Oberstaufen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Oberallgäu | |
| Höhe: | 791 m ü. NN | |
| Fläche: | 125,84 km² | |
| Einwohner: | 7281 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 58 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87534 | |
| Vorwahl: | 08386 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 80 132 | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Schloßstr. 8 87534 Oberstaufen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walter Grath | |
Oberstaufen ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ortsteile
[Bearbeiten] Geschichte
In einer Beurkundung des Klosters St. Gallen vom 20. Dezember 868 n. Chr. wird der Ort Stoufun erstmals erwähnt. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Er war ehemals ein Teil der Grafschaft Königsegg-Rothenfels, die von den Besitzern 1804 gegen Güter in Ungarn vertauscht worden war. Staufen wurde 1892 durch die Bayerische Regierung in Oberstaufen umbenannt. 1972 wurden die Gemeinden Aach, Thalkirchdorf und Oberstaufen zum neuen Markt Oberstaufen zusammengeschlossen. Diese Gemeinden bildeten früher schon einmal (zusammen mit Stiefenhofen) eine Einheit und waren 1808 aufgeteilt worden. 1949 führte der Kurarzt Dr. med. Hermann Brosig die Schrothsche Heilkur ein. Mit der Verleihung des Prädikats „Schrothkurort“ am 30. November 1959 wurde Oberstaufen offiziell als einziger Schrothkurort der Bundesrepublik anerkannt. Am 10. Dezember 1969 erfolgte die Anerkennung Oberstaufens als Heilklimatischer Kurort. Seit 1991 hat Oberstaufen die höchste deutsche Stufe der Kurortklassifikation erreicht, ohne den Ortszusatz "Bad" für sich in Anspruch zu nehmen: Schroth-Heilbad.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Patenschaft
Im Jahr 1986 wurde eine Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Schrothkurort Dolní Lipová/Niederlindewiese bei Freiwaldau im Altvatergebirge übernommen.
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Theater und Konzerte
Konzertdarbietungen gibt es regelmäßig im Kurhaus Oberstaufen, in der Festhalle Steibis und im Thaler Festsaal; Theateraufführungen werden im Kurhaus und im Thaler Festsaal (Bauerntheater) gegeben.
[Bearbeiten] Museen und Schauhandwerk
- Heimatmuseum „Beim Strumpfar“
- Bauernhofmuseum „S‘Huimatle“
- Schaukäserei mit Käseschule
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Eine lange Tradition hat der historische „Fasnatziestag“ (Faschingsdienstag), der an die Pest erinnern soll. Am Staufner Fasnatziestag reinigt der „Butz“ mit seinem Besen die Festteilnehmer und die Hausgänge symbolisch von der Pest und „stirbt“ abends zum Gebetsleuten den plötzlichen Pesttod.
- alljährlicher Viehscheid - immer am 2. Freitag im September werden die Nutztiere (Rinder, Pferde, Esel etc.) die den Sommer auf den Bergalpen verbrachten, feierlich und mit Blumen geschmückt an ihre Eigentümer zurückgegeben. Dies findet auf dem Scheidplatz in Höfen statt.
- Seit 2006 startet in Oberstaufen alljährlich im Mai die Allgäu-Orient-Rallye in Oberstaufen, eine Low-Budget-Rallye, die das Ziel Amman/Jordanien ansteuert. Dabei dürfen Vierer- oder Sechserteams mit entweder zwei oder drei Autos antreten. Der Wert pro Auto darf maximal EUR 2.000,00 betragen oder das Auto ist mindestens 20 Jahre alt. Während der Rallye müssen verschiedene Sonderaufgaben gelöst werden. Fester Bestandteil der Rallye ist auch alljährlich ein Stopp in Istanbul. Die Autos, die in Jordanien ankommen, werden zugunsten eines guten Zwecks versteigert. Die Gewinner der Rallye erhalten ein Kamel.
[Bearbeiten] Sport
[Bearbeiten] Sommersport
- Erlebnisbad „Aquaria“
- Freibad Thalkirchdorf
- 12 Tennis-Freiplätze, davon sechs in Oberstaufen, vier in Thalkirchdorf und zwei in Steibis.
