Mike Babcock

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KanadaKanada Mike Babcock Eishockeyspieler
Mike Babcock
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 29. April 1963
Geburtsort Manitouwadge, Ontario, Kanada
Größe 185 cm
Gewicht 79 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Links
Spielerkarriere
1980–1981 Saskatoon Blades
1982–1983 Kelowna Wings
1983–1987 McGill University
1987–1988 Whitley Warriors

Mike Babcock (* 29. April 1963 in Manitouwadge, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer. Zurzeit trainiert er die Detroit Red Wings in der National Hockey League.

Als Weltmeister 2004, Stanley-Cup-Sieger 2008 und Gewinner der olympischen Goldmedaille 2010 und 2014 ist Babcock der derzeit einzige Trainer, der Mitglied im Triple Gold Club ist.

Karriere[Bearbeiten]

Mike Babcock spielte in seiner Jugend in der kanadischen Juniorenliga WHL, wurde aber nie von einem NHL-Team entdeckt. Ab 1983 ging er auf die McGill University für deren Eishockeyteam er auch spielte. Zeitweise führte er das Team auch als Mannschaftskapitän aufs Eis. 1987 schloss er sein Studium mit einem Bachelor-Abschluss als Sportlehrer ab und belegte danach noch Kurse in Sportpsychologie.

Danach ging er nach England, wo er in der British Hockey League ein Jahr als Spielertrainer arbeitete und in 36 Spielen 34 Tore und 98 Assists erzielte. 1988 kehrte er zurück nach Nordamerika und trainierte für drei Jahre die Eishockeymannschaft des Red Deer College in der kanadischen Provinz Alberta. 1989 gewann er mit dem Team die Collegemeisterschaft der Provinz und er wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

1991 übernahm Babcock den Job als Cheftrainer der Moose Jaw Warriors in der WHL, hatte aber keinen großen Erfolg. Ab 1993 arbeitete er ein Jahr als Trainer der University of Lethbridge und gewann die kanadische Collegemeisterschaft, ehe er einen Vertrag beim WHL-Team Spokane Chiefs erhielt. 1996 und 2000 führte er die Chiefs ins Finale der WHL-Playoffs.

2000 erhielt er einen Vertrag als Trainer der Cincinnati Mighty Ducks in der AHL. Das Team fungierte zu diesem Zeitpunkt als Farmteam der Mighty Ducks of Anaheim und der Detroit Red Wings aus der NHL. Zwei Jahre lang übte er den Job in Cincinnati aus.

Zwischen 2002 und 2005 war er Cheftrainer des NHL-Teams Mighty Ducks of Anaheim, mit denen er gleich in der ersten Saison das Finale um den Stanley Cup erreicht hatte, aber nach sieben Spielen den New Jersey Devils unterlag. Im Juli 2005 lehnte er eine Vertragsverlängerung mit den Ducks ab. Am 15. Juli wurde Babcock neuer Cheftrainer der traditionsreichen Franchise Detroit Red Wings und ersetzte damit den früheren Trainer Dave Lewis.

Gleich in seinem ersten Jahr in Detroit schloss das Team auf dem ersten Platz in der NHL nach der Regulären Saison ab und gewann die Presidents' Trophy. In den Playoffs scheiterten die Red Wings aber schon in der ersten Runde. 2006/07 verliefen die Playoffs erfolgreicher und die Red Wings zogen ins Finale Western Conference ein, wo sie jedoch an Babcocks ehemaligen Team aus Anaheim scheiterten, das schließlich den Stanley Cup gewann. In der Saison 2007/08 erreichte er bereits zum dritten Mal in Folge die Marke von 50 Saisonsiegen und gewann mit den Red Wings nach 2005/06 zum zweiten Mal die President's Trophy als bestes Team der Regulären Saison und in den anschließenden Playoffs auch den Stanley Cup.

Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann er 1997 die Goldmedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Genf, 2004 die Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft der Herren in Prag sowie die olympische Goldmedaille der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. 2014 konnte er mit der Nationalmannschaft den Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wiederholen.

Privates[Bearbeiten]

Mike und seine Frau, Maureen, haben drei Kinder: Allie, Michael und Taylor.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten]

Trainerstatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga GC W L T OTL Pts Win % GC W L Resultat
1991–1992 Moose Jaw Warriors WHL 72 33 36 3 69 0.479 4 0 4 1. Runde
1992–1993 Moose Jaw Warriors WHL 72 27 42 3 57 0.396
1993–1994 University of Lethbridge CIAU
1994–1995 Spokane Chiefs WHL 72 32 36 4 68 0.472 11 6 5 Division Semifinale
1995–1996 Spokane Chiefs WHL 72 50 18 4 104 0.722 18 9 9 Finale
1996–1997 Spokane Chiefs WHL 72 35 33 4 74 0.514 9 4 5 Division Semifinale
1997–1998 Spokane Chiefs WHL 72 45 23 4 94 0.653 18 10 8 Division Finale
Spokane Chiefs MCup 3 1 2 0 2 0.333 1 0 1 Semifinale
1998–1999 Spokane Chiefs WHL 72 19 44 9 47 0.326
1999–00 Spokane Chiefs WHL 72 47 19 4 2 100 0.694 15 10 5 Finale
2000–2001 Cincinnati Mighty Ducks AHL 80 41 26 9 4 95 0.594 4 1 3 1. Runde
2001–2002 Cincinnati Mighty Ducks AHL 80 33 33 11 3 80 0.500 3 1 2 Qualifikationsrunde
2002–2003 Mighty Ducks of Anaheim NHL 82 40 27 9 6 95 0.579 21 15 6 Stanley Cup-Finale
2003–2004 Mighty Ducks of Anaheim NHL 82 29 35 10 8 76 0.463
2004–2005 ohne Team wegen Lockout
2005–2006 Detroit Red Wings NHL 82 58 16 8 124 0.756 6 2 4 Conference Viertelfinale
2006–2007 Detroit Red Wings NHL 82 50 19 13 113 0.689 18 10 8 Conference Finale
2007–2008 Detroit Red Wings NHL 82 54 21 7 115 0.701 22 16 6 Stanley Cup-Sieger
2008–2009 Detroit Red Wings NHL 82 51 21 10 112 0.683
WHL gesamt 576 288 251 35 2 613 0.532 75 39 36 6 Teilnahmen
AHL gesamt 160 74 59 20 7 175 0.547 7 2 5 2 Teilnahmen
NHL gesamt 492 282 139 19 52 635 0.645 67 43 24 4 Teilnahmen

Weblinks[Bearbeiten]