NOFX

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NOFX
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NOFX 2007
NOFX 2007
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punkrock, Skatepunk, Melodic Hardcore, Ska-Punk, Streetpunk
Gründung 1983
Website www.nofxofficialwebsite.com
Gründungsmitglieder
Fat Mike (Mike Burkett)
E-Gitarre, Gesang
Eric Melvin
Erik Sandin
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Bass
Fat Mike (Mike Burkett)
Eric Melvin
Erik Sandin
Leadgitarre, Hintergrundgesang
El Hefe (Aaron Abeyta)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Scott Sellers (1985–1986)
Schlagzeug
Scott Aldahl (1986–1987)
Gesang
Dave Allen (1986)
Gitarre
Dave Casillas (1986–1989)
Gitarre
Steve Kidwiller (1989–1991)

NOFX [ˌnəʊ.ɛfˈɛks] ist eine US-amerikanische Punkrock- und Melodic-Hardcore-Band.

Geschichte[Bearbeiten]

1983 gründeten Erik „Smelly“ Sandin, Eric Melvin und Mike Burkett alias Fat Mike die Band. Sänger und zweite Gitarre wechselten des Öfteren. 1985 unterzeichneten sie bei Mystic Records einen Plattenvertrag und veröffentlichten dort ihre ersten Singles und EPs. Der Bandname entstand aus dem Namen einer anderen Punkband namens Negative FX. Ab 1986 übernahm Fat Mike den Gesang dauerhaft; Später wechselte die Band zu Epitaph Records und brachten 1988 das Album Liberal Animation und 1989 das Album S & M Airlines auf den Markt. Bis Liberal Animation war die Musik NOFX noch von rauem hartem Punk Rock dominiert, was sich auf dem Album S & M Airlines ändern sollte; einige der Lieder hatten den Charakter komplex aufgebauter Nummern mit verschiedenen Stiländerungen bis hin zu Outros im Stil von Led Zeppelin mit einer Länge von über 5 Minuten (Beispiele dafür sind der Titelsong sowie Shut Up Already).

Im Jahre 1991 erlangte NOFX mit ihrem Album Ribbed einen hohen Bekanntheitsgrad. Dieses Album kann man als Wegbereiter des New School Punk bezeichnen (der fälschlicherweise auch als Skatepunk bezeichnet wird). Schnelle Nummern mit eingängigen Melodien dominierten das Album, aber auch langsame und satirische Nummern wie Together on the Sand.

1992 stieß El Hefe als zweiter Gitarrist hinzu und Fat Mike gründete sein eigenes Label Fat Wreck Chords. El Hefe hatte einen breiten Hintergrund als Gitarrist und spielte auch Trompete, was den Sound von NOFX nochmals grundlegend verändern sollte. Mit der auf Fat Wreck Chords herausgebrachten EP The Longest Line, setze NOFX 1992 neue Maßstäbe im New School Punk mit hoch experimentellen Nummern wie The Death of John Smith aber auch mit ihren All Time Hits The Longest Line und Kill all the White Man.

Mit dem 1992er Album White Trash, Two Heebs and a Bean gelang NOFX der Durchbruch. El Hefes Einfluss war so stark, dass dieses Album Elemente wie Ska, Reggae und Jazz beinhaltete. Neben sehr persönlichen Themen verarbeiteten NOFX auch erstmals ihre Berühmtheit, die sie nie beansprucht haben, mit dem Lied Please Play This Song On The Radio. Von da an begannen NOFX gegen eine gezielte Vermarktung und Ausbeutung ihres Namens zu arbeiten. NOFX wollen für ihre Fans da sein, sich politisch engagieren aber nicht als Geldmacher verstanden werden.

Punk in Drublic wurde 1994 veröffentlicht und war ein sehr melancholisches Album von NOFX mit oft sehr nachdenklichen Texten und ebenfalls ein Erfolg.

Das nächste Album, Heavy Petting Zoo (1996), war ebenfalls erfolgreich, obwohl NOFX hier etwas ruhiger zu Werke gingen. Heavy Petting Zoo erschien als LP-Version unter dem Titel Eating Lamb. Das im Vergleich zur CD-Version veränderte Cover zeigt einen halbnackten Mann der mit einem Schaf wechselseitigen Oralverkehr ausführt. Aufgrund dessen wurde diese Version durch einen Beschluss des Amtsgericht Münster vom 29. Oktober 1996 wegen „Verbreitung pornographischer Schriften“ (§ 184 I, § 11 III, § 184 III Ziff. 1, 2 StGB) bundesweit beschlagnahmt.

Ebenso erfolgreich war das 1997er Werk So Long and Thanks for All the Shoes.

Die 1999 erschienene EP The Decline besteht aus einem einzigen gleichnamigen Song, der 18:19 Minuten lang ist und aus vielen verschiedenen Passagen besteht. Damit ist er nach Yes Sir, I Will von Crass einer der längsten und komplexesten Punkrock-Songs, die jemals veröffentlicht wurden.

