LL Cool J

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LL Cool J (2010)

LL Cool J (bürgerlich James Todd Smith , * 14. Januar 1968 in Queens, New York City), auch bekannt unter den Namen Uncle L, The Future of the Funk, Nickelhead, G.O.A.T. („Greatest of All Time“), ist ein US-amerikanischer Rapper und Schauspieler. Die Abkürzung LL Cool J steht für „Ladies Love Cool James“. Bekannt ist er sowohl für romantische Balladen wie I Need Love als auch für Hardcore-Rap wie I Can't Live Without My Radio.

Biographie[Bearbeiten]

LL Cool J wuchs im New Yorker Stadtteil Queens auf. Sein künstlerisches Schaffen wurde durch seine schwierige Kindheit geprägt. Mit vier Jahren sah er, wie sein eigener Vater seine Mutter und seinen Großvater anschoss. Als James älter wurde, entdeckte er seine Liebe zur Musik. Mit elf Jahren schrieb er seine ersten eigenen Texte und musizierte mit dem Equipment, das ihm sein Großvater gab. Mit 16 Jahren, im Jahre 1984, nahm er bei dem jungen Plattenlabel Def Jam seine ersten Tracks auf – darunter das besonders im Underground erfolgreiche Stück I Need a Beat. Aufgrund des Erfolgs beendete er seine Schulausbildung vorzeitig und widmete sich der Arbeit an seinem Debütalbum Radio, das im Herbst 1985 veröffentlicht wurde. Dank der beiden Hitsingles I Can't Live Without My Radio und Rock the Bells verbuchte das Album recht schnell kommerziellen Erfolg, der letztlich sogar mit Platin prämiert wurde. Zeitgleich musste LL Cool J sich aus den eigenen Reihen jedoch vorwerfen lassen, musikalisch zu sehr dem Mainstream-Pop verfallen zu sein.

1987 erschien das zweite Album mit dem Titel Bigger and Deffer, aus dem mit I Need Love eine der ersten erfolgreichen Pop-Rap-Kombinationen der späten 80er Jahre stammte. Dennoch hagelte es abermals Kritik an LLs Stil und nach der Veröffentlichung von Walking with a Panther (1989) wurde er im Apollo Theater in Harlem, New York, sogar von der Bühne gebuht.

Um sowohl sein Publikum als auch Kritiker von sich zu überzeugen, produzierte und veröffentlichte LL Cool J 1990 sein viertes Studioalbum mit dem Titel Mama Said Knock You Out, das bis heute als eines seiner härtesten Alben gilt und ihm vor allem die Sympathien aus dem eigenen Genre zurückbrachte. Mit The Boomin' System, Around the Way Girl und dem Titeltrack wurden immerhin drei Singles daraus ausgekoppelt. Letzterer wurde besonders durch die Performance beim MTV-Unplugged-Konzert des Rappers bekannt.

Anfang der 1990er Jahre versuchte sich LL erstmals auf dem Gebiet der Schauspielerei. So war er in den Filmen The Hard Way und Toys sowie als Protagonist seiner eigenen Sitcom Ein schrecklich nettes Haus (Originaltitel: In the House) auf der Leinwand bzw. im Fernsehen zu sehen. Parallel dazu veröffentlichte er zwei weitere Alben: 14 Shots To The Dome (1993) und das überaus erfolgreiche Mr. Smith (1995), welches allein in den USA zweimal Platin erhielt. Die Singles Doin' It und Loungin wurden zu Welthits.

LL Cool J in Stuttgart (2001)

Im Sommer 2002 erschien mit 10 LL Cool Js zehntes Album. Zu den erfolgreichen Singles aus dieser CD gehörten unter anderem Paradise (zusammen mit Amerie), die Neptunes-Produktion Luv U Better und das erfolgreiche Duett All I Have mit Jennifer Lopez. 2004 folgten mit Hilfe von Timbaland die Singles Headsprung und Hush sowie das Nachfolgealbum DEFinition.

In diesen Jahren hatte er wieder eine Reihe von Auftritten in diversen Fernsehserien. In der Dr. House-Folge Acceptance von 2005 („Ihr, ich und Hippokrates“) spielt er einen zum Tode verurteilten Gefängnisinsassen, bei dem Halluzinationen zu Tachykardie (Herzrasen) und einem Kollaps führen. Im April 2006 veröffentlichte er mit Todd Smith sein zwölftes Studioalbum. Nachfolgend kam dann das Album Exit 13 (Arbeitstitel war zuerst Todd Smith Pt.2: Back to Cool), das August 2008 veröffentlicht wurde.

Seit 2009 spielt er eine der Hauptrollen in der U.S.-amerikanischen Fernsehserie Navy CIS: L.A. Seine Rolle ist die des NCIS Special Agents Sam Hanna.

Im August 2012 kündigte er sein vierzehntes Album Authentic an, welches am 30. April 2013 erschienen ist. Die Single Ratchet und Take It wurden bereits im Oktober und November 2012 ausgekoppelt, besonders Take It (ft. Joe) erhielt sehr positive Bewertungen.

Bei den 55. Grammy Awards 2013 war er als Moderator zu sehen und präsentierte dort auch seine neue Single Whaddup zusammen mit Chuck D., dem Frontmann von Public Enemy. Außerdem wirkten der DJ Z-Trip, Tom Morello (Gitarrist Rage Against the Machine) und Travis Barker (Schlagzeuger von Blink 182) mit.

Persönliches[Bearbeiten]

Er ist seit 1995 verheiratet und Vater eines Sohnes und dreier Töchter.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: LL Cool J/Diskografie
Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1985 Radio 71
(1 Wo.)
46
(38 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. November 1985
Verkäufe: + 1.000.000[2]
Platz 478 der RS500
1987 Bigger and Deffer 35
(4 Wo.)
54
(19 Wo.)
3
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juli 1987
Verkäufe: + 2.050.000[2]
1989 Walking with a Panther 43
(3 Wo.)
6
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Juni 1989
Verkäufe: + 1.000.000[2]
1990 Mama Said Knock You Out 49
(2 Wo.)
16
(76 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. August 1990
Verkäufe: + 2.000.000[2]
1993 14 Shots to the Dome 74
(9 Wo.)
74
(1 Wo.)
5
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juni 1993
Verkäufe: + 500.000[2]
1995 Mr. Smith 75
(16 Wo.)
20
(62 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 1995
Verkäufe: + 2.100.000[2]
1997 Phenomenon 24
(6 Wo.)
48
(1 Wo.)
37
(4 Wo.)
7
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 1997
Verkäufe: + 1.100.000[2]
2000 G.O.A.T.: The Greatest of All Time 17
(11 Wo.)
13
(9 Wo.)
29
(2 Wo.)
1
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2000
Verkäufe: + 550.000[2]
2002 10 64
(1 Wo.)
19
(6 Wo.)
26
(3 Wo.)
2
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2002
Verkäufe: + 500.000[2]
2004 The DEFinition 50
(2 Wo.)
35
(5 Wo.)
66
(1 Wo.)
4
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. August 2004
Verkäufe: + 500.000[2]
2006 Todd Smith 64
(4 Wo.)
6
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. April 2006
Verkäufe: + 500.000[2]
2008 Exit 13 75
(2 Wo.)
9
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 2008
2013 Authentic 87
(1 Wo.)
57
(… Wo.)
23
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. April 2013

Filmografie[Bearbeiten]

LL Cool J (2007)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LL Cool J – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE1 DE2 AT CH UK1 UK2 US1 US2
  2. a b c d e f g h i j k Auszeichnungen für Musikverkäufe: CA US