Toy Story 2

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Filmdaten
Deutscher Titel Toy Story 2
Originaltitel Toy Story 2
Toy Story 2.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
JMK 0[1]
Stab
Regie John Lasseter
Drehbuch Rita Hsiao,
Andrew Stanton,
Doug Chamberlain,
Chris Webb
Produktion Karen Robert Jackson,
Helene Plotkin
Musik Randy Newman
Schnitt Edie Bleiman,
David Ian Salter,
Lee Unkrich
Synchronisation

Toy Story 2 aus dem Jahr 1999 ist die Fortsetzung von Toy Story von 1995 und wie sein Vorgänger ein komplett computeranimierter Trickfilm. Er wurde 2000 für einen Oscar in der Kategorie Bester Song für „When She Loved Me“ nominiert.

Handlung[Bearbeiten]

Als Andy ins Ferienlager fährt, sind seine Spielzeugfiguren auf sich gestellt. Sie beobachten, wie Andys Mutter einen Flohmarkt eröffnet, bei dem sie unter anderem Andys Puppen verkaufen möchte. Unter den Puppen ist allerdings auch der Pinguin Wheezy, mit dem sich der Cowboy Woody, Andys Lieblingsspielzeug, während dessen Abwesenheit angefreundet hat. Es folgt eine Rettungsaktion, um den von der Mutter mitgenommenen Wheezy zurückzuholen, bei der Woody sich Andys Hund als Fortbewegungsmittel bedient. Der Plan gelingt, doch als Woody den Pinguin zurück in das Zimmer bringen will, treffen sie auf dem Flohmarkt auf einen Mann, der gerade zufällig nach einer Figur sucht, die genauso aussieht wie Woody. Nachdem Andys Mutter den Verkauf von Woody unter allen Umständen ablehnt, klaut der Mann ihn einfach.

Nun starten die Spielzeuge eine Rettungsaktion, bei der Hindernisse wie eine Straße in der Hauptverkehrszeit oder ein Spielzeugladen zu überwinden sind. Währenddessen erfährt Woody, dass er mit drei anderen Wild-West-Spielzeugen an ein Spielzeugmuseum in Tokio verkauft werden soll. Zunächst denkt er an Flucht, beginnt aber zu verstehen, dass Andy ihn vielleicht eines Tages, wenn er älter ist, gar nicht mehr braucht. Als er die Chance hat, mit seinen Freunden zu fliehen, entscheidet er sich im letzten Augenblick aber doch noch für ein Leben in Andys Spielzeugzimmer. Doch die Spielzeugpuppe Stinke Pete, mit der Woody hätte verkauft werden sollen, sieht nun seine friedliche Museumszukunft in Gefahr. Er versucht Woody gewaltsam daran zu hindern, zu seinen Freunden zurückzukehren, doch schließlich wird er im letzten Augenblick von Buzz Lightyear und den anderen Spielzeugen gerettet, bevor das Flugzeug nach Tokio abhebt. Danach kehren die Spielzeuge nach Hause zurück und Andy spielt wieder mit allen.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Veröffentlichung der ursprünglichen Fassung[Bearbeiten]

Der Film, vertrieben von Buena Vista Entertainment, kam am 19. November 1999 in den Vereinigten Staaten und Großbritannien in die Kinos. Am 3. Februar 2000 kam der Film in die deutschen Kinos.

Obwohl der Film im Format 1:1,85 produziert wurde, enthält die „Special Edition“ DVD- Veröffentlichung lediglich eine 1:1,78- formatige Version.

Der Film lief auch im amerikanischen und britischen Fernsehen und wurde unter anderem auch ins Französische, Spanische und Italienische übersetzt.

