Landkreis Gemünden am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Gemünden a.Main
Landkreis Gemünden am Main
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Gemünden a.Main hervorgehoben
50.0497222222229.7055555555556Koordinaten: 50° 3′ N, 9° 42′ O
Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1862–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Verwaltungssitz: Gemünden a.Main
Einwohner: 21.906 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: GEM
Kreisschlüssel: 09 6 37
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
Lage des Landkreises Gemünden a.Main in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Gemünden am Main, amtlich Landkreis Gemünden a.Main ist ein ehemaliger Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken.

Bis zu seiner Auflösung hatte er 27 Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten]

Wichtige Orte[Bearbeiten]

Die größten Orte waren Gemünden am Main, Rieneck, Burgsinn und Gräfendorf.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Gelnhausen und Schlüchtern (beide in Hessen) sowie Bad Brückenau, Hammelburg, Karlstadt und Lohr am Main (alle in Bayern).

Geschichte[Bearbeiten]

Bezirksamt[Bearbeiten]

Das Bezirksamt Gemünden wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Gemünden und Orb neu gebildet.[1]

Am 15. April 1868 wurden die an Preußen abgetretenen Gemeinden des Bezirksamtes Gemünden dem Kreis Gelnhausen in der Provinz Hessen-Nassau zugewiesen.

Im Jahr 1872 wurde das Bezirksamt Gemünden ins Bezirksamt Lohr eingegliedert.

Im Jahr 1902 wurde das Bezirksamt Gemünden am Main durch Ausgliederung aus dem Bezirksamt Lohr am Main wieder neu gebildet.

Die Gemeinde Halsbach wechselte am 1. Januar 1905 vom Bezirksamt Gemünden am Main ins Bezirksamt Lohr am Main.

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Gemünden am Main.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und mit den damaligen Landkreisen Marktheidenfeld, Karlstadt und Lohr am Main zum Landkreis Mittelmain zusammengefasst.[3] Am 1. Mai 1973 erhielt der neue Landkreis die heute gültige Bezeichnung Landkreis Main-Spessart.[4]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Der Landkreis Gemünden umfasste 27 Gemeinden, davon zwei Städte.

Städte

  1. Gemünden am Main
  2. Rieneck

Gemeinden

  1. Adelsberg
  2. Aschenroth
  3. Aura im Sinngrund
  4. Burgsinn
  5. Fellen
  6. Gössenheim
  7. Gräfendorf
  8. Harrbach
  9. Heßdorf
  10. Höllrich
  11. Hofstetten
  12. Karsbach
  13. Massenbuch
  14. Michelau an der Saale
  15. Mittelsinn
  16. Obersinn
  17. Rengersbrunn
  18. Sachsenheim
  19. Schaippach
  20. Schonderfeld
  21. Seifriedsburg
  22. Weickersgrüben
  23. Wernfeld
  24. Weyersfeld
  25. Wolfsmünster

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GEM zugewiesen. Es wurde bis zum 3. August 1974 ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 434.
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 743.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762.