Golden Globe Awards 2013

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Tina Fey (li.) und Amy Poehler, Gastgeberinnen der 70. Golden Globe Awards
Das Beverly Hilton Hotel, Veranstaltungsort der Golden-Globe-Verleihung 2013

Die 70. Verleihung der Golden Globe Awards (englisch 70th Golden Globe Awards) fand am 13. Januar 2013 im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills, Kalifornien, statt. Die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) stimmten über die besten amerikanischen und ausländischen Film- und Fernsehproduktionen sowie Künstler des Vorjahres ab, die im Rahmen eines Galadiners geehrt wurden. Die Preisverleihung wurde live vom US-amerikanischen Fernsehsender NBC ausgestrahlt. Erfolgreichste Produktionen waren das Filmmusical Les Misérables, die Fernsehserie Homeland und der Fernsehfilm Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt mit je drei gewonnenen Auszeichnungen.

Die früheren Komikerinnen von Saturday Night Live und Schauspielerinnen Tina Fey (30 Rock) und Amy Poehler (Parks and Recreation) moderierten die 70. Golden-Globe-Verleihung.[1] Beide konkurrierten gleichzeitig um den Preis für die beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie.

Favoriten[Bearbeiten]

Die Nominierungen in den 25 ausgelobten Kategorien wurden am 13. Dezember 2012 bekannt gegeben.[2] Diese Aufgabe übernahmen die Schauspieler Jessica Alba, Ed Helms sowie Aida Takla O’Reilly, Präsidentin der Hollywood Foreign Press Association. Die Mitglieder der HFPA stimmten daraufhin zwischen dem 24. Dezember 2012 und 9. Januar 2013 über die Gewinner ab, die dann am 13. Januar geehrt wurden.[3] Erstmals in der Geschichte der Preisverleihung wurden die Golden-Globe-Preisträger nach Veröffentlichung der Oscar-Nominierungen (10. Januar) bekannt gegeben.

In der Sparte Film wurden Spielfilmproduktionen mit einer Länge von mindestens 70 Minuten berücksichtigt, die zwischen Januar und Dezember 2012 mindestens sieben Tage in Los Angeles gezeigt werden mussten, um sich zu qualifizieren.[4] Als fremdsprachige Spielfilme wurden Produktionen mit mindestens 51 Prozent nicht-englischsprachigen Dialog gezählt, die vom 1. November 2011 bis 31. Dezember 2012 uraufgeführt werden mussten. Gemäß dem aktuellen Regelwerk konnten sich diese nicht in den Kategorien bestes Filmdrama und beste Filmkomödie/Musical qualifizieren.[5]
Die häufigsten Nominierungen in der Sparte Film konnte Steven Spielbergs Historiendrama Lincoln auf sich vereinen, das seine sieben Nominierungen aber nur in einen Sieg (Bester Drama-Hauptdarsteller – Daniel Day-Lewis) umsetzten konnte. Erfolgreichste Filmproduktionen wurde Tom Hoopers Musicalverfilmung Les Misérables, die drei Auszeichnungen erhielt (Bestes Filmmusical, Hauptdarsteller – Hugh Jackman, Nebendarstellerin Anne Hathaway), gefolgt von Ben Afflecks Thriller Argo (Bestes Filmdrama, Regie) und Quentin Tarantinos Westernfilm Django Unchained (Bester Nebendarsteller – Christoph Waltz, Drehbuch) mit je zwei gewonnenen Preisen. Der Österreicher Michael Haneke war mit seinem französischsprachigen Drama Liebe in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film erfolgreich. Als beste Filmkomponisten nominiert aber unprämiert blieben Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil für Cloud Atlas.

