Nikon D7000

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nikon D7000
Nikon D7000 Digital SLR Camera 04.jpg
Typ: DX-Format-DSLR
Objektivanschluss: Nikon-F-Bajonett
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: 23,6 mm × 15,6 mm
Auflösung: 16,2 Megapixel
Bildgröße: maximal 4928 × 3264 Bildpunkte
Pixelpitch (µm): 4.7
Formatfaktor: 1,523
Seitenverhältnis: 3:2
Dateiformate: RAW/NEF, JPEG, MOV
ISO-Empfindlichkeit: 100–6400 (erweiterbar auf ISO 25600)
Aufnahmebereitschaft: 1,0 s
Auslöseverzögerung: 0,052 s
Sucher: Pentaprisma
Bildfeld: ca. 100 % (vertikal und horizontal)
Vergrößerung: 0,94-fach
Bildschirm: TFT-LCD
Größe: 7,62 cm (3″)
Auflösung: 640 × 480 Pixel (307.200 Pixel), 267 ppi[1]
Betriebsarten: Automatik, Automatik (Blitz aus), Motivprogramme (SCENE), Programmautomatik (P) mit Programmverschiebung, Blendenautomatik (S), Zeitautomatik (A), manuelle Belichtungssteuerung (M), 2 eigene Einstellungen (USER 1 und 2)
Bildfrequenz: bis zu 6 /s
Autofokus (AF): Phasenvergleich
AF-Messfelder: 39 (davon 9 Kreuzsensoren)
AF-Betriebsarten: einzel (S), kontinuierlich (C), automatisch (A)
Belichtungsmessung: Matrix, mittenbetont, Spot
Messbereich: Spot: ⌀ 3,5 mm; mittenbetont: ⌀ 8 mm (75 % Gewichtung)
Korrektur: ±5 EV (in ⅓ Schritten)
Verschlusszeiten: 1/8000 bis 30 s, Bulb
Blitz: eingebaut
Leitzahl: 12
Blitzsteuerung: iTTL-Automatikblitz, Funktion zur Vermeidung roter Augen, Aufhellblitz, Langzeitsynchronisation
Blitzanschluss: Blitzschuh
Synchronisation: wahlweise 1/250 s oder 1/320 s
Belichtungskorrektur: –3 bis +1 EV (in ⅓ Schritten)
Blitzfunktionen: Normal, Automatik, Red-Eye-Reduktion, Langzeitsynchronisation, Rear-Sync
Weißabgleich: Automatik (2 Typen), Kunstlicht, Leuchtstofflampe (2 Typen), direktes Sonnenlicht, Blitzlicht, bewölkt, Schatten, eigener Messwert (5 Speicherplätze), Farbtemperaturwahl (2.500–10.000 K) – alle mit Feinabstimmung
Speichermedien: SD Card (SDXC kompatibel)
Datenschnittstelle: USB 2.0, HDMI
Videoschnittstelle: PAL oder NTSC (wählbar)
Direktes Drucken: DPOF, PictBridge
Stromversorgung: Lithium-Ionen-Akku, Kamera-spezifisch, EN-EL15
Abmessungen: 105 mm × 132 mm × 77 mm
Gewicht: 690 g (ohne Akku, Speicherkarte, Gehäusedeckel und Monitorabdeckung)
Ergänzungen: Bildsensor-Reinigung, künstlicher Horizont

Die Nikon D7000 ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) mit 16,2-Megapixel-Bildsensor im DX-Format, die über eine HD-Videofunktion verfügt. Sie wurde am 15. September 2010[2] kurz vor der photokina vorgestellt und ist seit Oktober 2010 erhältlich. Bei Ankündigung der D7000 wurde sie teilweise als Beginn einer neuen Kamerareihe zwischen D90 und D300s gesehen.[3][4] Im Februar 2013 kam das Nachfolgemodell, die Nikon D7100, auf den Markt.

Technik[Bearbeiten]

Die Nikon D7000 weist ebenso wie die D90 ein 3"(7,62 cm)-LC-Display mit 921.000 Bildpunkten auf. Daneben wurden mit ihr jedoch einige Modifikationen eingeführt. Neben der höheren Auflösung von 16,2 gegenüber 12,3 Megapixeln und einem schnelleren Verschluss (kürzeste Belichtungszeit 1/8000 sec. statt 1/4000 sec.), einer schnelleren Blitzsynchronzeit von 1/250 sec. verfügt sie über einen größeren ISO-Umfang (100-6.400, erweiterbar auf 25.600). Ebenso ist die Serienbildrate auf bis zu 6 Bilder pro Sekunde gestiegen. Die Herkunft des Bildsensors wurde von Nikon nicht bekanntgegeben, beim Zerlegen einer Kamera wurde Sony als Hersteller identifiziert.[5]

Zur Speicherung der Film- und Bilddaten kommen in der D7000 zwei SD Memory Cards zum Einsatz. Weiterhin besitzt sie ein spritzwassergeschütztes, an Rück- und Oberseite aus einer Magnesiumlegierung bestehendes Gehäuse.[3] Der Belichtungsmesser verfügt im Vergleich zur D90 mit 2016 RGB-Pixeln über die rund vierfache Auflösung; die Anzahl der Autofokussensoren stieg auf 39, davon neun Kreuzsensoren (D300s: 51, davon 15 Kreuz).[4]

Die D7000 weist mehrere grundlegende Neuerungen gegenüber anderen Modellen aus: So gibt es die Aufnahme-Modi U1 und U2: Fotografen können ihre individuellen Einstellungen (Weißabgleich, AF-Modi, Belichtungseinstellungen, etc.) speichern und mit einem Dreh wieder einstellen. Weiter kann die D7000 mit zwei SD-Karten bestückt werden. Die Verwendung der SD-Karten kann konfiguriert werden. Eine Variante ist das parallele Speichern der Bilder als JPG- und RAW-Datei. Eine andere Variante ist die Nutzung der zweiten Datei als Sicherungskopie. Schließlich ist es möglich, die zweite SD-Karte als Reserve zu nutzen.

An der D7000 lassen sich ebenso wie am Nachfolgemodell D7100 Objektive ohne CPU-Steuerung im manuellen Modus und mit Zeitautomatik benutzen. [6]

Für die D7000 ist ein Batteriehandgriff mit Hochformatauslöser erhältlich. Dieser lässt sich im Vergleich zum Vorgängermodell D90 ohne Entfernen des Akkufachdeckels ansetzen.

Videoaufzeichnung[Bearbeiten]

Mit der Nikon D7000 können Videos in einer Auflösung von bis zu 1920 × 1080 Pixeln (Full HD mit 24 Vollbildern pro Sekunde) und einer maximalen Länge von 20 Minuten im Quicktime-Format aufgezeichnet werden. Im Gegensatz zur D90 ist dabei auch die Verwendung des Autofokus während der Aufnahmen möglich.[7]

GPS-Anschluss[Bearbeiten]

Die D7000 besitzt eine kombinierte Schnittstelle für Kabelauslöser und GPS-Empfänger wie das Nikon GP-1, um einfaches Geotagging von JPEG- und NEF-Dateien zu ermöglichen.[8] Die GPS-Schnittstelle verarbeitet neben den GPS-Daten auch Kompassinformationen (Heading). Diese Funktion wird nur durch Geotagger von Drittherstellern genutzt.[9]

Kritik[Bearbeiten]

Eine eingestellte (veränderte) Belichtungskorrektur wird auf dem LC-Display durch ein Symbol (+-) dargestellt und nur beim Drücken der Belichtungskorrekturtaste wird der Wert der Belichtungskorrektur angezeigt. Die Blende lässt sich bei Objektiven ohne Blendenring (Typ G) im Live-View nicht verändern.[10] Die Kamera bietet kein Live-Histogramm.

Nikon versucht, in der D7000 technisch den Einsatz von Fremdhersteller-Akkumulatoren zu verhindern.

Das vereinzelte Auftreten von Hotpixeln im LiveView-Modus und in Filmen wurde mit der Firmware 1.01 behoben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikon D7000 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikon (neben anderen Herstellern) zählt die Subpixel jedes Pixels, d.h. den roten, grünen und blauen Kanal jedes Pixels einzeln, und spezifiziert daher das rückwärtige Display mit 307.200 [Pixel] × 3 [Farben] = 921.600 oder ca. 921.000 Bildpunkte.
  2. Pressemeldung bei Nikon.de aufgerufen am 15. September 2010.
  3. a b Lars Bube, Horst Gottfried: Digitale Spiegelreflexkameras: Nikon D7000 peilt DSLR-Oberklasse an. Meldung auf crn.de vom 15. September 2010.
  4. a b Benjamin Kirchheim : Für anspruchsvolle Fotoamateure: Die neue zwischen D90 und D300S heißt Nikon D7000. Meldung bei digitalkamera.de vom 15. September 2010.
  5. Nikon D7000 has a Sony sensor (confirmed), NikonRumors vom 25. Januar 2011
  6. http://www.nikon.de/de_DE/product/digital-cameras/slr/consumer/d7000
  7. Nikon.com: D-Movie Full HD movie-recording function: D-Movie with enhanced operability and image quality.
  8. Produktseite GP-1 bei Nikon.de aufgerufen am 4. April 2012
  9. Vergleich verschiedener Geotagger für Nikon DSLR bei gps-camera.eu aufgerufen am 4. April 2012
  10. Nikon D7000 in-depth review, Digital Photography Review