Loupian

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Loupian
Wappen von Loupian
Loupian (Frankreich)
Loupian
Region Languedoc-Roussillon
Département Hérault
Arrondissement Montpellier
Kanton Mèze
Gemeindeverband Nord du Bassin de Thau.
Koordinaten 43° 27′ N, 3° 37′ O43.453.613888888888924Koordinaten: 43° 27′ N, 3° 37′ O
Höhe 0–170 m
Fläche 16,00 km²
Einwohner 2.128 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 133 Einw./km²
Postleitzahl 34140
INSEE-Code
Website http://www.loupian.fr/

Die Kirche Sainte-Cécile

Loupian ist eine französische Gemeinde mit 2128 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Hérault in der Region Languedoc-Roussillon. Sie gehört zum Kanton Mèze und zum Kommunalverband Nord du Bassin de Thau.

Geografie[Bearbeiten]

Loupian liegt am Étang de Thau (Thausee), einer Lagune an der westlichen Mittelmeerküste Südfrankreichs, 28 Kilometer südwestlich von Montpellier, zwischen dem Kantonshauptort Mèze im Südwesten, der Nachbargemeinde Bouzigues im Osten und Villeveyrac im Norden.[1] Das Gemeindegebiet umfasst 2396 Hektar.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Fund einer römischen Villa beweist, dass Loupian schon in gallo-römischer Zeit (52 v. Chr. bis 486) besiedelt war. Die Via Domitia verlief durch das nördliche Gemeindegebiet.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Lieu-dit Saint-Félix am Étang de Thau

Die romanische Kirche Saint-Hippolyte stammt aus dem 12. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche befestigt. Sie wurde 1923 als Monument historique (historisches Denkmal) klassifiziert.[3]

Die Ruinen einer römischen Villa mit gallo-römischen Mosaiken wurden im nördlichen Gemeindegebiet entdeckt. Die Villa wurde schon im 1. Jahrhundert vor Christus erbaut und war bis ins 6. Jahrhundert hinein bewohnt. Die Mosaiken stammen aus dem 2. Jahrhundert. Die Villa verfügte über einen großen Weinkeller. Es wurde dort Weinbau betrieben und im 1. und 2. Jahrhundert wurde der Wein auf einem kleinen Hafen im Norden des Thausees verschifft.[2] 1970 wurden die Ruinen als Monument historique eingestuft.[3] Auf dem Gelände wurde das Musée Villa-Loupian eingerichtet.

Die gotische Kirche Sainte-Cécile wurde im 14. Jahrhundert anstelle einer primitiven Kirche aus dem 4. Jahrhundert errichtet. Im 8. Jahrhundert war an der primitiven Kirche eine Nekropole eingerichtet worden. 1949 wurde die Kirche als Monument historique eingestuft.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige der Loupianais (Einwohner) sind Weinbau und Muschelzucht. Es gibt eine Winzergenossenschaft vor Ort.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Loupian auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 6. März 2010
  2. a b Privates Webangebot über die Villa Loupian (französisch) Abgerufen am 6. März 2010
  3. a b c Loupian in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 6. März 2010
  4. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=19144&req=Lou&style=fiche Loupian auf quid.fr (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.