- Zwei ansässige Golfclubs mit jeweils 18 Loch in Oberstaufen-Steibis und im Ortsteil Buflings.
- Gipfelstation der Hündle-Doppelsesselbahn auf ca. 1.100 Meter. Fünf Gehminuten von der Bergstation entfernt liegt die Obere Hündle-Alpe, wo man bei der Käseherstellung zusehen kann. Weiters gibt es dort eine ca. 850 m lange Sommerrodelbahn und einen Minigolf-Platz.
- Ab Steibis erreicht man mit der Hochgratbahn, einer Kleinkabinenbahn, in 18 Minuten die Bergstation am Hochgrat (mit 1832 m höchster Berg im westlichen Allgäu).
- Die Imbergbahn führt direkt auf den Imbergkamm.
[Bearbeiten] Wintersport
- Skiregion Oberstaufen mit insgesamt 28 Aufstiegshilfen in die Skigebiete, 40 km maschinell gepflegten Pisten. Insgesamt 100 Kilometer präparierte Loipen werden rund um Oberstaufen gespurt (klassisch 100 km, Skating 70 km). Eine Besondererheit ist die Super-Loipe vom Alpsee zum Waldsee (50 km). Nachts beleuchtet und für Anfänger ideal ist die 2 km lange Kalzhofer-Loipe, ein Rundkurs. Schneesicher bis in den Mai sind die auf 1200 bis 1300 m Höhe befindlichen Hädrich-Loipen (5-10 km, für Anfänger und Geübte).
- Skigebiet Hündle/Thalkirchdorf mit Doppelsesselbahn und 10 Liften, 14 km Abfahrtslänge.
- Sinswangerlifte (zwei Schlepplifte, ein Übungslift, Flutlichtanlage).
- Die Skiarena Steibis am Imberg mit 8er-Gondelbahn und Rodelbahn
- Hochgratbahn Oberstaufen-Steibis mit 5 bis 6 km langen Abfahrten. An den Nacht- und Vollmondfahrten wird die Unterlauchabfahrt (6 km) für Rodler geöffnet.
- Schneeschuhwanderungen
- 600 m² großer Kunsteisplatz mit Möglichkeiten zum Eisstockschießen, Eishockeyspielen oder Schlittschuhlaufen.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Ernst Hürlimann (1921–2001), Architekt und Karikaturist
- Heidi Biebl (* 1941), Olympiasiegerin im Ski-Abfahrtslauf bei den Olympischen Winterspielen 1960 in Squaw Valley, USA
- Barbara Henneberger (1940–1964), Skirennläuferin und olympische Bronzemedaillen-Gewinnerin im Slalom 1960
- Manfred Hürlimann (* 1958), Maler und Zeichner
- Birgitta Weizenegger (* 1970), Schauspielerin
- Toni Steurer (* 1978), Extremskitourensportler sowie Bergsteiger und -kletterer
[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten
- Hermann Brosig (*3. April 1906 in Schroppengrund in Schlesien, † 5. Mai 1994 in Oberstaufen), Dr.med., Kurarzt und Begründer der Schroth-Kur in Oberstaufen, seit 1971 Ehrenbürger von Oberstaufen, Träger des BVK
- Christl Cranz-Borchers (*1. Juli 1914 in Brüssel, † 28. September 2004 in Oberstaufen-Steibis), Olympiasiegerin in der Alpinen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen
- Josef Aurel Stadler (* 1778; † 1837), Agrarreformer und Pionier der Allgäuer Hartkäseherstellung nach Schweizer Art (Emmentaler)
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Unmittelbar südlich des Ortskerns verläuft die Bundesstraße 308 von Lindau über Lindenberg an Oberstaufen vorbei und weiter nach Immenstadt am Alpsee.
Ebenso verläuft dort die Eisenbahnlinie der Allgäubahn (Bayern) (München–Lindau).
Beide Straßentrassen liegen an einem in Richtung Süden zeigenden, steilen, fast felsigen Hang und sind mit imposanten Viadukten und Unterführungen an die dort kreuzende Ortsdurchfahrt angebunden bzw. führen über sie hinweg. Die Eisenbahntrasse verläuft östlich des Kreuzungspunktes in einem Tunnel.
[Bearbeiten] Weblinks
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