Sexten

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Sexten
(ital.:Sesto)
Wappen von Sexten
Sexten (Südtirol)
DEC
Sexten
Sexten
Lage von Sexten in Südtirol
Bezirksgemeinschaft Pustertal
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (VZ 2001 / 31.12.2004): 1906 / 1921
Sprachgruppen
laut Volkszählung 2001:
96,6 % deutsch
3,2 % italienisch
0,2 % ladinisch
Koordinaten 46° 40′ N, 12° 23′ O46.67277777777812.376388888889Koordinaten: 46° 40′ N, 12° 23′ O
Meereshöhe: 1.244 - 3.145 (Zentrum 1.310)
Fläche /
Dauersiedlungsraum:
80,9 / 5,3 km²
Fraktionen: Ausserberg, Kiniger, Mitterberg, Moos, Schmieden, Sextner Alm, Sextner Dolomiten, St.Veit
Nachbargemeinden: Auronzo di Cadore, Comelico Superiore, Innichen, Kartitsch (Osttirol), Sillian , Toblach
Partnerschaft mit:
Postleitzahl: 39030
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021092
Steuernummer: 00436290217
Politik
Bürgermeister (2005): Fritz Egarter

Sexten (ital. Sesto Pusteria) ist eine Gemeinde im östlichsten Teil von Südtirol mit etwa 2000 Einwohnern. Sie besteht aus dem Hauptort Sexten, nach dem Kirchenpatron auch St. Veit genannt, und dem etwa 2 km entfernten Ortsteil Moos am Eingang des malerischen Fischleintals (Val Fiscalina). Die Ortschaft liegt auf rund 1300 Meter Höhe im Sextental, dem zum Kreuzbergpass führenden Seitental des Pustertals, nahe bei Innichen und dem Toblacher Feld, wo die Drau entspringt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Sexten mit Blick gegen Norden auf den Helm (Berg)

Die Gemeinde grenzt im Norden unmittelbar an Osttirol in Österreich, den Grenzverlauf bilden die Karnischen Alpen mit dem markanten Helm (2.434 m). Im Süden liegen die Sextener Dolomiten und der gleichnamige Naturpark, in den man durch das Fischleintal oder das etwas weiter westliche gelegene Innerfeldtal (Val Campo di Dentro) gelangt. Über den Kreuzbergpass gelangt man nach Venetien. Höchster Punkt auf Gemeindegebiet ist mit 3.145 m die Dreischusterspitze.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die in St. Veit (Hauptort) stehende Kirche St. Peter und Paul zeigt Deckengemälde des Bozner Künstlers Albert Stolz. Am Friedhofseingang ist in einem Rundbau der Totentanz von Rudolf Stolz zu sehen. [1]

Rudolf Stolz ist auch das im Ortszentrum befindliche Rudolf-Stolz-Museum gewidmet. Es zeigt in zwei Schauräumen vorwiegend Planskizzen und Entwürfe zu den zahlreichen Fresken sowie Studien, Aquarelle und graphische Arbeiten.[2]

[Bearbeiten] Wappen

Seit 1972 führt die Gemeinde (verliehen per Landesdekret) ein Wappen, das nach historischem Vorbild auf blauem Schild die Drei Zinnen in weißer Farbe und auf dem Gipfel des mittleren eine schwarze Gämse zeigt.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter

Aus Sexten stammen auch eine Reihe von bekannten Bergführern und Bergsteigern, so

  • Franz Innerkofler (1834–1898)
  • Hans (Johann Jakob) Innerkofler (1833–1895)
  • Michel Innerkofler (1844–1888)
  • Sepp Innerkofler (1865–1915)

[Bearbeiten] Wirtschaft

Eine Sextener Bäckerei mit sechzig Mitarbeitern buk den offiziellen Fußballweltmeisterschaftskuchen zur WM in Deutschland 2006.

[Bearbeiten] Tourismus

Hohe Leist (La Lista) und Zwölferkofl (Croda dei Toni) der Sextener Sonnenuhr

Der Ort ist als Sommer- und Wintersportort bekannt, ferner durch seine Tiroler Krippen und Krippenschnitzer, die Nähe der romanischen Stiftskirche Innichen (8. Jahrhundert) und nicht zuletzt durch die „Sextener Sonnenuhr“ - gebildet aus fünf Dolomiten-Gipfeln: Neuner, Zehner (Sextener Rotwand), Elfer, Zwölfer und Einser. Der Zwölfer (3.094 m) liegt nahe beim Kletter-Paradies der Drei Zinnen.

In Sexten befindet sich auch die mit 16,5 m (inoffiziell) höchste Indoor-Kletterhalle Italiens, genannt Dolomitarena.

1983 war Sexten Austragungsort des Interski, dem wichtigsten Kongress für das Skilehrerwesen.

[Bearbeiten] Architekturpreis

Durch die Vereinigung Sexten Kultur wird der anerkannte Architekturpreises für Neues Bauen in den Alpen, verliehen. Nach den Jahren 1992, 1996 und 1999 wurde der Preis im September 2006 erneut vergeben (Preisträger 2006: Gion A. Caminada und Rainer Köberl & Astrid Tschapeller).

[Bearbeiten] Literatur

  • Rudolf Holzer: Sexten. Vom Bergbauerndorf zur Tourismusgemeinde. Tappeiner Verlag. 2000.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Baedeker: Reiseführer Südtirol, Seite 267
  2. http://www.provincia.bz.it/Museenfuehrer/deutsch/ausgabeseite.asp?ORGA_ID=681


[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Sexten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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