3D-Wiederveröffentlichung[Bearbeiten]

Am 2. Oktober 2009 wurde der Film in den USA in 3D wieder in die Kinos gebracht. Er war ausschließlich in einer Doppelvorführung zusammen mit Toy Story, welcher ebenfalls in 3D konvertiert wurde, zu sehen. Ursprünglich sollten die Vorführungen auf einen Zeitraum von zwei Wochen begrenzt werden. Wegen des großen Erfolgs wurde dies jedoch auf fünf Wochen ausgedehnt.

Für die 3D-Konvertierung wurden die ursprünglichen Computerdaten aufbereitet und eine virtuelle zweite Kamera hinzugefügt, so dass ein stereoskopes Bildmaterial vorlag, was für die Tiefenwahrnehmung unerlässlich ist. Allein dieser Prozess nahm vier Monate in Anspruch. Anschließend brauchte es weitere sechs Monate, um die Filme mit adäquaten 3D-Effekten zu versehen.

Die 3D-Doppelvorführung von Toy Story 1 und 2 spielte innerhalb der fünfwöchigen Laufzeit 30.714.027 US-$ (23.686.658 €; 28.924.419 Schw. Fr.; Stand: 17. Juli 2010) ein, davon alleine 12,5 Millionen US-$ (9,64 Millionen €; 11,89 Schw. Fr.; Stand 17. Juli 2010) am Eröffnungswochenende.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Hartmut Neugebauer unter seiner Dialogregie im Auftrag der Film- & Fernseh-Synchron in Berlin und München.[2]

Rolle Originalsprecher Deutscher Sprecher[2]
Woody Tom Hanks Peer Augustinski
Buzz Tim Allen Walter von Hauff
Jessie Joan Cusack Carin C. Tietze
Stinke-Piet Kelsey Grammer Erik Schumann
Charlie Naseweis Don Rickles Hartmut Neugebauer
Slinky Dog Jim Varney Gerd Potyka
Rex Wallace Shawn Ernst Wilhelm Lenik
Specki John Ratzenberger Michael Rüth
Porzellinchen Annie Potts Alexandra Ludwig
Al Wayne Knight Rainer Basedow
Andy John Morris Karim El Kammouchi
Andys Mutter Laurie Metcalf Maria Böhme
Charlotte Naseweis Estelle Harris Inge Solbrig
Sergeant R. Lee Ermey Reinhard Brock
Barbie Jodi Benson Alexandra Schneider
Restaurator Jonathan Harris Fred Maire
Wheezy Joe Ranft Hans-Georg Panczak
Imperator Zurg Andrew Stanton Thomas Piper

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Annie Awards 2000

  • Bester Film – Animationsfilm
  • Beste Regie – Animationsfilm
  • Beste Musik – Animationsfilm
  • Bestes Storyboarding – Animationsfilm
  • Beste Synchronsprecherin: Joan Cusack
  • Bester Synchronsprecher: Tim Allen
  • Bestes Drehbuch – Animationsfilm

Oscarverleihung 2000

Golden Globe Awards 2000

Satellite Awards 2000

  • Bester Animationsfilm
  • Bester Original-Song „When She Loved Me” (interpretiert von Sarah McLachlan)

Box Office Germany Award 2000

Videospiele[Bearbeiten]

Zum Film erschien auch ein Videospiel für die Konsolen Playstation, Nintendo 64 und Dreamcast sowie für den PC. In diesem wurden Ausschnitte aus dem Film zur Einleitung der Levels verwendet.

Ein weiteres Spiel erschien für den Game Boy Color.

Trivia[Bearbeiten]

  • Toy Story 2 enthält einige Anspielungen auf andere Spielfilme, wie Krieg der Sterne (Verhältnis von Buzz zu Zurg), Jurassic Park (Tyrannosaurus im Rückspiegel) oder Das große Krabbeln (Flick und Gustl sind in einer Szene kurz auf einem Ast zu sehen.)
  • Am Ende des Films werden „Outtakes“ gezeigt, die allesamt Pannen in den Szenen und der Figuren aus dem Hauptfilm zeigen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabe der Jugendmedienkommission
  2. a b Toy Story 2 in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 22. September 2012.