Merpati Nusantara Airlines

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Merpati Nusantara Airlines
Logo der Merpati Nusantara Airlines
Boeing 737-200 der Merpati Nusantara Airlines
IATA-Code: MZ
ICAO-Code: MNA
Rufzeichen: MERPATI
Gründung: 1962
Betrieb eingestellt: 2014
Sitz: Jakarta, IndonesienIndonesien Indonesien
Heimatflughafen:

Jakarta

Leitung: Cucuk Suryosuprojo
Flottenstärke: 30
Ziele: national und international
Merpati Nusantara Airlines hat den Betrieb 2014 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Merpati Nusantara Airlines war eine indonesische Fluggesellschaft mit Sitz in Jakarta, die ihren Betrieb im Jahr 2014 eingestellt hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fluggesellschaft wurde am 6. September 1962 als zweite staatliche Fluggesellschaft gegründet. Bis 2001 gehörte auch die größte indonesische Fluggesellschaft Garuda Indonesia zur Muttergesellschaft Merpati Nusantara, die zu 100 Prozent dem indonesischen Staat gehört. Danach wurden die beiden Gesellschaften getrennt. Merpati Nusantara Airlines sowie 50 andere indonesische Fluggesellschaften (Stand Juli 2007) wurden in die Schwarze Liste der EU aufgenommen, so dass für alle ihre Maschinen ein Landeverbot in der EU besteht.[1] Im Februar 2014 musste die Fluggesellschaft wegen fehlender Liquidität sämtliche Flüge einstellen.[2]

Flugziele[Bearbeiten]

Die Fluggesellschaft flog alle großen und viele kleine indonesische Städte an. Außerdem bot sie internationale Dienste nach Darwin in Australien und Dili in Osttimor an.

Flotte[Bearbeiten]

Eine Xi'an MA60 der Merpati Nusantara Airlines

Mit Stand Juli 2013 bestand die Flotte der Merpati Nusantara Airlines aus 30 Flugzeugen[3][4]:

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Die Website des Aviation Safety Networks verzeichnet von 1971 bis September 2011 insgesamt 33 Zwischenfälle mit Todesfolge oder Totalverlust des Flugzeugs.[5] Einige Zwischenfälle der jüngeren Vergangenheit sind hier exemplarisch aufgeführt:

  • Am 2. August 2009 stürzte eine DHC-6 Twin Otter (Kennung PK-NVC) mit 14 Passagieren und 2 Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Flug 9760D von Jayapura nach Oksibil (Indonesien) ab. Das Wrack der Maschine wurde nach zweitägiger Suche etwa 40 Kilometer von Oksibil entfernt an einem Berghang in einer Höhe von zirka 2800 Metern entdeckt. Beim diesem Unglück kamen alle 16 Insassen ums Leben.[6]
  • Am 13. April 2010 rollte eine Boeing 737-300 der Merpati Nusantara Airlines auf dem Flug 836 aus Sorong mit 25 Passagieren und 2 Besatzungsmitgliedern über das Ende der Landebahn in Manokwari (Papua Barat, Indonesien) hinaus in einen Fluss und zerbrach dabei in der Mitte. 20 Passagiere wurden verletzt, einer davon schwer, zwei lebensgefährlich.[7]
  • Am 7. Mai 2011 stürzte eine Xi'an MA60 (Kennung PK-MZK) auf dem Flug 8968 von Sorong nach Kaimana mit 21 Passagieren und 4 Besatzungsmitgliedern an Bord vor Kaimana ins Meer. Beim Anflug auf Landebahn 19 schlug das Flugzeug gegen 04:45 Uhr UTC etwa 500 m vor Erreichen der Landebahn auf das Wasser auf. Von den 25 Insassen überlebte den Absturz niemand. Die Sicht betrug in Dunst und Regen deutlich weniger als 2000 m.[8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spiegel: EU setzt alle indonesischen Airlines auf Schwarze Liste. vom 28. Juni 2007.
  2. aerotelegraph.com, abgerufen am 18. April 2014
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMerpati Nusantara Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 12. Juli 2013 (englisch).
  4. thejakartapost.com - Regulator may ground Merpati’s MA60 fleet (englisch) 13. Juni 2013
  5. Aviation Safety Database – Merpati Nusantara. aviation-safety.net, abgerufen am 7. Oktober 2011 (englisch).
  6. Crash: Merpati DHC6 enroute on Aug 2nd 2009, aircraft impacted mountain The Aviation Herald (englisch), abgerufen am 5. August 2009
  7. Accident: Merpati B733 at Manokwari on Apr 13th 2010, overran runway and broke up in river The Aviation Herald (englisch), abgerufen am 13. April 2010
  8. Crash: Merpati MA60 at Kaimana on May 7th 2011, impacted waters before runway The Aviation Herald (englisch), abgerufen am 8. Mai 2011

Weblinks[Bearbeiten]