Kelsey Grammer

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Kelsey Grammer

Allen Kelsey Grammer (* 21. Februar 1955 auf Saint Thomas, Amerikanische Jungferninseln) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Grammers Karriere begann er als Broadway-Schauspieler mit Rollen in Macbeth und Othello, bevor er für Cheers gecastet wurde. Bekannt wurde Grammer vor allem durch die Rolle des Dr. Frasier Crane, den er zunächst von 1984 bis 1993 in der Fernsehserie Cheers verkörperte. Diese Figur erlangte in Cheers so große Beliebtheit, dass im Anschluss ein Spin-off mit dem Titel Frasier entstand, das von 1993 bis 2004 ausgestrahlt wurde. Die letzte Frasier-Folge lief in den USA am 13. Mai 2004 und wurde von 25,2 Millionen Zuschauern gesehen. Grammer spielte die Rolle des Frasier, die ihn weltberühmt machte, über zwanzig Jahre – der bislang längste Zeitraum, in dem ein amerikanischer Schauspieler kontinuierlich ein und dieselbe Rolle spielte (abgesehen von Darstellungen in Seifenopern). Er übertraf damit im Jahr 2004 den Rekord von James Arness, der die Figur des Marshal Matt Dillon in der US-Westernserie Rauchende Colts (engl. Gunsmoke) fast zwanzig Jahre lang verkörpert hatte.

Als Sprecher war Grammers Stimme unter anderem in den Originalfassungen der Animationsfilme Anastasia (1997) und Toy Story 2 (1999) sowie in der Zeichentrickserie The Simpsons zu hören, in der er die sporadisch auftretende Figur Tingel Tangel Bob (im Original Sideshow Bob) sprach. Einen musikalischen Beitrag zu Frasier lieferte Grammer als Interpret des Titelsongs. In den späteren Staffeln von Frasier führte Grammer bei vielen Episoden Regie und erhielt einen Credit als Executive Producer. Von 2004 bis 2011 war Grammer ausführender Produzent der Serie Medium – Nichts bleibt verborgen. In gleicher Funktion ist er seit 2006 an der Serie The Game beteiligt. Im Jahr 1995 erschien Grammers Autobiografie. Von Oktober 2011 bis Oktober 2012 spielte Grammer die Hauptrolle in der Fernsehserie Boss. In der britischen Sketch-Show Little Britain findet des Öfteren die nach ihm benannte fiktive „Kelsey Grammar School“ Erwähnung.

Synchronstimme[Bearbeiten]

In Deutschland wird Grammer seit Frasier meist von Frank-Otto Schenk synchronisiert. In der deutschsprachigen Fassung von Cheers lieh ihm Randolf Kronberg seine Stimme.

Privates[Bearbeiten]

Im Jahr 1975 wurde Kelsey Grammers knapp zwei Jahre jüngere Schwester Karen entführt, missbraucht und durch ein Messer an der Kehle verletzt. In dem Glauben, dass sie bereits tot sei, wurde sie an einem Straßenrand in Colorado Springs zurückgelassen. Der Tod trat jedoch laut Gerichtsmediziner erst später durch den entstandenen Blutverlust ein. Der damals 20-jährige Kelsey musste die Leiche seiner 18-jährigen Schwester identifizieren.[1]

Grammer ist Mitglied der Republikaner und war ein Unterstützer von George W. Bush, den er bei seiner Amtseinführung begleitete. Bei den Präsidentschaftswahlen 2008 unterstützte Grammer zunächst den ehemaligen Bürgermeister von New York Rudy Giuliani und nach dessen Aufgabe seiner Kandidatur den Senator John McCain. Ebenso unterstützte er 2012 den republikanischen Kandidaten Mitt Romney.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

Darsteller[Bearbeiten]

Regie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Grammer wurde insgesamt 14 Mal für einen Emmy Award nominiert, davon 13 Mal für seine Rolle als Dr. Frasier Crane in den Serien Cheers und Frasier sowie für einen Gastauftritt in derselben Rolle bei Überflieger. Er erhielt die Auszeichnung vier Mal für seine Rolle als Frasier in der gleichnamigen Serie und ein Mal für seine Mitwirkung als Gastsprecher bei den Simpsons als Sideshow Bob.[3]

Im Laufe seiner weiteren Arbeit erhielt Grammer außerdem drei Golden Globe Awards, zwei American Comedy Awards und einen People’s Choice Award.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kelsey Grammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frasier: „Harte Weihnachten für Kelsey Grammer“ abgerufen am 23. Dezember 2008
  2. http://www.politico.com/blogs/click/2012/08/kelsey-grammer-praises-mitt-romney-132603.html
  3. Suche nach Preisträgern des Emmy-Awards auf Emmys.tv, Suchwort “Kelsey Grammer” (Abgerufen am 10. Januar 2009)