Mammern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mammern
Wappen von Mammern
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
BFS-Nr.: 4826i1f3f4
Postleitzahl: 8265
Koordinaten: 710993 / 27825647.6455558.915825400Koordinaten: 47° 38′ 44″ N, 8° 54′ 57″ O; CH1903: 710993 / 278256
Höhe: 400 m ü. M.
Fläche: 5.5 km²
Einwohner: 614 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 112 Einw. pro km²
Website: www.mammern.ch
Karte
Mindelsee Bodensee Nussbommersee Raffoltersee Hasensee Hüttwilersee Guemüliweier Deutschland Deutschland Kanton St. Gallen Kanton Schaffhausen Kanton Schaffhausen Kanton Zürich Bezirk Kreuzlingen Bezirk Münchwilen Bezirk Weinfelden Basadingen-Schlattingen Berlingen TG Diessenhofen Eschenz Felben-Wellhausen Frauenfeld Gachnang Herdern TG Homburg TG Hüttlingen TG Hüttwilen Mammern Matzingen Müllheim TG Neunforn Pfyn Schlatt TG Steckborn Stettfurt Thundorf TG Uesslingen-Buch Wagenhausen TG Warth-WeiningenKarte von Mammern
Über dieses Bild
ww

Mammern ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz und liegt am Südufer des Untersees. Durch Mammern führt die Seelinie.

Geschichte[Bearbeiten]

Mammern war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, es fanden sich prähistorische Pfahlbauten im Gewann „Langhorn“ [2], an der Mündung des Rheins in den Untersee. Die Fundstelle ist seit 2011 Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen. Des Weiteren finden sich Siedlungsspuren der Kelten.

Erstmals urkundlich erwähnt als Manburon im Jahre 909. 1319 erhielten die Herren von Kastell bei Tägerwilen die Herrschaft Mammern vom Kloster St. Gallen zu Lehen. Sie waren gleichzeitig die Besitzer der Neuburg, oberhalb des Dorfes. In den zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts bauten die damaligen Lehnsherrn, die Brüder Johann Peter (Landammann in Uri) und Karl Emmanuel von Roll (Landvogt im Thurgau) das Neue Schloss, welches 1687 in den Besitz des Klosters Rheinau (ZH) überging. Nachdem die Abtei 1799 aufgehoben wurde, folgte eine Periode des Besitzerwechsels. Endlich kaufte 1866 Dr. Freuler das Schloss und richtete darin eine Privatklinik ein, deren Nachfolgeinstitution noch heute besteht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die 1750 eingeweihte barocke Schlosskapelle, die vom Vorarlberger Architekten Johann Michael Beer (1696–1780) entworfen wurde. Das Innere wurde hauptsächlich durch den Kemptener Maler Franz Ludwig Herrmann (1723–1791) gestaltet.
  • Die Wallfahrtskapelle Sieben Schmerzen Mariä in Klingenzell.
  • Die Ruinen der Neuburg, der einstmals grössten Burg am Untersee.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mammern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Quelle: Vorarlberger Landesmuseum Bregenz, in: Aufgelistet! Funde von Pfahlbauten am Untersee In: Südkurier vom 9. September 2011