MT-LB
| MT-LB | |
|---|---|
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 2 + 11 |
| Länge | 6,45 m |
| Breite | 2,85 m |
| Höhe | 1,878 m |
| Masse | 11,9 Tonnen |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Panzerung | 3–10 mm |
| Hauptbewaffnung | 1 × 7,62-mm-PKT-MG |
| Sekundärbewaffnung | Nebelmittelwurfanlage |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | V-8-Dieselmotor JaMZ-238 179 kW (240 PS) Hub 14,86 l |
| Höchstgeschwindigkeit | 61 km/h (Straße), 30 km/h (Gelände), 5 bis 6 km/h (im Wasser) |
| Leistung/Gewicht | 15 kW/t |
| Reichweite | 500 km |
Der MT-LB (russisch МТ-ЛБ; Abkürzung für многоцелевой тягач легкобронированный - Mnogozelewoi Tjagatsch LegkoBronirowanny, auf deutsch: leicht gepanzertes Kettenzugmittel) ist ein gepanzerter, amphibischer Truppentransporter, der in der Sowjetunion auf Basis des ungepanzerten Zugtraktors MT-L entwickelt wurde.
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Beschreibung[Bearbeiten]
Ende der 1960er-Jahre wurde ein Ersatz für die auf dem ASU-57 basierenden Artilleriezugmaschinen der AT-P-Serie gesucht. Der MT-L, der eine ungepanzerte Version des MT-LB darstellt, wurde den Ansprüchen gerecht. Die Produktion begann in den frühen 1970er-Jahren. Die Herstellung war vergleichsweise preiswert, da der MT-LB auf dem PT-76 basierte und mit diesem viele Komponenten gemeinsam hatte. Der Motor JaMZ-238 war eigentlich ein Lkw-Triebwerk, das beim KrAZ-255 Verwendung fand. Der MT-LB wurde außer in der UdSSR auch in Polen und Bulgarien produziert.
Der MT-LB wurde konstruiert, um eine Vielzahl von Aufgaben zu übernehmen, beispielsweise als Schlepper für Artillerie und PaK, als Frachttransporter und als gepanzerter Mannschaftstransporter. Der MT-LB ist vollständig amphibisch, wird im Wasser von seinen Ketten angetrieben und hat im Heckbereich Raum für elf Soldaten. Auf schneebedecktem Boden können die Ketten durch breitere ersetzt werden, wodurch der Bodendruck gesenkt wird.
Der MT-LB wird zudem als Basis für den Flugabwehrpanzer SA-13 Gopher verwendet.
Eingesetzt wird der MT-LB von Armenien, Aserbaidschan, Bangladesch, Weißrussland, Bulgarien, Tschechien, Finnland (MT-LBV: 220), Ungarn, Irak, Kasachstan, Litauen, Moldawien, Russland, Schweden (PbV 401), Ukraine, Georgien, Polen und ex-Jugoslawien.
Varianten[Bearbeiten]
- MT-LBV: 565 mm breite Ketten mit einem Bodendruck von 0,28 kg/cm²
- MT-LB: Artillerie-Funkmessstation 10 „Leopard“ (SNAR-10)
- MT-LB: Artillerieschlepper
- MT-LB: Führungsfahrzeug des Batterieoffiziers mit 3 Funkstationen, Teleskopmast,6 Batterien zur Stromversorgung und Ausrüstung für die Führungsgruppe
- MT-LB: Sanitätsfahrzeug
- MT-LB: Pionierpanzer mit EAG
- MT-LB: mit automatischem 82-mm-Mörser 2B9
- MT-LB: mit bulgarischem 120-mm-Mörser im Truppenabteil montiert
- MT-LB: mit polnischem WAT-Turm (14,5-mm-MG und koaxiales 7,62-mm-MG)
- Pansarbandvagn 401 (PbV 401): ex-NVA MT-LB, die in der schwedischen Armee verwendet werden
Technische Daten[Bearbeiten]
- Hersteller: Kirow-Werke und Lizenznehmer
- Erste Produktionsserie: 1964
- Reichweite: 500 km
- Panzerung: 3–10 mm
- Bewaffnung: 7,62-mm-MG, Nebelmittelwurfanlage; versionsabhängig
- Treibstoffkapazität: 450 l
- Panzerung: Aluminium/Stahl
- Kletterfähigkeit: 0,70 m
- Grabenüberschreitfähigkeit: 2,70 m
- Bodendruck: 0,46 kg/cm³
- Bodenfreiheit: 0,45 m
- Motor: Dieselmotor JaMZ-238W, Direkteinspritzung
- Hubraum: 14,86 l
- Leistung 240 PS
- Drehmoment: 866 Nm (Trockenes Kurbelgehäuse)
Literatur[Bearbeiten]
- Vorschrift der NVA, A 051/1/118, Mehrzweck-Zug- und Transportmittel MT-LB, Basisfahrzeug MT-LBu und Basisfahrzeug 2S1 - Nutzung, 1987