 Menschen. Gemessen an der Einwohnerzahl war Assling zu diesem Zeitpunkt die siebtgrößte Gemeinde der 33 Gemeinden im Bezirk Lienz. Nach der Volkszählung 2001 waren 97,4 % der Bevölkerung österreichische Staatsbürger (Tirol: 90,6 %), bis zum Jahresbeginn 2012 stieg der Wert nur unbedeutend auf 97,9 %. Von den 39 Ausländern stammten 90 % aus Europa und 79 % aus den EU-Ländern. Von der Bevölkerung waren 2012 nur 3,1 % im Ausland geboren, wobei 81% der nicht in Österreich geborenen Einwohner aus den EU-Mitgliedsstaaten stammte. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 2001 97,6 % der Einwohner (Tirol: 83,4 %), je 0,5 % hatten kein religiöses Bekenntnis oder waren evangelisch.[1]

Der Altersdurchschnitt der Gemeindebevölkerung lag 2001 in etwa im Landesdurchschnitt. 19,4 % der Einwohner von Obertilliach waren jünger als 15 Jahre (Tirol: 18,4 %), 59,2 % zwischen 15 und 59 Jahre alt (Tirol: 63,0 %). Der Anteil der Einwohner über 59 Jahre lag mit 21,4 % leicht über dem Landesdurchschnitt von 18,6 %. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung von Assling stieg in der Folge deutlich. Der Anteil der unter 15-jährigen sank per 1. Jänner 2012 auf 15,7 %, während der Anteil der Menschen zwischen 15 und 59 Jahren auf 63,5 % nach oben ging. Der Anteil der über 59-jährigen sank hingegen leicht auf 20,8 %. Nach dem Familienstand waren 2001 52,2 % der Einwohner von Assling ledig, 40,9 % verheiratet, 5,1 % verwitwet und 1,8 % geschieden.[1][2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl von Assling verlief seit dem späten 19. Jahrhundert verglichen mit dem Bezirk Lienz bzw. dem Land Tirol stark unterdurchschnittlich. Zwar erfolgte die Einwohnerentwicklung von 1869 bis in die 1930er Jahre parallel zum Bezirk Lienz, danach wuchs die Gemeindebevölkerung jedoch in weit geringerem Maß und ging zuletzt markant zurück. Nachdem sich die Bevölkerungszahl zwischen 1869 und 1923 kaum verändert hatte und nur leicht um 5 % gestiegen war, begann ab den 1930er Jahren ein stetiges Wachstum, das jedoch unter dem Bezirksschnitt lag. So erhöhte sich die Einwohnerzahl zwischen 1951 und 1981 um 17 % und erreicht mit 2.192 Personen 1981 einen Höchststand. Nach Bevölkerungsverlusten in den 1980er Jahren stagnierte die Einwohnerzahl von Assling bis zur Jahrtausendwende, seitdem verlor Assling rund 14 % seiner Einwohner. Während die Geburtenbilanz der Gemeinde seit 2002 bis auf zwei Jahre immer positiv ausfiel, verlor die Gemeinde auf Grund einer stark negativen Wanderungsbilanz jedes Jahr im Schnitt 22 Einwohner.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Arbeitsstätten und Beschäftigte[Bearbeiten]

Die im Rahmen der Volkszählung durchgeführte Arbeitsstättenzählung ergab 2001 in Assling 57 Arbeitsstätten mit 364 Beschäftigten (ohne Landwirtschaft), wobei 88 % unselbständig Beschäftigte waren. Die Anzahl der Arbeitsstätten war dabei gegenüber dem Jahr 1991 um drei Betriebe (plus 6 %) gestiegen, die Anzahl der Beschäftigten um 68 Personen (23 %) gewachsen. Wichtigster Wirtschaftszweig war 2001 die Sachgütererzeugung mit elf Betrieben und 170 Beschäftigten (47 % der Beschäftigten in Assling). Dahinter folgten der Handel bzw. die Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern mit sieben Arbeitsstätten und 36 Beschäftigten sowie das Bauwesen mit sechs Arbeitsstätten und 35 Beschäftigten (je 10 %). In Assling befanden sich fünf Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten, wobei insbesondere die holzverarbeitenden Betriebe wie Tischlereien und das Sägewerk eine wichtige Stütze der Asslinger Wirtschaft sind. Die Gemeinde verfügt in Thal-Wilfern über ein Gewerbegebiet an der B 100.

Von den 856 erwerbstätigen Einwohnern aus Assling gingen 2001 354 Personen in Assling ihrer Beschäftigung nach. 502 mussten zur Arbeit auspendeln. Von den Auspendlern hatten 45 % ihre Arbeitsstätte im benachbarten Ballungszentrum Lienz. Weitere 25 % hatten im übrigen Bezirksgebiet eine Arbeitsstelle gefunden, weitere 20 bzw. 10 % pendelten nach Nordtirol oder in ein anderes Bundesland, einer der Einwohner musste gar ins Ausland auspendeln. Im Gegenzug pendelten 227 Menschen nach Assling zur Arbeit ein, wobei 88 % der Einpendler aus dem Bezirk stammten und sich darunter insbesondere Einwohner von Anras und Lienz befanden. [1]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus in Assling hat für die Gemeinde eine geringe wirtschaftliche Bedeutung und deutlich geringere Nächtigungszahlen als andere Osttiroler Gemeinden. Assling konnte im Tourismusjahr 2011/12 rund 14.000 Übernachtung zählen. Im Sommerhalbjahr 2012 verzeichnete Assling 11.545, im Winterhalbjahr 2011/12 2.747 Übernachtungen. Sowohl für die Wintersaison, als auch für die Sommersaison verzeichnete Assling dabei seit der Jahrtausendwende leicht steigende Nächtigungszahlen. Die Tourismusintensität (Nächtigungen pro Einwohner) gehörte dabei sowohl im Sommer als auch im Winter zu den niedrigsten im Bezirk Lienz.[3] Die geringen Nächtigungszahlen spiegeln sich auch in den Unterkunftstypen in der Gemeinde wider. So steht kein Hotel zur Verfügung, sondern lediglich Gasthöfe, Ferienwohnungen, Pensionen und Privatvermieter. Die Gemeinde gehört wie alle übrigen Osttiroler Gemeinden zum Tourismusverband Osttirol, wobei Assling in der „Ferienregion Lienzer Dolomiten“ organisiert ist.

An touristischer Infrastruktur verfügt die Gemeinde über das Freizeitzentrum ViTHAL, den Wildpark Assling, eine Sommerrodelbahn, Tennisplätze und den Erholungsgarten Vitalpinum. Zudem steht Bergsteigern ein verzweigtes Netz an Wanderwegen und Radfahrern der Drauradweg sowie Mountainbikern die Pustertaler Höhenstraße oder das Wilferner- und Kristeinertal zur Verfügung. Für den Wintertourismus verfügt Assling über eine Liftanlage, eine Loipe entlang der Drau, Naturrodelbahnen sowie Platz für Eisstockschützen. Zudem besteht die Möglichkeit von Schitouren.[4]

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Assling wird verkehrstechnisch von der Drautalstraße (B 100) erschlossen, die die Gemeinde mit Lienz im Osten und Sillian im Westen verbindet. Die auf den Sonnenterrassen des Pustertals gelegenen Ortschaften der Gemeinde werden zudem von der Pustertaler Höhenstraße (L 324) durchquert, die von der Nachbargemeinde Leisach über Bannberg, Unterassling und St. Justina nach Anras und Abfaltersbach führt. Des Weiteren bestehen zwei Verbindungsstraßen zwischen der Drautalstraße und der Pustertaler Höhenstraße. Dies sind einerseits die Asslinger Straße (L 359), die den Ortsteil Thal-Aue mit dem Ortsteil Oberthal an die Pustertaler Höhenstraße verbindet sowie die Sankt-Justina-Straße, die von Mittewald an der Drau nach Burg und Vergein führt. Neben diesen Landesstraßen verfügt die Gemeinde zudem über rund 60 km Gemeindestraßen. An das öffentliche Verkehrsnetz ist Assling mittels Stationen der Drautalbahn in Thal sowie Mittewald angeschlossen. Des Weiteren wird die Gemeinde durch Busse der Post AG von Lienz aus erschlossen.[5]

Assling gehört dem Abwasserverband Unteres Pustertal an, der zu 75 % im Besitz der Gemeinde Assling und zu 25 % im Besitz der Gemeinde Anras ist. Der Abwasserverband betreibt im Ortsteil Thal-Römerweg eine 1997 fertiggestellte vollbiologische Kläranlage, die neben den gesamten Abwässern der Gemeinde Assling auch die Ortsteile Mittewald, Ried, Raut und Wiesen der Gemeinde Anras reinigt. Bei einer Ausbaugröße für bis zu 4.200 Einwohnern arbeitet die Kläranlage als einstufige Belebtschlammanlage bestehend aus Feinrechen, Sand- und Fettfang, Belebungsbecken 1, Nachbelüftungsbecken, Belebungsbecken 2 und 3 und dem Nachklärbecken. Als Vorfluter dient die Drau. Die Kanalisierung der Gemeinde Assling wurde zwischen 1995 und 199 fertiggestellt. 2002 waren die 581 abwasserproduzierenden Objekte in Assling zu 91 % an die Kanalisation und die Kläranlage angeschlossen.[6][5]Der Abfall, der in der Gemeinde anfällt, wird über den Abfallwirtschaftsverband Osttirol (AWVO) entsorgt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Assling

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Assling wurden geboren:

Literatur[Bearbeiten]

  • Katholischer Tiroler Lehrerverein (Hrsg.): Bezirkskunde Osttirol. Innsbruck 2001, ISBN 3-7066-2267-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Assling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Statistik Austria Gemeindedaten von Assling
  2. Landesstatistik Tirol (VZ 2001) (PDF; 4,1 MB)
  3. Amt der Tiroler Landesregierung, Tiroler Landesstatistik
  4. Gemeinde Assling - Tourismus
  5. a b Katholischer Tiroler Lehrerverein: Bezirkskunde Osttirol S. 190-197
  6. Land Tirol, Abwasserentsorgung im Bezirk Lienz (PDF; 7,2 MB)