Lachsfischen im Jemen

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Filmdaten
Deutscher Titel Lachsfischen im Jemen
Originaltitel Salmon Fishing in the Yemen
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 6[2]
Stab
Regie Lasse Hallström
Drehbuch Simon Beaufoy
Produktion Paul Webster
Musik Dario Marianelli
Kamera Terry Stacey
Schnitt Lisa Guning
Besetzung

Lachsfischen im Jemen ist ein britischer Film aus dem Jahr 2011. Die von Lasse Hallström inszenierte Komödie ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Paul Torday.

Handlung[Bearbeiten]

Der angelbegeisterte Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama hat die groteske Idee, im Wüstenland Jemen die Lachsfischerei einzuführen. Dazu ersucht die Anwältin Harriet Chetwode-Talbot in seinem Auftrag den Angelexperten Dr. Alfred ‚Fred‘ Jones um Unterstützung. Der will die Anfrage ablehnen, wird aber zur Mitarbeit genötigt, als die britische Regierung in Person der Pressesprecherin Patricia Maxwell den Prestigecharakter des Projekts erkennt. Entfremdet von seiner karrierebewussten Frau verliebt sich Fred in Harriet, deren Freund Robert im Krieg in Afghanistan vermisst wird. Alfred Jones beginnt, sich für das Projekt zu begeistern. Da die britischen Fischer sich jedoch weigern, zehntausend einheimische Lachse in den Jemen bringen zu lassen, wird auf Zuchtlachse zurückgegriffen. Entgegen den Befürchtungen beginnen auch diese nach dem Aussetzen, stromaufwärts zu wandern, und das Projekt scheint erfolgreich gewesen zu sein. Allerdings wird von lokalen Rebellen ein Sabotageakt verübt, der alles zunichtezumachen scheint. Als Fred aber sieht, dass einige Fische überlebt haben, entschließt er sich, im Land zu bleiben, aus den Fehlern zu lernen und die Visionen des Scheichs wahr werden zu lassen. Harriet schließt sich ihm an und entscheidet sich damit gegen Robert, der überraschenderweise noch lebt und von der Regierung aus PR-Gründen eingeflogen worden war.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Drehorte für den Film lagen in London, Schottland und Marokko.[3]

Kritiken[Bearbeiten]

„Lasse Hallströms bizarre Komödie funktioniert sowohl als Polit- und Mediensatire wie auch als optimistische Metapher über die Annäherung von Abendland und Morgenland. Darüber hinaus erzählt der Film eine der schönsten Liebesgeschichten der letzten Zeit.“

cinema.de[4]

„Unterhaltsame romantische Komödie, die aus dem absurden Stoff einen schwungvollen Film mit trockenen Pointen macht, der gegen Ende allerdings in ein überzogenes Melodram mündet.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

„Kein Geringerer als Lasse Hallström inszenierte diese ungewöhnliche Geschichte nach dem Bestseller von Paul Torday. Vor allem die deftige Prise britischen Humors, die gekonnte Umsetzung und die starken Darsteller sorgen dafür, dass auch Nichtkenner europäischer Fischgründe bei dieser absurden Parabel und der dazugehörigen Liebesgeschichte am Ball bleiben.“

Prisma[6]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film hatte seine Weltpremiere am 10. September 2011 auf dem Toronto International Film Festival. Am 17. Mai 2012 lief er in den deutschen Kinos an.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2012 wurde Lachsfischen im Jemen für den Publikumspreis nominiert. Dazu gewann der Film den Palm Springs International Film Festival Award.

Außerdem wurde der Film für 3 Golden Globes nominiert:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK
  2. Freigabebegründung der Jugendmedienkommission
  3. Drehorte für Lachsfischen im Jemen in der Internet Movie Database
  4. Lachsfischen im Jemen, abgerufen am 3. Juni 2012
  5. Lachsfischen im Jemen im Lexikon des Internationalen Films
  6. Lachsfischen im Jemen, prisma.de