Oberreute

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Dieser Artikel beschreibt die bayerische Gemeinde Oberreute. Für den gleichnamigen Ortsteil einer Gemeinde in Baden-Württemberg, siehe Reute (Breisgau).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberreute
Oberreute
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberreute hervorgehoben
47.5630555555569.9441666666667857Koordinaten: 47° 34′ N, 9° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Stiefenhofen
Höhe: 857 m ü. NHN
Fläche: 13,49 km²
Einwohner: 1625 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88179
Vorwahl: 08387
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 121
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 8
D-88167 Stiefenhofen
Webpräsenz: www.oberreute.de
Bürgermeister: Gerhard Olexiuk (CSU)
Lage der Gemeinde Oberreute im Landkreis Lindau (Bodensee)
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Über dieses Bild
Die barocke Pfarrkirche St. Martin (1797)

Oberreute ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stiefenhofen. Der Ort ist staatlich anerkannter Luftkurort.

Geografie[Bearbeiten]

Westallgäu und Oberschwaben vom Hochgrat. Oberreute ist links im Vordergrund.

Oberreute liegt in der Planungsregion Allgäu, etwa fünf Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Das Gemeindegebiet befindet sich in einem Höhenbereich von 860 bis 1041 m ü. NN.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutigen Ortsteile Stadels und Schönebühl waren einst Gerichtssitz. Oberreute entstand erst Ende des 18. Jahrhunderts. 1797 wurde von den Bewohnern die erste Kirche errichtet. Der Ort war Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1010 Einwohner[2]
  • 1970: 1040 Einwohner[2]
  • 1987: 1283 Einwohner
  • 2000: 1471 Einwohner
  • 2011: 1623 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Gerhard Olexiuk .

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 693.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 101.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Das Oberreuter Wappen zeigt in Rot über einem silbernen Dreiberg gekreuzt ein silbernes Rodungsbeil und einen silbernen Spaten mit goldenen Stielen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik weder im produzierenden Gewerbe noch im Bereich Handel und Verkehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 459. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 54 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 881 ha.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es in Oberreute einen Kindergarten mit 49 Kindern sowie eine Volksschule mit vier Lehrern und 82 Schülern.

Landschaft und Natur[Bearbeiten]

  • Das Wildrosenmoos, ein Landschaftskomplex aus Feuchtwiesen und Mooren, bietet vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum. Als grenzüberschreitender Naturraum zwischen Deutschland und Österreich bietet es auch für Wanderer und Naturliebhaber abwechslungsreiche Idylle.
  • Oberreute teilt sich sein bekanntestes Geotop, die Hausbachklamm, mit Weiler-Simmerberg. Der Tobelabschnitt ist rund anderthalb Kilometer lang und beeindruckt durch Auswaschungen und Strudeltöpfe im Sand- und Nagelfluhgestein.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Grenzüberschreitender Naturlehrpfad zwischen Oberreute und Sulzberg (A)
  • Hausbachklamm mit Abenteuerspielplatz
  • Nordic Walking Park
  • Wanderwege ca 40 km
  • Skilifte mit Skischule und Skiverleih (3 Schlepplifte und 1 Förderband)
  • 25 km Langlaufloipen
  • beheiztes Freibad mit Beachvolleyballplatz und Slackline
  • Entschlackungskur nach Dr. F. X. Mayr
  • Museum im Rathaus
  • Skimuseum mit Exponaten aus dem Ende 19. Jahrhunderts
  • Pfarrkirche St. Martin

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Standkonzerte im Kurgarten
  • Sommerfeste
  • Kinderferienprogramm
  • Gästebegrüßungen
  • Heimatabende
  • geführte Schneeschuhwanderungen im Winter
  • Weihnachtsmarkt

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Evangelist Keller (* 1824; † 1910), Reichstags- und Landtagsabgeordneter, Bürgermeister von Lindenberg
  • Gunter Steinbach (* 1938; † 2002) Sachbuchautor und Herausgeber einer erfolgreichen Naturführerreihe, lebte seit Ende der 1970er Jahre auf einem Hof bei Oberreute-Irsengund.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberreute – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 786.