Marks & Spencer

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Marks & Spencer
MARKS & Spencer logo.svg
Rechtsform plc
ISIN GB0031274896
Gründung 1884
Sitz Lancing, Vereinigtes Königreich
Leitung Robert Swannell
Mitarbeiter 81.734[1]
Umsatz 10,0 Mrd. £
Branche Einzelhandel
Website www.marksandspencer.com
Stand: 31. Dezember 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Marks & Spencer ist ein großes Einzelhandelsunternehmen aus Großbritannien. Das Unternehmen ist neben den Supermarktketten Tesco, Sainsbury's, ASDA (gehört zu Wal-Mart), Morrisons, u. a. eines der größten Einzelhandelsunternehmen in Großbritannien. Es betreibt in ganz Großbritannien über 375 Einkaufsläden, die zumeist aus Kaufhäusern in Innenstadtlagen bestehen. Es ist im FTSE 100 gelistet, ISIN GB0031274896.

Geschichte[Bearbeiten]

Marks & Spencer in Warschau
Marks & Spencer, Leeds.

Am Anfang des Unternehmens stand ein Bauchladen, mit dem Michael Marks (Polnisch: "Michał Marks"), ein jüdischer Immigrant aus Polen, 1882 anfing, im Nordosten Englands Kurzwaren zu vertreiben. Nach zwei Jahren lieh er sich vom Großhändler Issac Dewhirst 5 Pfund für einen Verkaufsstand auf dem Markt in Leeds. Für seine Waren warb er mit dem ins Auge fallenden Slogan: Don't ask the price – it's a penny. Er hatte relativ schnell Erfolg, und es entstand eine kleine Kette von Marktständen, die sich "Marks' Penny Basar" nannte.

Das Penny-Limit wurde bis zum Ersten Weltkrieg aufrechterhalten. Der Name des Unternehmens hatte sich jedoch geändert, weil Marks 1894 zum Zwecke der geschäftlichen Expansion eine Partnerschaft mit Thomas Spencer einging, der Kassierer bei Dewhirst gewesen war. 1901 wurde das erste Kaufhaus in Manchester eröffnet. 1926 ging Marks & Spencer schließlich an die Börse; das Preislimit betrug zu dieser Zeit fünf Shilling.

1924 begann das Unternehmen, Bekleidung und Unterwäsche direkt vom Hersteller und nicht mehr über den Großhandel zu beziehen. Dadurch hatte Marks & Spencer größeren Einfluss auf die Qualität. Auf dieser Basis wurde dann 1928 das St-Michael-Warenzeichen für alle Waren eingeführt, die nach den eigenen Standards produziert wurden.

Bis in die 1950er wuchs das Unternehmen rasch an, expandierte und vergrößerte das Warenangebot und den Komfort in seinen Warenhäusern (z. B. mit "Cafebars"). 1968 überholte M&S den Konkurrenten Woolworth als größten Einzelhändler in Großbritannien; diesen Status verlor das Unternehmen jedoch 1992 an Sainsbury's. 1975 wurden die ersten Läden auf dem europäischen Festland eröffnet. Diese Expansionsstrategie wurde 2001 aufgegeben, und die Filialen in Deutschland (Westenhellweg, Dortmund, Zeil, Frankfurt am Main, Köln, Essen u.a.), Belgien und Frankreich wurden verkauft oder geschlossen. Die entstandenen Verluste sind Gegenstand der Marks-&-Spencer-Entscheidung des EuGH.

Im Oktober 2012 trat M&S der Detox-Kampagne von Greenpeace bei. M&S unterschrieb eine Selbstverpflichtung, alle gefährlichen Chemikalien aus seiner gesamten Lieferkette und Produktpalette bis 2020 zu entfernen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bamber Gascoigne: Encyclopedia of Britain. BCA, London, New York, Sydney, Toronto 1993, ISBN 0-333-54764-0, S. 406.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marks & Spencer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2013 (englisch), abgerufen am 17. Mai 2014. pdf, 9MB.
  2. www.greenpeace.de