Nonnweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nonnweiler
Nonnweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nonnweiler hervorgehoben
49.6166666666676.95414Koordinaten: 49° 37′ N, 6° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: St. Wendel
Höhe: 414 m ü. NN
Fläche: 66,71 km²
Einwohner: 9198 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 66616–66620
Vorwahlen: 06873/06875(Primstal)
Kfz-Kennzeichen: WND
Gemeindeschlüssel: 10 0 46 115
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Triererstr. 5
66620 Nonnweiler
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hans-Uwe Schneider (CDU)
Lage der Gemeinde Nonnweiler im Landkreis St. Wendel
Karte

Nonnweiler ist die nördlichste Gemeinde des Saarlandes und liegt rund 30 km südöstlich von Trier. Ihr gehören die Ortschaften Bierfeld, Braunshausen (mit Mariahütte), Kastel, Nonnweiler, Otzenhausen, Primstal, Schwarzenbach und Sitzerath an. Nonnweiler ist ein Heilklimatischer Kurort.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Das Gemeindegebiet wird durch die Prims durchflossen, die im Ortsteil Nonnweiler zur Primstalsperre aufgestaut ist.

[Bearbeiten] Geschichte

Aus dem Amt Nonnweiler entstand 1974 die Gemeinde Nonnweiler mit den Orten Bierfeld, Braunshausen, Kastel, Otzenhausen, Primstal, Schwarzenbach und Sitzerath.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • 2003 - heute: Hans-Uwe Schneider, CDU

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:

  • CDU: 36,0 % (-10,2 %) - 10 Sitze (-3)
  • SPD: 46,8 % (+2,8 %) - 13 Sitze (+1)
  • FWG: 6,8 % (-1,9 %) - 2 Sitze (±0)
  • FDP: 3,8 % (+2,7 %) - 1 Sitz (+1)
  • Linke: 4,8 % (+4,8 %) - 1 Sitz (+1)
  • Grüne: 1,8 % (+1,8 %) - 0 Sitze

Die CDU verlor ihre bei der Wahl 2004 errungene Position als stärkste Partei im Gemeinderat wieder an die SPD. In den Orten Kastel (-13,3 %), Bierfeld (-10,6 %), Braunshausen (-10 %), Primstal (-14 %) und Sitzerath (-20,5 %) musste die CDU die größten Einbußen hinnehmen, bezogen auf den Gemeinderat. Auch die SPD verlor in einigen Orten leicht an Stimmen, konnte aber im Gegensatz zur CDU, die in allen Orten Wählerstimmen einbüßte, auch Zugewinne verbuchen, wie in Primstal (+8,9 %), Kastel (+6,8 %), Braunshausen (+4,1 %) und Nonnweiler (+1,7 %).
Die Freien Wähler konnten trotz leichten Stimmverlusten die 2 Sitze halten. Sie erhielten die meisten Stimmen in Nonnweiler mit 30,8 %, sowie in Bierfeld mit 14,4 %.
Die anderen kleineren Parteien profitierten vom Wegfall der 5%-Hürde bei Kommunalwahlen. Die FDP erreichte in Sitzerath mit 22,6 % der Stimmen das beste Ergebnis in einem Ortsteil, auch in Bierfeld schnitt sie mit 4,7 % gut ab.
Die Linke erhielt die meisten Stimmen in Bierfeld mit 7,5 %, in Braunshausen mit 7 % und in Nonnweiler mit 6,6 %. FDP und Linke bekamen somit jeweils einen Sitz im Gemeinderat.
Die Grünen konnten ihr bestes Ergebnis in Nonnweiler mit 4,3 % verzeichnen, auch in Sitzerath erreichten sie 3,2 % der Stimmen. Da sie aber in den übrigen Ortsteilen nur wenige Stimmen erhielten, konnten sie keinen Sitz im Gemeinderat erzielen.

[Bearbeiten] Wahlergebnisse

[Bearbeiten] Landratswahl 2007

Gemeindeergebnis Nonnweiler
Name (Partei) Anzahl Prozent
Udo Recktenwald (CDU) 1395 35,0
Dr. Magnus Jung (SPD) 2424 60,7
Dr. Kristin Günther (Grüne) 172 4,3
Wahlberechtigte: 7520
Wahlbeteiligung: 4094 54,4
ungültige: 103 2,5
gültige: 3991 97,5

Am 1. Juli 2007 wurde Udo Recktenwald (CDU) zum neuen Landrat für den Landkreis St. Wendel gewählt. In der Gemeinde Nonnweiler erzielte der aus Kastel stammende Magnus Jung die meisten Stimmen, in seinem Heimatort eindrucksvolle 79,2 %. Er erhielt die Mehrheit der Stimmen in allen Orten außer Sitzerath.
Auffallend niedrig war die Wahlbeteiligung im Ortsteil Nonnweiler mit nur 39,6 %, hier gingen nur 362 von 914 Wahlberechtigten zur Wahl. Die höchste Wahlbeteiligung gab es in Kastel mit 72,2 %.

[Bearbeiten] Bundestagswahl 2005

Gemeindeergebnis Nonnweiler
Partei Erststimmen Prozent Veränderung gegenüb. 2002 Zweitstimmen Prozent Veränderung gegenüb. 2002
SPD 2373 38,6 -8,8 2175 35,3 -11,0
CDU 2423 39,4 -4,0 2156 35,0 -5,1
FDP 175 2,8 -0,6 448 7,3 +1,8
Linkspartei.PDS 755 12,3 +11,6 904 14,7 +13,6
Grüne 164 2,7 +0,3 253 4,1 -0,3
NPD 117 1,9 +1,0 100 1,6 +1,1
GRAUE 19 0,3 -0,1
Familie 139 2,3 +1,0 106 1,7 +0,8
MLPD 6 0,1
wahlberechtigt: 7466 7466
Wahlbeteiligung: 6343 85,0 +0,2 6343 85,0 +0,2
ungültige Stimmen: 197 3,1 176 2,8
gültige Stimmen: 6146 96,9 6167 97,2

Das Ergebnis für die beiden großen Parteien lag etwa im Bundestrend. Die SPD erzielte ihr bestes Ergebnis in Otzenhausen mit 43,54 %, die CDU in Sitzerath mit 47,78 % der Zweitstimmen. Auch bei den Erststimmen erreichte die SPD mit ihrem Direktkandidaten für den Landkreis St. Wendel Dr. Tabillion (SPD) die meisten Stimmen in Otzenhausen (47,10 %), der Kandidat der CDU Hermann Scharf in Sitzerath (54,22 %).

Die Linke erlangte ihr bestes Ergebnis in Braunshausen mit 19,24 % der Zweit- und 16,56 % der Erststimmen. Die FDP schnitt im Ortsteil Nonnweiler besonders gut ab mit 9,36 % der Zweitstimmen, die Grünen im Primstaler Ortsteil Mühlfeld mit 7,82 %.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Einer der größten Hersteller für Tiefkühlpizzen in Europa, die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, hat in Nonnweiler ihren Sitz und beschäftigt dort ca. 1100 Mitarbeiter. Daneben ist der Kurbetrieb ein wichtiger Wirtschaftszweig im Ort.

[Bearbeiten] Verkehr

Die Gemeinde ist über die Bundesautobahnen 1 (Oldenburg in Holstein - Saarbrücken), die insgesamt vier Anschlussstellen im Ort bedient, und die 62 (nach Pirmasens) an das überregionale Straßennetz angebunden.

[Bearbeiten] Freizeit

Im Ortsteil Braunshausen befindet sich das Freizeit- und Wintersportzentrum Peterberg. Im Sommer kann die mit 1,8 Kilometern längste südwestdeutsche Sommerrodelbahn, sowie andere Freizeiteinrichtungen wie ein benachbartes Rutschenparadies oder ein Bungee-Trampolin, genutzt werden. Im Winter wird auf dem Peterberg vor allem die 370 Meter lange und 60 Meter breite Skipiste für den Wintersport genutzt. Die Piste hat einen Höhenunterschied von 63 Metern. In der Nähe befindet sich außerdem eine 330 Meter lange Schlittenbahn.

[Bearbeiten] Religion

Hochwalddom in Nonnweiler

Im Ortsteil Mariahütte steht eine evangelische Kirche, 1956 erbaut nach Plänen von Baurat Vogel. In jedem anderen Ortsteil gibt es eine römisch-katholische Kirche, wobei nur noch die in Primstal und Nonnweiler Pfarrkirchen sind. In Schwarzenbach wird die Kirche sowohl von Katholiken als auch Protestanten genutzt. Dass Schwarzenbach überwiegend aus Protestanten besteht, kommt von der früheren Zugehörigkeit zum Herzogtum Oldenburg.

[Bearbeiten] „Strukturplan 2020“

Am 28. Juni 2007 hat Bischof Dr. Reinhard Marx den „Strukturplan 2020“ in Kraft gesetzt. Dadurch wird die Pfarreienlandschaft im Bistum Trier neu geordnet. Dieser Strukturplan sieht Primstal als Dienstsitz des Pfarrers und des Pfarramtes ab 2011 vor.

Diese Entscheidung stieß bei den Pfarrgemeinderäten von Nonnweiler-Bierfeld, Otzenhausen und Sitzerath und in der Bevölkerung dieser Orte auf heftigen Protest.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Nonnweiler liegt am Saarland-Rundwanderweg.

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Ringwall von Otzenhausen im gleichnamigen Ortsteil, eine keltische Befestigungsanlage.
  • Hochwald-Dom St.Hubertus Nonnweiler / Hochaltar
  • Stausee-/Damm (Primstalsperre) Nonnweiler, 20 Mio m³ Wasserdargebot mit Rundwanderweg 12 km
  • Historische Nagelschmiede in Sitzerath

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Nonnweiler

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Category:Nonnweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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