Landkreis Burglengenfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Burglengenfeld Koordinaten fehlen
Hilfe zu Kartenp1
Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1939–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Verwaltungssitz: Burglengenfeld
Einwohner: 50.684 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: BUL
Kreisschlüssel: 09 3 33
Kreisgliederung: 50 Gemeinden
Lage des Landkreises Burglengenfeld in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Burglengenfeld gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz.

Bis zu seiner Auflösung umfasste der Landkreis 50 Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten]

Die einwohnerstärksten Gemeinden waren Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof, Teublitz und Wackersdorf.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Amberg, Nabburg, Neunburg vorm Wald, Roding, Regensburg und Parsberg.

Im Norden des Landkreises befand sich von 1920 bis 1940 und von 1948 bis 1972 die kreisfreie Stadt Schwandorf als Enklave.

Geschichte[Bearbeiten]

Landgericht[Bearbeiten]

1803 wurde im Verlauf der Verwaltungsneugliederung Bayerns das Landgericht Burglengenfeld errichtet. Dieses wurde nach der Gründung des Königreichs Bayern dem Regenkreis zugeschlagen, dessen Hauptstadt Anfangs Straubing war und ab 1810 Regensburg wurde.

1838 wurde der Regenkreis in Kreis Oberpfalz umbenannt aus dem der gleichnamige Regierungsbezirk hervorging.

Bezirksamt[Bearbeiten]

Das Bezirksamt Burglengenfeld wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Burglengenfeld und Schwandorf neu gebildet.[1]

Am 1. Juli 1920 schied die Stadt Schwandorf aus dem Bezirksamt aus und wurde kreisunmittelbar.

Am 1. Juli 1927 wurde das Bezirksamt Amberg um Gemeinden des Bezirksamtes Burglengenfeld vergrößert.

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Burglengenfeld.

Am 1. April 1940 wurde die kreisfreie Stadt Schwandorf in den Landkreis Burglengenfeld eingegliedert. Dies wurde am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht.

Am 1. Oktober 1944 wurde der Landkreis Parsberg um Gemeinden des Landkreises Burglengenfeld vergrößert. Diese wurden in den Heeresgutsbezirk Hohenfels eingegliedert.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Burglengenfeld im Zuge der Kreisgebietsreform in Bayern aufgelöst und zusammen mit den damaligen Landkreisen Oberviechtach, Nabburg und Neunburg vorm Wald sowie der bis dahin kreisfreien Stadt Schwandorf zum Landkreis Schwandorf in Bayern zusammengefasst. Dessen Name wurde am 1. Mai 1973 in Landkreis Schwandorf geändert. Einige Gemeinden kamen zum Landkreis Regensburg, Schmidmühlen zum Landkreis Amberg.[3]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Städte

Märkte

Gemeinden

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen BUL zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Landkreis Schwandorf und seit dem 12. Juli 2013 zusätzlich im Landkreis Amberg-Sulzbach erhältlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther U. Müller: Unser Landkreis Burglengenfeld. Verlag Bild + Druck, München 1971.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 641 und 667.