2000 erschien Pump Up The Valuum, das vollständig auf Ska-Elemente verzichtete.

Ihr nächstes Album The War On Errorism, welches im Mai 2003 erschien, veröffentlichten sie auf Fat Wreck Chords. Es richtete sich besonders gegen die US-Regierung unter George W. Bush. 2004 folgte das Best-Of-Album The Greatest Songs Ever Written (By Us) auf Epitaph Records mit einem zusätzlichen neuen Song.

Statt eines neuen Albums gab es 2005 eine Aktion: Ab Februar 2005 veröffentlichte die Band ein Jahr lang jeden Monat eine 7“-Single, die man nur erhielt, wenn man sich in den so genannten 7“ Of The Month Club für 60$ + Versandkosten (40$ nach Deutschland) einschreibt. Die Cover für alle 12 Singles wurden per Malwettbewerb ausgesucht.

Fat Mike bei einem Auftritt

Das 10. Studioalbum erschien am 13. April 2006 und trägt den Titel Wolves in Wolves’ Clothing, vorab wurde mit Never Trust a Hippy am 10. März 2006 eine EP veröffentlicht.

Am 28. April 2009 kam das Full-Length-Album mit dem Titel Coaster und am 24. November die EP Cokie the Clown mit 5 neuen Liedern, die nicht auf dem Album erschienen sind, da sie laut Angaben der Band zu gut für das Album waren, auf den Markt.

Am 17. August 2010 wurde die EP The Longest EP veröffentlicht. Es ist eine Zusammenstellung einiger Lieder von 1987 bis 2009. Insgesamt sind 30 Lieder auf The Longest EP, hauptsächlich von EPs der letzten Jahre. The Longest EP kann daher mit 45 or 46 Songs That Weren't Good Enough to Go on Our Other Records verglichen werden. Außerdem ist das Cover stilistisch an der 1992er EP The Longest Line angelehnt.

Am 2. August 2011 ist eine EP mit neun Hardcore-Covern erscheinen. Alle Lieder der EP sind von Eric Melvin gesungen.

In einem Interview im Februar 2012 gab Fat Mike an, dass zur Zeit ein neues Album in Arbeit sei und voraussichtlich im Herbst 2012 erscheinen werde. Mit den Aufnahmen will die Band im April beginnen. Außerdem wird gerade die zweite Staffel ihrer TV-Show Backstage Passport gedreht. Die DVD wird wahrscheinlich 2013 erscheinen.

Am 11. September 2012 ist das neue Studioalbum Self Entitled mit 12 neuen Songs erschienen.[1]

Sänger und Bassist „Fat Mike“ ist auch Mitglied der Band Me First and the Gimme Gimmes. Zudem trat er unter dem Künstlernamen „Cokie the Clown“ als Solokünstler auf und schockierte das Publikum mit erschütternden Geschichten und dem Ausschank seines eigenen Urins, den er zunächst als Tequila getarnt hatte.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Punk in Drublic
  DE 72 18.07.1994 (18 Wo.) [3]
I Heard They Suck...Live
  DE 62 18.09.1995 (8 Wo.) [3]
  US 198 09.09.1995 (1 Wo.) [4]
Heavy Petting Zoo
  DE 40 29.01.1996 (18 Wo.) [3]
  AT 20 11.02.1996 (13 Wo.) [5]
  UK 60 10.02.1996 (1 Wo.) [6]
  US 63 17.02.1996 (4 Wo.) [4]
So Long and Thanks for All the Shoes
  DE 49 17.11.1997 (4 Wo.) [3]
  US 79 29.11.1997 (2 Wo.) [4]
Pump Up the Valuum
  DE 64 12.06.2000 (6 Wo.) [3]
  CH 91 25.06.2000 (2 Wo.) [7]
  US 61 01.07.2000 (6 Wo.) [4]
45 or 46 Songs that Weren’t Good Enough to Go on Our Other Records
  DE 89 10.06.2002 (1 Wo.) [3]
  AT 57 16.06.2002 (4 Wo.) [5]
  CH 97 23.06.2002 (1 Wo.) [7]
  US 80 08.06.2002 (3 Wo.) [4]
The War On Errorism
  DE 27 19.05.2003 (3 Wo.) [3]
  AT 46 25.05.2003 (4 Wo.) [5]
  CH 25 18.05.2003 (12 Wo.) [7]
  UK 48 17.05.2003 (1 Wo.) [6]
Wolves in Wolves’ Clothing
  DE 60 01.05.2006 (2 Wo.) [3]
  AT 64 28.04.2006 (4 Wo.) [5]
  CH 56 30.04.2006 (3 Wo.) [7]
  US 46 06.05.2006 (3 Wo.) [4]
Coaster
  DE 50 11.05.2009 (2 Wo.) [3]
  CH 100 17.05.2009 (1 Wo.) [7]
  US 36 16.05.2009 (5 Wo.) [4]
Self Entitled
  DE 60 28.09.2012 (… Wo.) [3]
  AT 48 28.09.2012 (… Wo.) [5]
  CH 79 30.09.2012 (… Wo.) [7]
  US 42 29.09.2012 (… Wo.) [4]
EPs
The Decline
  US 200 11.12.1999 (1 Wo.) [4]
Regaining Unconsciousness
  US 187 12.04.2003 (1 Wo.) [4]
Never Trust A Hippy
  US 186 01.04.2006 (1 Wo.) [4]
[3]

