Anras

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Anras
Wappen von Anras
Anras (Österreich)
Anras
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Lienz
Kfz-Kennzeichen: LZ
Fläche: 62,06 km²
Koordinaten: 46° 46′ N, 12° 33′ O46.77253712.5568041261Koordinaten: 46° 46′ 21″ N, 12° 33′ 24″ O
Höhe: 1261 m ü. A.
Einwohner: 1.292 (1. Jän. 2013)
Postleitzahl: 9912
Vorwahl: 04846
Gemeindekennziffer: 7 07 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 33
9912 Anras
Website: www.anras.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Goller (Bäuerliche Bevölkerung und Jugend)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
5 Anraser Heimatliste
4 Wir für Anras
4 Bäuerliche Bevölkerung und Jugend
Lage der Gemeinde Anras im Bezirk Lienz
Abfaltersbach Ainet Amlach Anras Assling Außervillgraten Dölsach Gaimberg Heinfels Hopfgarten in Defereggen Innervillgraten Iselsberg-Stronach Kals am Großglockner Kartitsch Lavant Leisach Lienz Matrei in Osttirol Nikolsdorf Nußdorf-Debant Oberlienz Obertilliach Prägraten am Großvenediger St. Jakob in Defereggen St. Johann im Walde St. Veit in Defereggen Schlaiten Sillian Strassen Thurn Tristach Untertilliach Virgen Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Anras im Bezirk Lienz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Anras ist eine Gemeinde mit 1292 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Lienz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Lienz.

Das Gemeindegebiet liegt im Osttiroler Teil des Pustertals, das von der Drau durchflossen wird. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über beide Talseiten, die Besiedelung erstreckt sich jedoch hauptsächlich nördlich der Drau. Der Hauptort mit einigen Weilern liegt an der Pustertaler Höhenstraße, daneben gibt es noch Siedlungen am Talboden.

Der Ortsteil Mittewald an der Drau hat eine Haltestelle der Drautalbahn.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Das im mittleren Pustertal gelegene Gemeindegebiet von Anras reicht von den Bergen des Defereggengebirges bis zu den Ausläufern der Lienzer Dolomiten und vom Erlbach (Grenze gegen Abfaltersbach) bis zum Kristeinerbach (Grenze gegen Assling). Die Siedlungen liegen vorwiegend auf der sonnenseitigen Hochterrasse und im Talboden (zi Lande), nur ein Hof (Lechen) befindet sich auf der Schattseite über der Drau. Die Siedlungen sind weit verstreut:

  • im Tal:

Erlbrücke, Köden, Fontnell, Margarethenbrücke, Mittewald

  • in halber Höhe:

Gebreite, Rain, Planitzen

  • auf den Eiszeitterrassen:

Winkl, Asch, Goll mit Zare und Kollreid, Anras mit Kolls, Mairwiesen, Wiesen, Ober- und Unterried

Höfe in Extremlage befinden sich in Kobreil (1510 m) und Raut. Drei Katastralgemeinden, Asch-Winkl, Anras und Ried, bilden das Gemeindegebiet.

Die Haufendörfer Asch und Anras besaßen ursprünglich romanischen Charakter, das Dorf Asch wurde nach dem Großbrand 1894 fast zur Gänze neu errichtet.

Seit dem Zweiten Weltkrieg hat auch in Anras eine reiche Bautätigkeit eingesetzt. An die Zeit, als Anras noch die Kornkammer des Pustertales war, erinnern einige Kornkästen, die Getreideharpfen sind bereits zur Gänze verschwunden, die Bachmühlen wurden abgetragen, Brechelgruben finden sich auch kaum mehr.

An Hofformen gibt es den Paarhof, aber auch den Einhof, wo Feuerhaus und Wirtschaftsgebäude unter einem Dache sind.

Anras ist an der Pustertaler Höhenstraße gelegen, die parallel zur Bundesstraße einige hundert Meter über dem Tal von Leisach nach Abfaltersbach verläuft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Abfaltersbach, Assling, Außervillgraten, Hopfgarten in Defereggen, Kartitsch, Obertilliach

Klima[Bearbeiten]

Sonnige Mittelgebirgslage, eher niederschlagsarm.

Gewässer[Bearbeiten]

Erlbach, Margarethenbach und Kristeiner Bach entwässern mit ihren Nebenarmen die Sonnseite, während von den südlichen Bergen der Badbach, der Jochbach und der Griesbach ihre Wasser zur Drau führen. Noch im Almenbereich angesiedelt sind der Ascher See, der Anraser See und der Sichelsee.

Gebirge[Bearbeiten]

Von den Bergen im Norden ist der Gumriaul von Anras aus einzusehen, bekannt sind auch der etwas höhere Gölbner und die Arnhörner. Hausberge sind aber wohl der Spitzenstein, der Breitenstein, der dazwischenliegende Golzentipp und der Dorfberg im Süden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Anras

Im Ortskern befindet sich das Pfleggerichtshaus Schloss Anras, das ein Museum mit einer Dauerausstellung von Werken des Zeichners Paul Flora enthält. Neben Schloss Anras befindet sich die Kirche St. Stephanus.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde 1972 der Gemeinde verliehen und zeigt einen grünen Berg, davor ein weißes Lamm.

Bedeutende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Toni Kollreider, 1904–1980, aus Asch besuchte die Kunstgewerbeschule in Innsbruck und verbrachte ein äußerst bescheidenes Künstlerleben als Holzbildhauer in Anras. Vor allem seine leicht abstrahierten Krippen sind weithin verbreitet.
  • Sein Bruder Franz Kollreider war jahrzehntelang Kustos von Schloss Bruck in Lienz.
  • P. Franz Seraph Hattler, (1829–1907), Jesuit, war in der Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung sehr aktiv und verfasste einschlägige Schriften.
  • Florian Waldauf (Baldauf) Ritter von Waldenstein, geboren auf dem Balferhof zu Asch

Weblinks[Bearbeiten]