In der Sparte Fernsehen konnten amerikanische Produktionen (Serien, Mehrteiler, Spielfilme) des Kalenderjahres 2012 nominiert werden, die zur Hauptsendezeit (19 bzw. 20 bis 23 Uhr) ausgestrahlt wurden. Ausländische Fernsehprogramme waren nach den geltenden Richtlinien nicht nominierbar, es sei denn, es handelte sich um amerikanische Koproduktionen.[6] Mit fünf Nominierungen führte der auf HBO ausgestrahlte Spielfilm Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt von Jay Roach das Favoritenfeld an und gewann drei Preise (Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm, Hauptdarstellerin – Julianne Moore, Nebendarsteller – Ed Harris). Die Produktion hatte bereits bei der Emmy-Verleihung 2012 fünf Preise gewonnen. Auf vier Nominierungen und ebenfalls drei Auszeichnungen kam die bereits im letzten Jahr mit dem Golden Globe preisgekrönte Dramaserie Homeland (Beste Drama-Serie, Beste Serien-Hauptdarsteller – Drama – Claire Danes und Damian Lewis).

Bereits als Gewinnerin fest stand die US-amerikanische Schauspielerin Jodie Foster, die den Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk erhielt.[7] Foster war in der Vergangenheit zweimal mit dem Preis für die beste Hauptdarstellerin in einem Filmdrama für ihre später Oscar-prämierten Leistungen in Angeklagt (1989) und Das Schweigen der Lämmer (1992) ausgezeichnet worden. Darüber hinaus hatte sie zwischen 1977 und 2012 fünf weitere Nominierungen erhalten.

Als „Miss Golden Globe“ bei der Prämierung der Gewinner assistierte Francesca Eastwood, die Tochter von Clint Eastwood und Frances Fisher.[8]

Preisträger und Nominierte im Bereich Film[Bearbeiten]

Statistik
(aufgeführt werden Filme mit mehr als einer Nominierung)
N=Nominierung(en);S=Sieg(e)
Film N S
Lincoln 7 1
Argo 5 2
Django Unchained 5 2
Les Misérables 4 3
Silver Linings 4 1
Zero Dark Thirty 4 1
Lachsfischen im Jemen 3 0
Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger 3 1
The Master 3 0
Best Exotic Marigold Hotel 2 0
Der Geschmack von Rost und Knochen 2 0
The Sessions – Wenn Worte berühren 2 0

Bester Film – Drama[Bearbeiten]

präsentiert von Julia Roberts

Argo – Regie: Ben Affleck

Django Unchained – Regie: Quentin Tarantino
Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Regie: Ang Lee
Lincoln – Regie: Steven Spielberg
Zero Dark Thirty – Regie: Kathryn Bigelow

Beste Hauptdarstellerin – Drama[Bearbeiten]

präsentiert von George Clooney

Jessica ChastainZero Dark Thirty

Marion CotillardDer Geschmack von Rost und Knochen (De rouille et d’os)
Helen MirrenHitchcock
Naomi WattsThe Impossible (Lo imposible)
Rachel WeiszThe Deep Blue Sea

Bester Hauptdarsteller – Drama[Bearbeiten]

präsentiert von George Clooney

Daniel Day-LewisLincoln

Richard GereArbitrage
John HawkesThe Sessions – Wenn Worte berühren (The Sessions)
Joaquin PhoenixThe Master
Denzel WashingtonFlight

Bester Film – Komödie/Musical[Bearbeiten]

präsentiert von Dustin Hoffman

Les Misérables – Regie: Tom Hooper

Best Exotic Marigold Hotel (The Best Exotic Marigold Hotel) – Regie: John Madden
Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen) – Regie: Lasse Hallström
Moonrise Kingdom – Regie: Wes Anderson
Silver Linings (Silver Linings Playbook) – Regie: David O. Russell

Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical[Bearbeiten]

präsentiert von Kristen Wiig und Will Ferrell

Jennifer LawrenceSilver Linings (Silver Linings Playbook)

Emily BluntLachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen)
Judi DenchBest Exotic Marigold Hotel (The Best Exotic Marigold Hotel)
Maggie SmithQuartett (Quartet)
Meryl StreepWie beim ersten Mal (Hope Springs)

Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Garner

Hugh JackmanLes Misérables

Jack BlackBernie
Bradley CooperSilver Linings (Silver Linings Playbook)
Ewan McGregorLachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen)
Bill MurrayHyde Park on Hudson

Bester Animationsfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Sacha Baron Cohen

Merida – Legende der Highlands (Brave) – Regie: Steve Purcell, Mark Andrews und Brenda Chapman

Frankenweenie – Regie: Tim Burton
Hotel Transsilvanien (Hotel Transylvania) – Regie: Genndy Tartakovsky
Die Hüter des Lichts (Rise of the Guardians) – Regie: Peter Ramsey
Ralph reichts (Wreck-It Ralph) – Regie: Rich Moore

Bester fremdsprachiger Film[Bearbeiten]

präsentiert von Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone

Liebe (Amour), Österreich – Regie: Michael Haneke

Der Geschmack von Rost und Knochen (De rouille et d’os), Frankreich – Regie: Jacques Audiard
Die Königin und der Leibarzt (En kongelig affære), Dänemark – Regie: Nikolaj Arcel
Kon-Tiki, Norwegen/Vereinigtes Königreich/Dänemark – Regie: Joachim Rønning und Espen Sandberg
Ziemlich beste Freunde (Intouchables), Frankreich – Regie: Olivier Nakache und Éric Toledano

Beste Nebendarstellerin[Bearbeiten]

präsentiert von Megan Fox und Jonah Hill

Anne HathawayLes Misérables

Amy AdamsThe Master
Sally FieldLincoln
Helen HuntThe Sessions – Wenn Worte berühren (The Sessions)
Nicole KidmanThe Paperboy

Bester Nebendarsteller[Bearbeiten]

präsentiert von Bradley Cooper und Kate Hudson

Christoph WaltzDjango Unchained

Alan ArkinArgo
Leonardo DiCaprioDjango Unchained
Philip Seymour HoffmanThe Master
Tommy Lee JonesLincoln

Beste Regie[Bearbeiten]

präsentiert von Halle Berry

Ben AffleckArgo

Kathryn BigelowZero Dark Thirty
Ang LeeLife of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi)
Steven SpielbergLincoln
Quentin TarantinoDjango Unchained

Bestes Drehbuch[Bearbeiten]

präsentiert von Amanda Seyfried und Robert Pattinson

Quentin TarantinoDjango Unchained

Mark BoalZero Dark Thirty
Tony KushnerLincoln
David O. RussellSilver Linings (Silver Linings Playbook)
Chris TerrioArgo

Beste Filmmusik[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Lopez und Jason Statham

Mychael DannaLife of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi)

Alexandre DesplatArgo
Dario MarianelliAnna Karenina
Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold HeilCloud Atlas
John WilliamsLincoln

Bester Filmsong[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Lopez und Jason Statham

Skyfall“ aus James Bond 007: Skyfall (Skyfall)Adele und Paul Epworth

„For You“ aus Act of ValorMonty Powell und Keith Urban
„Not Running Anymore“, aus Stand Up GuysJon Bon Jovi
„Safe & Sound“ aus Die Tribute von Panem – The Hunger Games (The Hunger Games)Taylor Swift, John Paul White, Joy Williams und T Bone Burnett
„Suddenly“ aus Les MisérablesClaude-Michel Schönberg

Preisträger und Nominierte im Bereich Fernsehen[Bearbeiten]

Statistik
(aufgeführt werden Fernsehprogramme mit mehr als einer Nominierung)
N=Nominierung;S=Sieg(e)
Fernsehprogramm N S
Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change) 5 3
Homeland 4 3
Downton Abbey 3 1
The Girl 3 0
Modern Family 3 0
30 Rock 2 0
The Big Bang Theory 2 0
Boardwalk Empire 2 0
Breaking Bad 2 0
Girls 2 2
Good Wife 2 0
Hatfields & McCoys 2 1
Hemingway & Gellhorn 2 0
Nashville 2 0
New Girl 2 0
Political Animals 2 0

Beste Serie – Drama[Bearbeiten]

präsentiert von Salma Hayek und Paul Rudd

Homeland

Breaking Bad
Boardwalk Empire
Downton Abbey
The Newsroom

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama[Bearbeiten]

präsentiert von Lea Michele und Nathan Fillion

Claire DanesHomeland

Connie BrittonNashville
Glenn CloseDamages – Im Netz der Macht (Damages)
Michelle DockeryDownton Abbey
Julianna MarguliesGood Wife (The Good Wife)

Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama[Bearbeiten]

präsentiert von Salma Hayek und Paul Rudd

Damian LewisHomeland

Steve BuscemiBoardwalk Empire
Bryan CranstonBreaking Bad
Jeff DanielsThe Newsroom
Jon HammMad Men

Beste Serie – Komödie oder Musical[Bearbeiten]

präsentiert von Jimmy Fallon und Jay Leno

Girls

The Big Bang Theory
Episodes
Modern Family
Smash

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical[Bearbeiten]

präsentiert von Aziz Ansari und Jason Bateman

Lena DunhamGirls

Zooey DeschanelNew Girl
Julia Louis-DreyfusVeep – Die Vizepräsidentin (Veep)
Tina Fey30 Rock
Amy PoehlerParks and Recreation

Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical[Bearbeiten]

präsentiert von Lucy Liu und Debra Messing

Don CheadleHouse of Lies

Alec Baldwin30 Rock
Louis C. K.Louie
Matt LeBlancEpisodes
Jim ParsonsThe Big Bang Theory

Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Eva Longoria und Don Cheadle

Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change)

The Girl
Hatfields & McCoys
The Hour
Political Animals

Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder Fernsehfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Eva Longoria und Don Cheadle

Julianne MooreGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change)

Nicole KidmanHemingway & Gellhorn
Jessica LangeAmerican Horror Story – Die dunkle Seite in dir (American Horror Story: Asylum)
Sienna MillerThe Girl
Sigourney WeaverPolitical Animals

Bester Hauptdarsteller – Mini-Serie oder Fernsehfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Jessica Alba und Kiefer Sutherland

Kevin CostnerHatfields & McCoys

Benedict CumberbatchSherlock
Woody HarrelsonGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change)
Toby JonesThe Girl
Clive OwenHemingway & Gellhorn

Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Kerry Washington und Dennis Quaid

Maggie SmithDownton Abbey

Hayden PanettiereNashville
Archie PanjabiGood Wife (The Good Wife)
Sarah PaulsonGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change)
Sofia VergaraModern Family

Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Kristen Bell und John Krasinski

Ed HarrisGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change)

Max GreenfieldNew Girl
Danny HustonMagic City
Mandy PatinkinHomeland
Eric StonestreetModern Family

Cecil B. DeMille Award[Bearbeiten]

präsentiert von Robert Downey junior

Miss Golden Globe[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Golden Globe Awards 2013 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tina Fey, Amy Poehler to host the 70th bei goldenglobes.org, 16. Oktober 2012 (abgerufen am 15. Dezember 2012).
  2. Nominations 2013 bei goldenglobes.org, 13. Dezember 2012 (abgerufen am 15. Dezember 2012).
  3. Timetable bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012).
  4. Motion Picture – Submission bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012).
  5. Best Foreign Language Films Submission bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012).
  6. Television Submission bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012).
  7. Jodie Foster to receive the Cecil B. De Mille Award bei goldenglobes.org (abgerufen am 2. November 2012).
  8. Francesca Eastwood, Miss Golden Globe 2013 bei goldenglobes.org, 29. November 2012 (abgerufen am 15. Dezember 2012).