[5] [7] [6]

[4]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten]

EPs / 7 Inches[Bearbeiten]

  • 1985: NOFX (Mystic Records)
  • 1986: So what If We're on Mystic! (Mystic Records)
  • 1987: The P.M.R.C. Can Suck on This (Wassail Records, wiederveröffentlicht 1992, Fat Wreck Chords)
  • 1988: S & M Airlines (Split 7“ mit Drowning Roses, Eigenproduktion)
  • 1992: The Longest Line (Fat Wreck Chords)
  • 1993: Liza and Louise (Fat Wreck Chords)
  • 1994: Don't Call Me White (Fat Wreck Chords)
  • 1995: Leave It Alone (Epitaph Records)
  • 1995: HOFX (Fat Wreck Chords)
  • 1996: Fuck the Kids (Fat Wreck Chords)
  • 1998: All of Me (Fat Wreck Chords)
  • 1999: Timmy the Turtle (Fat Wreck Chords)
  • 1999: Louise and Liza (Fat Wreck Chords)
  • 1999: The Decline (Fat Wreck Chords)
  • 2000: Pods and Gods (Fat Wreck Chords)
  • 2000: Bottles to the Ground (Epitaph Records)
  • 2001: Surfer (Fat Wreck Chords)
  • 2001: Fat Club (Fat Wreck Chords)
  • 2003: Regaining Unconsciousness (Fat Wreck Chords)
  • 2003: 13 Stitches (Fat Wreck Chords)
  • 2005-2006: 7“ of the Month Club (Fat Wreck Chords)
  • 2006: Never Trust a Hippy (Fat Wreck Chords)
  • 2009: The Myspace Transmissions, Vol. 11, (online über Myspace Transmissions veröffentlicht[8])
  • 2009: Cokie the Clown (Fat Wreck Chords)
  • 2009: My Orphan Year (Fat Wreck Chords)
  • 2011: Hardcore (Fat Wreck Chords)
  • 2012: My Stepdad's A Cop And My Stepmom's A Domme (Fat Wreck Chords)
  • 2012: Ronnie & Mags (Fat Wreck Chords)
  • 2013: Stoke Extinguisher (Fat Wreck Chords)

Kompilationen/Livealben[Bearbeiten]

  • 1992: Maximum Rocknroll (Mystic Records)
  • 1993: Bob Live
  • 1994: Drunk in Publik Live in Belgium
  • 1995: I Heard They Suck Live (Fat Wreck Chords)
  • 2002: NOFX/Rancid BYO Split Series Vol. III (Byo Records)
  • 2002: 45 or 46 Songs that Weren't Good Enough to Go on Our Other Records (Doppel-CD; CD 1: B-Seiten, CD 2: „Surfer“-EP & „Fuck The Kids“-EP) (Fat Wreck Chords)
  • 2004: The Greatest Songs Ever Written (By Us) (Best-Of-Album) (Epitaph Records)
  • 2007: They've Actually Gotten Worse Live (Fat Wreck Chords)
  • 2010: The Longest EP (Fat Wreck Chords)
  • 2010: NOFX/The Spits - 7 Split (Fat Wreck Chords)
  • 2012: 126 inches of NOFX: Singles Collection [Box Set 17 Singles + 1984 Thalidomide Child EP] (Fat Wreck Chords)

Videos/DVDs[Bearbeiten]

  • 1994: Ten Years of Fuckin’ Up (seit 2003 auch als DVD)
  • 2009: NOFX: Backstage Passport (DVD)
  • 2012: The Decline Live DVD (DVD)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. in-your-face.de: NOFX: Neues Album "Self Entitled" im September | In-Your-Face.de
  2. Musikzeitschrift VISIONS berichtet über „Cokie the Clown“, 30. März 2010. Abgerufen am 20. September 2012.
  3. a b c d e f g h i j k musicline.de: Chartverfolgung/ NOFX/ Longplay Abgerufen am 4. Februar 2010. (HTML, deutsch)
  4. a b c d e f g h i j k l billboard.com: NOFX Album & Song Chart History Abgerufen am 4. Februar 2010. (HTML, englisch)
  5. a b c d e f austriancharts.at: Discographie NOFX Abgerufen am 4. Februar 2010. (HTML, deutsch)
  6. a b c chartstats.com: NOFX Abgerufen am 4. Februar 2010. (HTML, englisch)
  7. a b c d e f g hitparade.ch: Discographie NOFX Abgerufen am 4. Februar 2010. (HTML, deutsch)
  8. "Live Session With NOFX on MySpace". Noise Press.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: NOFX – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien