Nohfelden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nohfelden
Nohfelden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nohfelden hervorgehoben
49.5866666666677.1430555555556350Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: St. Wendel
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 100,71 km²
Einwohner: 10.240 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66625
Vorwahlen: 06852, 06875
Kfz-Kennzeichen: WND
Gemeindeschlüssel: 10 0 46 114
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
An der Burg
66625 Nohfelden
Webpräsenz: www.nohfelden.de
Bürgermeister: Andreas Veit (CDU)
Lage der Gemeinde Nohfelden im Landkreis St. Wendel
Nonnweiler Nohfelden Freisen Tholey Oberthal (Saar) Marpingen Namborn St. Wendel Rheinland-Pfalz Landkreis Merzig-Wadern Landkreis Saarlouis Landkreis NeunkirchenKarte
Über dieses Bild

Nohfelden ist eine Gemeinde im Landkreis St. Wendel im Saarland. Sie wurde im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform zum 1. Januar. 1974 aus dem Zusammenschluss von 13 zuvor eigenständigen Gemeinden neu gebildet.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteil Einwohner
Bosen 1220
Eckelhausen 229
Eisen 492
Eiweiler 609
Gonnesweiler 894
Mosberg-Richweiler 375
Neunkirchen 865
Nohfelden 1126
Selbach 778
Sötern 1235
Türkismühle 732
Walhausen 619
Wolfersweiler 1017

Einwohnerzahlen mit Stand Januar 2012, alle Ortsteile sind zugleich Gemeindebezirke. Bosen und Eckelhausen bilden einen gemeinsamen Gemeindebezirk.

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagsdiagramm des Ortsteils Türkismühle

Der Jahresniederschlag beträgt 1205 mm und liegt damit im oberen Zehntel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 93 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt etwa 1,8mal mehr Regen als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Drittel. In über 89 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.

Geschichte[Bearbeiten]

Nohfelden gehörte ab dem 16. April 1817 zum Fürstentum Birkenfeld, einer Unterprovinz des Großherzogtums Oldenburg.

Am 1. Januar 1974 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bosen, Eckelhausen, Eisen, Eilweiler (Landkreis Sankt Wendel), Gonnesweiler, Mosberg-Richweiler, Neunkirchen/Nahe, Selbach, Sötern, Türkismühle, Wahlhausen und Wolfersweiler eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1974–1988: Hermann Scheid (CDU)
  • 1988–2004: Dr. Heribert Gisch (CDU)
  • seit 2005: Andreas Veit (CDU)

Gemeinderat[Bearbeiten]

  • CDU: 45,9 % – 16 Sitze
  • SPD: 36,5 % – 13 Sitze
  • UBNN: 9,6 % – 3 Sitze
  • Linke: 5,4 % – 1 Sitz

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Nohfelden ist seit 1996 Partnergemeinde mit Jeleśnia/Pl. Im April 2006 konnte in Nohfelden mit einer großen Delegation aus Jelesnia zehn Jahre Partnerschaft Nohfelden-Jelesnia gefeiert werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Bosener Mühle: Kunst- und Kulturzentrum am Bostalsee, zwischen den Ortsteilen Bosen und Eckelhausen unmittelbar am See gelegen. Das Kunstzentrum Bosener Mühle bietet ganzjährig ein umfassendes Kursangebot in nahezu allen Bereichen des künstlerischen Gestaltens für alle Altersstufen an (Zeichnung/Malerei, Keramik, Plastisches Gestalten, Steinbildhauerei, Druckgrafik, Mischtechnik, Kalligrafie). Geleitet werden die Kurse von namhaften professionellen Dozenten. Das jährliche Kulturprogramm bietet weiterhin zahlreiche Veranstaltungen aus anderen Kulturbereichen an (Literarische Lesungen, Konzerte, Kleinkunst u. ä.).
  • In Gonnesweiler sowie Sötern befinden sich zwei der ältesten jüdischen Friedhöfe im Saarland (um 1800 angelegt). Im Nationalsozialismus wurden die Friedhöfe massiv beschädigt und zahlreiche Grabsteine entfernt.

Museen[Bearbeiten]

  • Museum für Mode und Tracht: Als einziges Museum im Saarland beschäftigt sich das Museum für Mode und Tracht mit Kleidung und Kleidungsgewohnheiten unserer Vorfahren. Derzeit werden Kleidung und Tracht mit den dazugehörenden Dessous und Accessoires von 1845-1920 ausgestellt. Auf einer Ausstellungsfläche von 123 m² sind ca. 200 Exponate zu sehen. Der Saarländische Volkstanz- und Trachtenverband eröffnete im September 2005 das Museum in Nohfelden. Es befindet sich im Alten Amtshaus an der Burg.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Burg Nohfelden (Burg Veldenz)
  • Evangelische Pfarrkirche Wolfersweiler: Eine historische Kirche von 1788 deren Turmfundamente aus dem 12. Jahrhundert stammen. Der Turm selbst ist von 1586. Es ist eine schlichte Dorfkirche mit altem Holzgestühl und einer Stummorgel von 1834. Es werden Führungen für Kirche und Orgel angeboten und es finden regelmäßige Konzerte statt. Von Mai bis Oktober ist die Kirche tagsüber geöffnet. In den Wintermonaten besteht die Möglichkeit, sie nach Vereinbarung zu besichtigen.
  • Nepomuk Kapelle in Gonnesweiler
  • Jagdgut Bocksborn zu Gonnesweiler (genauer: im Wald bzw. am Silberberg), 1894 von dem saarbrücker Ingenieur Fritz von Rexroth erbaut. Es diente als Wohn-, Freizeit-, und Arbeitsunterkunft, aber vor allem zur Unterbringung der Jagdgäste. Heute ist es Privatwohnsitz.

Parks[Bearbeiten]

Nohfelden gehört zum Naturpark Saar-Hunsrück. Im Ortsteil Selbach entspringt die Nahe.

Freizeitziel[Bearbeiten]

Der Bostalsee bei Nohfelden ist ein touristischer Anziehungspunkt mit überregionaler Bedeutung, an welchem im Sommer 2013 ein Center-Park eröffnete.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird von der Autobahn A 62 durchquert und hat mit der Anschlussstelle Nohfelden-Türkismühle eine eigene Anbindung an das überörtliche Straßenverkehrswegenetz. Mit der B 41 durchläuft auch eine stark frequentierte Bundesstraße das Gemeindegebiet unmittelbar. Die internationalen Flughäfen Saarbrücken, Zweibrücken und Frankfurt-Hahn sind per PKW in weniger als einer Stunde erreichbar.

Der Bahnhof Türkismühle stellt für die Gemeinde den Anschluss an die Nahetalbahn (KBS 680/672) auf der Strecke Saarbrücken–Frankfurt/Main dar. In weniger als zwei Stunden ist so der Flughafen Frankfurt/Main per Zug erreichbar, die Fahrtzeit nach Saarbrücken beträgt nur rund 45 Minuten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Meinrad Maria Grewenig (* 9. Juni 1954 in Saarbrücken), Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig lebt seit den 70er Jahren mit seinen Eltern und Brüdern in Nohfelden-Selbach und hat das Nohfelder Gemeindewappen entworfen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nohfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2012 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,02 MB) (Hilfe dazu)
  2. Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 49, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29; 487 kB)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 810.