Nino Benvenuti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nino Benvenuti Boxer
Nino Benvenuti, 2010

Nino Benvenuti, 2010

Daten
Geburtsname Giovanni Benvenuti
Gewichtsklasse Mittelgewicht
Nationalität ItalienItalien Italien
Geburtstag 26. April 1938
Geburtsort Izola
Stil Linksauslage
Größe 1,80 m
Kampfstatistik
Kämpfe 90
Siege 82
K.-o.-Siege 35
Niederlagen 7
Unentschieden 1
Profil in der BoxRec-Datenbank

Nino Benvenuti (* 26. April 1938 in Izola; eigentlich Giovanni Benvenuti) ist ein ehemaliger italienischer Boxer.

Amateurkarriere[Bearbeiten]

Als Amateur wurde Benvenuti von 1956 bis 1960 vier Mal in Folge Italienischer Meister. 1957 gewann er die in Prag ausgetragene Europameisterschaft, wobei er u.a. Rolf Caroli, DDR, und Tadeusz Walasek, Polen, schlug, wie auch die EM 1959 in Luzern im Halbmittelgewicht (-71 kg), mit Siegen u.a. über Henryk Dampc, Polen. 1960 nahm er für Italien an den Olympischen Spielen in Rom teil und gewann nach Siegen über Jean Josselin, Frankreich (5:0), Kim Ki-Soo, Südkorea (5:0), Schischman Mizew, Bulgarien (5:0), James Lloyd, Vereinigtes Königreich (5:0), und Juri Radonjak, Sowjetunion (4:1), die Goldmedaille im Weltergewicht (-67 kg). Außerdem wurde er für seine überragenden Leistungen mit dem Val Barker Pokal ausgezeichnet.

Profikarriere[Bearbeiten]

1961 wurde er Profi und gewann seine ersten 65 Kämpfe. Gegen den Nikaraguaner Luis Gutierrez musste er das erste Mal in seiner Karriere zu Boden, gewann aber dennoch durch technischen KO in der siebten Runde.

Er kämpfte während seiner Profilaufbahn hauptsächlich im Mittelgewicht, gewann aber dennoch die beiden WBC- und WBA-Halbmittelgewichtsweltmeistertitel seines Landsmann Sandro Mazzinghi am 18. Juni 1965 durch KO in der sechsten Runde. Im Oktober des Jahres wurde er Europameister im Mittelgewicht. Nur zwei Monate später verteidigte er die Halbmittelgewichtstitel im Rückkampf gegen Mazzinghi durch einen Punktsieg.

1966 verlor er bei der ersten Niederlage seiner Karriere die Halbmittelgewichtstitel umstritten nach Punkten an den Koreaner Ki-Soo Kim und konzentrierte sich anschließend vollständig auf das Mittelgewicht. Am 17. April 1967 traf er auf den WBA- und WBC-Mittelgewichtsweltmeister Emile Griffith und gewann die Titel durch einen Punktsieg. Sowohl Benvenuti als auch Griffith mussten im Kampfverlauf zu Boden. Im direkten Rückkampf fünf Monate verlor er gegen Griffith, konnte sich aber im dritten Aufeinandertreffen im März 1968 erneut durchsetzen.

Anschließend konnte er den Titel vier Mal verteidigen, verlor aber in diesem Zeitraum auch zwei Kämpfe im Halbschwergewicht gegen den ehemaligen Weltmeister Dick Tiger (n.P.) und Tom Bethea (TKO 8.).

Bei seiner fünften Titelverteidigung verlor er gegen Carlos Monzón im November 1970 durch technischen KO in der zwölften Runde. Auch den Rückkampf im Mai 1971 verlor Benvenuti vorzeitig. Nach dieser Niederlage beendete er seine Karriere.

Das Ring Magazine wertete ihn als besten italienischen Boxer aller Zeiten. 1996 fand Benvenuti Aufnahme in die International Boxing Hall of Fame.[1]

Außerhalb des Ringes[Bearbeiten]

Benvenuti versuchte sich 1969 auch als Schauspieler; so spielte er in der Italo-Western-Komödie Friß oder stirb die Hauptrolle neben Giuliano Gemma. Im Jahr 1995 ging er für einige Zeit nach Indien, um in Mutter Teresas Projekt zu arbeiten.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Modern - Last bout no earlier than 1943, Nino Benvenuti auf der Webseite der International Boxing Hall of Fame, abgerufen am 17. Februar 2014
  2. Zeitungsbericht im Corriere vom 2. Dezember 1995

Weblinks[Bearbeiten]