Nine Lives (2005)

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Filmdaten
Deutscher Titel Nine Lives
Originaltitel Nine Lives
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 115 Minuten
Stab
Regie Rodrigo García
Drehbuch Rodrigo García
Produktion Alejandro González Iñárritu, Julie Lynn
Musik Ed Shearmur
Kamera Xavier Pérez Grobet
Schnitt Andrea Folprecht
Besetzung

Nine Lives ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Rodrigo García aus dem Jahr 2005. Der Episodenfilm erzählt neun Geschichten über verschiedene Frauen.

Handlung[Bearbeiten]

Die inhaftierte Sandra (Elpidia Carrillo) darf nur einmal im Monat von ihrer kleinen Tochter besucht werden und bricht zusammen, als die Gegensprechanlage im Besucherraum streikt.

Die hochschwangere Diana (Robin Wright Penn) trifft im Supermarkt ihre alte Liebe Damian (Jason Isaacs). Beide sind inzwischen verheiratet.

Holly (Lisa Gay Hamilton) kehrt in das Haus ihrer Kindheit zurück, um ihren Stiefvater zur Rede stellen, der sie einst sexuell missbrauchte. Sie trifft auf ihre jüngere Schwester.

Sonia (Holly Hunter) ringt mit der emotionalen Distanz ihres Ehemannes Martin (Stephen Dillane), der sie daraufhin vor ihren Freunden Lisa (Molly Parker) und Damian (Jason Isaacs) bloßstellt.

Samantha (Amanda Seyfried) vermittelt zwischen ihren Eltern Ruth (Sissy Spacek) und Larry (Ian McShane), die nicht mehr miteinander sprechen.

Lorna (Amy Brenneman) trifft ihren Ex-Mann Andrew (William Fichtner) auf der Beerdigung seiner Ehefrau. Für deren Selbstmord machen einige Gäste Lorna verantwortlich, da Andrew sie noch immer sichtlich liebt.

Ruth (Sissy Spacek) plant einen Seitensprung mit dem betrunkenen Witwer Henry (Aidan Quinn). Ein Anruf ihrer Tochter stürzt sie in Schuldgefühle.

Camille (Kathy Baker) steht unmittelbar vor einer Brustkrebs-Operation und nutzt ihre Wartezeit zu harter Kritik an ihrem Ehemann Richard (Joe Mantegna).

Maggie (Glenn Close) macht ein Picknick mit ihrer Tochter Maria (Dakota Fanning) - auf einem Friedhof.

Einige Geschichten sind miteinander verknüpft. So trifft Holly in der Geschichte "Camille" als Krankenschwester auf. Der Wächter von Sandra erscheint auch als Vater bei Holly. In der Geschichte "Ruth" wird die Verhaftung von Sandra gezeigt, worauf Henry mit Ruth über Illusionen philosophiert. In der darauffolgenden Geschichte "Maggie" entpuppt sich deren Tochter Maria als eine solche Illusion. Das Kind hatte sich zuvor sehr über Weintrauben gefreut, die offenbar ihre Lieblingsfrucht waren. Am Ende der Szene legt Maggie - plötzlich allein - die Weintrauben auf ein Grab.

Kritiken[Bearbeiten]

Stephen Holden von der New York Times schrieb, der Film vermittle "ein Gefühl tiefer Empathie und Verbundenheit" und sei dabei radikal realistisch.[1]

Ruthe Stein vom San Francisco Chronicle schrieb, die Darstellerinnen agierten mit solcher Intensität, dass man die Augen nicht abwenden könne.[2]

Michael Wilmington von der Chicago Tribune verlieh dem Film 4 von 5 Sternen und beschrieb ihn als "einen der interessantesten amerikanischen Filme der Gegenwart". Er sei "ein spannendes und dramatisches Schaufenster auf eine brillante Besetzung."[3]

Kevin Thomas von der Los Angeles Times nannte den Film ein seltenes Beispiel für einen Episodenfilm, der tatsächlich ein kumulatives Gesamtwerk bilde und nicht nur von einem Abschnitt zum nächsten führe. Garcías großes Ensemble sei tadellos und kreiere einen subtilen, unvergesslichen Streifen.[4]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, der Film sei "ohne Pointe" und ein "gescheitertes Experiment". Er erzähle entweder keine Geschichte oder zu viele davon. Jedoch lobte Berardinelli die Besetzung.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann im Jahr 2005 vier Preise des Internationalen Filmfestivals von Locarno. Robin Wright Penn und Rodrigo García als Drehbuchautor wurden 2005 für den Satellite Award nominiert. Das Schauspielerensemble wurde 2005 für den Gotham Award nominiert. Rodrigo García gewann 2005 als Regisseur einen Preis des Bogota Film Festivals und wurde für einen weiteren Preis des Festivals nominiert.

Rodrigo García als Regisseur und Drehbuchautor sowie Robin Wright Penn wurden im Jahr 2006 für den Independent Spirit Award nominiert. Elpidia Carrillo gewann 2006 den ALMA Award, Rodrigo García wurde als Regisseur für den gleichen Preis nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in Los Angeles innerhalb von 17 Tagen statt. Die Produktionskosten betrugen ca. 500 Tsd. US-Dollar. Der Film spielte bis zum 28. Mai 2006 in den Kinos der USA 478.645 US-Dollar ein. Er wurde in bis zu 33 Kinos gleichzeitig vorgeführt. [6] [7]

Quellen[Bearbeiten]

  1. New York Times, October 14, 2005
  2. Chicago Sun-Times, October 28, 2005
  3. Chicago Tribune, August 24, 2007
  4. Los Angeles Times, October 14, 2005
  5. Kritik von James Berardinelli
  6. Drehorte für Nine Lives
  7. Business Data for Nine Lives

Weblinks[Bearbeiten]