Nikon D700

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nikon D700
Nikon D700 mit 105-1.8 01 08.jpg
Typ: Digitale Spiegelreflexkamera mit Sensor in Kleinbildformat
Objektivanschluss: Nikon-F-Bajonett
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: 36 x 23,9 mm
Auflösung: 12,1 Megapixel
Bildgröße: 4.256 x 2.832 Pixel
Pixelpitch (µm): 7.8
Formatfaktor: 1
Seitenverhältnis: 3:2
Dateiformate: NEF (Rohdatenformat (Fotografie)), TIFF, JPEG
ISO-Empfindlichkeit: 200–6.400 (100-25.600 manuell)
Sucher: Pentaprisma
Bildfeld: Vertikal / Horizontal ca. 95 %
Vergrößerung: 0,72×, Austrittspupille 18 mm
Bildschirm: Farb-TFT-LCD-Farbmonitor
Größe: 7,5 cm (3″)
Auflösung: 640 × 480 Pixel (307.200 Pixel), 270 ppi[1]
Bildfrequenz: bis zu 8 Bilder/Sekunde
Belichtungsmessung: Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Mittenbetonte Integralmessung
Regelung: Programm-, Blenden-, Zeitautomatik, manuelle Belichtung
Korrektur: Manuell: ± 5 Stufen in 1/3-, 1/2- oder ganzen Stufen
Verschluss: Elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
Verschlusszeiten: 1/8000 bis 30 Sek., Langzeitbelichtung, X-Synchronzeit 1/250 Sek.
Blitz: manuell ausklappbarer Blitz
Blitzsteuerung: Nikon iTTL
Blitzanschluss: X-Kontakt, Standard-ISO-Normschuh
Synchronisation: 1. oder 2. Verschlussvorhang
Speichermedien: CompactFlash (CF) Typ I
Datenschnittstelle: USB 2.0 Hi-Speed, HDMI
Videoschnittstelle: Videoausgang NTSC/PAL
Direktes Drucken: PictBridge
Stromversorgung: Lithium-Ionen-Akku EN-EL3e; Lithium-Ionen-Akku EN-EL4a oder acht Mignonzellen im Batteriegriff möglich
Abmessungen: 147 x 123 x 77 mm (BxHxT)
Gewicht: ca. 1.055 g (betriebsbereit)
Rückseite der D700
D700 mit ausgeklapptem integriertem Blitzgerät
Oberseite der D700 mit angebrachtem Geotagger Solmeta Pro Kompass

Die Nikon D700 ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) der Marke Nikon mit Vollformatsensor in der 12-Megapixel-Klasse.

Sie wurde am 1. Juli 2008 als Kamera für den Profi und den ambitionierten Amateur vorgestellt. Die D700 ist ausstattungsmäßig und preislich zwischen dem Schwestermodell D300 und der professionellen D3 positioniert.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Hauptmerkmal der D700 ist der Vollformatsensor, der identisch mit dem der Nikon D3 ist und durch die Beschränkung auf 12 Megapixel rauscharme Fotos bis ISO 6.400 ermöglicht. Durch das sogenannte FX-Bildformat, das dem Kleinbildformat 24 × 36 mm entspricht, bleibt das Formatverhältnis von Kleinbildobjektiven erhalten. Wird ein DX-Objektiv ("DX" steht für das Nikon DX-Format, das etwa APS-C entspricht) angesetzt und von der Kamera als solches erkannt, schaltet die Kamera bei entsprechender Einstellung automatisch auf das DX-Format um. Dabei wird nur ein Teil der Sensorfläche genutzt. Diese Automatik funktioniert nur mit kompatiblen Objektiven.

Die D700 ist besonders gegen Staub und Spritzwasser geschützt und hat ein circa 1 kg schweres Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung, das ähnlich kompakt ausfällt, wie das der Mittelklassekameras D200 und D300, deren Tradition sie fortführt. Sie verzichtet auf Motivprogramme und verfügt über Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie manuelle Blenden- und Verschlusszeiteneinsellung.

Der Sucher der D700 verfügt über eine Sucherbild von 95%, einblendbare Gitterlinien, sowie über einen Okularverschluss und das runde Schraubgewinde der Profiklasse der Nikon-Spiegelreflexkameras. Die D700 kann eine elektronische Wasserwaage – einen künstlichen Horizont – zur Ausrichtung der Kamera anzeigen.

Als Aufnahmemedium verwendet die D700 CompactFlash-Karten, wobei auch 64-GB-UDMA-Karten unterstützt werden. Die Bildaufzeichnung im Nikon-Rohdatenformat NEF kann wahlweise in 12-Bit oder 14-Bit pro Kanal erfolgen, alternativ lassen sich auch verlustbehaftet komprimierte JPEG-Dateien oder eine Kombination aus beidem speichern, sowie verlustfrei komprimierte TIFF-Dateien.

Die Firmware wird fallweise weiterentwickelt, der aktuelle Stand ist D700 Firmware-Update A 1.04, B 1.03.

Eine vergleichbare Kamera in der Klasse der „kompakten“ Vollformat-DSLR unterhalb der reinen Profikameras ist die Canon EOS 5D.

Zubehör[Bearbeiten]

An der D700 können alle Nikkor-Objektive ab dem Ai-Standard verwendet werden.

Als Besonderheit teilt sich die D700 das meiste Zubehör mit der D300 bzw. D300s: Der optionale Batteriegriff MB-D10, ermöglicht die bequeme Kamerahaltung bei Hochformataufnahmen. In Kombination aus Batteriegriff und dem Lithium-Ionen-Akku EN-EL4a oder acht Mignonzellen erhöht sich die Serienbildgeschwindigkeit von 5 auf 8 Bilder die Sekunde. Ebenfalls kompatibel ist der WLAN-Adapter WT-4.

Das Blitzsystem der D700 entspricht dem bekannten iTTL-Standard von Nikon. Zeitgleich mit der D700 wurde das neue Blitzgerät SB-900 als Spitzenmodell vorgestellt.

Die D700 besitzt eine kombinierte Zubehörschnittstelle, an die Kabelauslöser angeschlossen werden können, oder GPS-Empfänger wie das Nikon GP-1, um ein Geotagging der Aufnahmen zu ermöglichen.[2] Die GPS-Schnittstelle verarbeitet neben den GPS-Daten auch Kompassinformationen (Heading).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikon (neben anderen Herstellern) zählt die Subpixel jedes Pixels, d.h. den roten, grünen und blauen Kanal jedes Pixels einzeln, und spezifiziert daher das rückwärtige Display mit 307.200 [Pixel] × 3 [Farben] = 921.600 oder ca. 921.000 Bildpunkte.
  2. Produktseite GP-1 bei Nikon aufgerufen am 4. April 2012
  3. Vergleich verschiedener Geotagger für Nikon DSLR bei gps-camera.eu aufgerufen am 4. April 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikon D700 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien