Laura Dern

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Laura Dern bei den Independent Spirit Awards (2010)

Laura Elizabeth Dern (* 10. Februar 1967 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten]

Laura Dern wurde als zweite Tochter des Schauspielerpaares Bruce Dern und Diane Ladd geboren; ihr Urgroßvater George Henry Dern war von 1933 bis 1936 Kriegsminister der Vereinigten Staaten. Einen Großteil ihrer Kindheit verbrachte sie bei Filmdrehs ihrer Eltern, ehe sie mit kleinen Nebenrollen in Joseph Sargents Actionfilm Der Tiger hetzt die Meute und Martin Scorseses Drama Alice lebt hier nicht mehr (1974) ihnen nacheiferte. Nach ersten Erfahrungen vor der Kamera trat Dern, die bei Lee Strasberg Schauspiel studierte hatte, 1980 mit einer Nebenrolle in Adrian Lynes Jeanies Clique wieder in Erscheinung, in dem sie an der Seite von Jodie Foster zu sehen war. Der Durchbruch gelang der Miss Golden Globe von 1982 erst mit der Hauptrolle in Joyce Chopras Jugendfilm Bedrohliches Geflüster (1985), in dem Laura Dern als freiheitsliebende 15-jährige Vorstädterin ihren Filmpartner Treat Williams verführte. Größere Bekanntheit erlangte sie durch die Zusammenarbeit mit David Lynch, der sie in seinen Kritiker- und Publikumserfolgen Blue Velvet (1986) und Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (1990) einsetzte.

Den bisherigen Höhepunkt ihrer Filmkarriere markiert jedoch Martha Coolidges Drama Die Lust der schönen Rose, (1991) in dem Laura Dern an der Seite ihrer Mutter spielte. Für ihr Porträt der 19-jährigen Titelheldin, die mit ihrem unkonventionellen Lebensstil eine US-amerikanische Südstaatenkleinstadt in den 1930er Jahren gegen sich aufbringt, wurde Dern im Jahr 1992 für den Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Ein Jahr später erhielt sie den Golden Globe für Robert Markowitz' Fernsehfilm Afterburn, der auf einer wahren Begebenheit basiert. In dem Drama ist sie als Witwe eines US-Kampfpiloten zu sehen, die einem Komplott zwischen Militär und einem Flugzeughersteller auf die Spur kommt. An diese Erfolge konnte sie trotz Rollen in Steven Spielbergs Kinokassenerfolg Jurassic Park und Clint Eastwoods Perfect World (beide 1993) nicht anknüpfen. Sie arbeitete in den folgenden Jahren überwiegend an Dramen unter so bekannten Regisseuren wie Robert Altman, Alexander Payne oder David Lynch, mit dem sie seinen Film Inland Empire (2006) koproduzierte, mit ihr selbst in der vielgelobten[1] Hauptrolle.

Laura Dern mit Ehemann Ben Harper (2009)

Laura Dern, die u. a. mit ihren Schauspielkollegen Jeff Goldblum, Kyle MacLachlan und Billy Bob Thornton liiert war, heiratete im Dezember 2005 ihren langjährigen Lebensgefährten Ben Harper. Aus der Verbindung mit dem US-amerikanischen Musiker gingen zwei Kinder hervor. 2010 gab Laura Dern die Scheidung von ihrem Ehemann bekannt.

Im November 2010 wurde Laura Dern auf dem Hollywood Walk of Fame mit einem Stern in der Kategorie Film (6270 Hollywood Boulevard) geehrt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Als Schauspielerin
Als Regisseurin
  • 2013: Nennt mich verrückt! (Call Me Crazy: A Five Film, Fernsehfilm)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar
  • 1992: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Die Lust der schönen Rose
Emmy
  • 1992: nominiert als Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder Fernsehfilm für Afterburn
  • 1994: nominiert als Beste Gastdarstellerin in einer Dramaserie für Fallen Angels
  • 1997: nominiert als Beste Gastdarstellerin in einer Comedyserie für Ellen
Golden Globe
  • 1982: Miss Golden Globe
  • 1992: nominiert als Beste Hauptdarstellerin – Drama für Die Lust der schönen Rose
  • 1993: Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film für Afterburn
  • 1999: nominiert als Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film für Baby Blues
  • 2009: Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder TV-Film für Recount
  • 2012: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Enlightened
Weitere

Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films

  • 1994: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Jurassic Park

Boston Society of Film Critics Awards

  • 2004: Beste Nebendarstellerin für We Don't Live Here Anymore

Independent Spirit Awards

  • 1986: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Bedrohliches Geflüster
  • 1987: nominiert als Beste Hauptdarstellerin für Blue Velvet

Los Angeles Film Critics Association Awards

  • 1985: New Generation Award

Montréal World Film Festival

  • 1991: Beste Darstellerin für Die Lust der schönen Rose
  • 1996: Beste Darstellerin für Baby Business

Satellite Awards

  • 1997: nominiert als Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für The Siege at Ruby Ridge

Sundance Film Festival

  • 1999: Tribute to Independent Vision Award

Jupiter (Filmpreis)

  • 1991: Beste Newcomerin für Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Cohen, Susan Cohen: Young and famous. Pocket Books, New York 1987. ISBN 0-671-63493-3 (engl. Ausgabe)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laura Dern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dennis Lim: Inland Empire (David Lynch, US/Poland/France). In: Cinema Scope #29. Abgerufen am 15. Juni 2008 (englisch): „already the stuff of legend.“