Oberthal (Saar)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberthal
Oberthal (Saar)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberthal hervorgehoben
49.5166666666677.0833333333333349Koordinaten: 49° 31′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: St. Wendel
Höhe: 349 m ü. NHN
Fläche: 23,86 km²
Einwohner: 6075 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66649
Vorwahlen: 06854 (Ortsteil Seinberg-Deckenhardt: 06852)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WND
Gemeindeschlüssel: 10 0 46 116
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststraße 20
66649 Oberthal
Webpräsenz: www.oberthal.de
Bürgermeister: Stephan Rausch (CDU)
Lage der Gemeinde Oberthal im Landkreis St. Wendel
Nonnweiler Nohfelden Freisen Tholey Oberthal (Saar) Marpingen Namborn St. Wendel Rheinland-Pfalz Landkreis Merzig-Wadern Landkreis Saarlouis Landkreis NeunkirchenKarte
Über dieses Bild

Oberthal ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis St. Wendel und liegt etwa 35 km nordöstlich von Saarbrücken.

Der Bostalsee ist wenige Kilometer von Oberthal entfernt.

Geographie[Bearbeiten]

Mit dem Hochmoorgebiet Oberthaler Bruch besitzt die waldreiche Gemeinde seit Dezember 1984 eines der größten Naturschutzgebiete im Saarland.[2] Seit November 1983 besteht in der Nachbargemeinde Namborn im Ortsteil Namborn das Naturschutzgebiet „Weiherbruch und Rohrbachwiesen“ mit einer Größe von 19,68 ha, das sich auch auf Teile der Gemeinde Oberthal (Ortsteil Güdesweiler) erstreckt.[3] Ebenfalls hat das Wasserschutzgebiet „Rohrbacher Wiesen“ der Nachbargemeinde Namborn Auswirkungen auf das Gebiet der Gemeinde Oberthal (Ortsteil Güdesweiler).[4]

Durch den Ort fließt die Blies, eine ihrer Quellen befindet sich im Orletal im Ortsteil Gronig. Daher ist auch ein Teil der Gemeinde Oberthal durch eine Verordnung zum Schutz des Überschwemmungsgebietes an der Blies betroffen.[5]

Das gesamte Gemeindegebiet Oberthal liegt im Naturpark Saar-Hunsrück.[6]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in vier Ortsteile, Einwohnerzahlen (EW) mit Stand 1. Januar 2012:[7]

Ortsteil EW Hauptwohnung EW Gesamt
Gronig 1353 1442
Güdesweiler 1306 1350
Oberthal 2701 2872
Steinberg-Deckenhardt 756 787
Insgesamt 6116 6451

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden Gronig, Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt eingemeindet.[8]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 74,2 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,2 %
36,0 %
6,1 %
3,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-10,0 %p
+3,5 %p
+6,1 %p
+0,3 %p

Der Gemeinderat mit 27 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:

  54,2 %  (-10,0)   15 Sitze  ( -3)
  36,0 %  (+3,6)   10 Sitze  (+1)
  6,1 %  (neu)   1 Sitz  (+1)
  3,7 %  (+0,3)   1 Sitz  (+1)

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Bürgermeister der Gemeinde Oberthal: Stephan Rausch , CDU
  • Ortsvorsteher Ortsteil Oberthal: Reiner Burkholz, CDU
  • Ortsvorsteher Ortsteil Gronig: Antonius Schäfer, CDU
  • Ortsvorsteher Ortsteil Güdesweiler: Norbert Rauber, CDU
  • Ortsvorsteher Ortsteil Steinberg-Deckenhardt: Peter Wack, SPD

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Als sehenswert gelten die kleine Wildfrauhöhle, das Heimatmuseum Millpetersch-Haus und die Wallfahrtskapelle mit Gutem Brunnen im Ortsteil Güdesweiler, die Reste einer keltischen Ringwallanlage am Momberg im Ortsteil Gronig, eine Mineralienfundstätte (Rötel) am Leißberg sowie Bestandteile der überörtlichen Skulpturenstraße.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Oberthal

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jedes Jahr am ersten Maiwochenende findet der Internationale Oberthaler Töpfer- und Keramikmarkt im Ortszentrum von Oberthal statt.

Sport[Bearbeiten]

Die Herrenmannschaft der Kegelfreunde Oberthal e.V. ist deutscher Rekordmeister in der Ersten Bundesliga. Auch die Damen konnten den Titel mehrfach erringen.[9]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Kräber (Red.): Im St. Wendeler Land. Gemeinde Oberthal. Heimatkundliche Lesestoffe. Bd. 18. Kreissparkasse St. Wendel (Hg.), St. Wendel 1978/79
  • Hubert Bier • Johannes Naumann: Das Schloss Linden – Ein Beitrag zur Adels- und Kulturgeschichte des Westrichs. Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberthal e.V. 2006
  • Literatur über Oberthal in der Saarländischen Bibliographie

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberthal (Saar) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2012 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,02 MB) (Hilfe dazu)
  2. Verordnung über das Naturschutzgebiet "Oberthaler Bruch" vom 10. Dezember 1984
  3. Verordnung über das Naturschutzgebiet „Weiherbruch und Rohrbachwiesen“ vom 14. November 1983
  4. Verordnung über die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes in den Gemeinden Namborn und Oberthal (Wasserschutzgebietsverordnung "Rohrbacher Wiesen") vom 8. Juli 2003
  5. Verordnung betreffend die Festsetzung des Überschwemmungsgebiets an der Blies im Bereich der Gemeinde Oberthal, der Kreisstadt St. Wendel, der Stadt Ottweiler, der Kreisstadt Neunkirchen und der Stadt Bexbach vom 11. November 2000
  6. Verordnung über den Naturpark Saar-Hunsrück vom 1. März 2007
  7. Zahlen und Daten der Gemeinde Oberthal
  8.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 810.
  9. Website der Kegelfreunde Oberthal