Pottendorfer Linie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pottendorfer Linie
(Wien Meidling–Ebreichsdorf–Wiener Neustadt Hbf)
Kursbuchstrecke (ÖBB): 511 (Wien Hbf - Wiener Neustadt Hbf)
512 (Wien Meidling - Deutschkreutz)
Streckennummer (ÖBB): 106 01
Streckenlänge: 51,010 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Netzkategorie: A
Stromsystem: 15 kV / 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 8,4 
Minimaler Radius: 300 m
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Strecke – geradeaus
Südbahn von Wien Hbf
Bahnhof, Station
-0,095 Wien Meidling S 1 S 2 S 3 S 60 S 80 210 m ü. A.
BSicon BS2+l.svgBSicon BS2+r.svg
BSicon STR2u.svgBSicon STR3.svg
Oswaldschleife
BSicon STR+1.svgBSicon STR+4u.svg
BSicon ABZr+r.svgBSicon STR.svg
Donauländebahn von Wien Penzing
BSicon STR.svgBSicon ABZlf.svg
Anschlussbahn E-Werk
BSicon ABZrg.svgBSicon xABZrf.svg
Beginn der alten Trasse
BSicon BST.svgBSicon exSTR.svg
1,412 Abzweigung Altmannsdorf 216 m ü. A.
BSicon ABZrf.svgBSicon exSTR.svg
Anschlussgleis Badner Bahn
BSicon BRÜCKE1.svgBSicon exBRÜCKE1.svg
B 17
BSicon BRÜCKE1.svgBSicon exSTR.svg
A 23
BSicon ABZrg.svgBSicon exSTR.svg
Neue Westbahn von Salzburg
BSicon DST.svgBSicon exSTR.svg
4,184 Wien Inzersdorf 193 m ü. A.
BSicon ABZgl+l.svgBSicon xKRZo.svg
Donauländebahn zur Winterhafenbrücke
BSicon eABZrg.svgBSicon exSTRrf.svg
Ende alte Trasse
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
Liesing (L 17,50 m)
BSicon HST.svgBSicon .svg
6,350 Wien Blumental S 80
BSicon eABZrf.svgBSicon .svg
ehem. Anschlussbahn Großmarkt Inzersdorf
BSicon DST.svgBSicon .svg
6,800 Inzersdorf Frachtenbahnhof
BSicon eABZrf.svgBSicon .svg
ehem. Anschlussbahn Metzgerwerke
BSicon BHF.svgBSicon .svg
9,429 Hennersdorf S 80 188 m ü. A.
BSicon eABZlf.svgBSicon .svg
9,471 Anschlussbahn Fa. Viessmann
BSicon KRZu.svgBSicon .svg
12,767 Aspangbahn
BSicon BHF.svgBSicon .svg
13,157 Achau S 80 177 m ü. A.
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
13,829 Mödlingbach (L 32,00 m)
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
14,470 Lobenbach (L 2x10,43 m)
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
14,782 Aubach (L 12,40 m)
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
18,651 Triesting (L 35,60 m)
BSicon BHF.svgBSicon .svg
19,030 Münchendorf S 80 186 m ü. A.
BSicon eABZlf.svgBSicon exSTRlg.svg
Beginn geplante Linienverlegung [1]
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon exWBRÜCKE.svg
25,274 Kalter Gang (L 7,20 m)
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon exWBRÜCKE.svg
26,352 Piesting (L 2x7,27 m)
BSicon eABZlg.svgBSicon exSTR.svg
26,960 Anschlussbahn Landwirtschaftliche Gen.
BSicon BHF.svgBSicon exBHF.svg
27,229 Ebreichsdorf S 80 203 m ü. A.
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon exWBRÜCKE.svg
28,047 Fischa (L 7,96 m)
BSicon HST.svgBSicon exSTR.svg
28,295 Weigelsdorf S 80 203 m ü. A.
BSicon eABZrg.svgBSicon exSTRrf.svg
Ende geplante Linienverlegung
BSicon STR.svgBSicon STR.svg
Ostbahn von Wien Hbf
BSicon STR.svgBSicon BHF.svg
13,517 Gramatneusiedl S 60 182 m ü. A.
BSicon STR.svgBSicon ABZgl+xl.svg
Ostbahn nach Hegyeshalom
BSicon STR.svgBSicon BST.svg
11,312 Reisenberg-Marienthal 181 m ü. A.
BSicon STR.svgBSicon DST.svg
8,003 Mitterndorf-Moosbrunn 187 m ü. A.
BSicon STR.svgBSicon eHST.svg
2,536 Unterwaltersdorf (Awanst) 201 m ü. A.
BSicon STRlf.svgBSicon ABZlg.svg
BSicon .svgBSicon eBHF.svg
30,224
0,000
Wampersdorf (alter Bahnhof)
BSicon .svgBSicon BHF.svg
30,811
-0,587
Wampersdorf (neuer Bahnhof) S 80 209 m ü. A.
BSicon .svgBSicon SBRÜCKE.svg
32,274 L 4047
BSicon .svgBSicon SBRÜCKE.svg
32,710 A 3
BSicon .svgBSicon ABZrf.svg
33,380 Anschlussbahn (Awanst) Fa. Polsterer
BSicon .svgBSicon HST.svg
33,999 Pottendorf-Landegg vorm. Bahnhof S 80 220 m ü. A.
BSicon STRrg.svgBSicon ABZrf.svg
Güterzugumfahrung
BSicon STR.svgBSicon ABZrg.svg
Raaberbahn von Sopron
BSicon BRÜCKE1.svgBSicon BRÜCKE1.svg
37,815 B 60
BSicon STR.svgBSicon BHF.svg
38,074 Ebenfurth S 80 230 m ü. A.
BSicon STRlf.svgBSicon ABZlg.svg
BSicon .svgBSicon KMW.svg
39,114
39,200
Fehlerprofil (-86 m)
BSicon .svgBSicon eABZrf.svg
Lokalbahn Ebenfurth–Wittmannsdorf
BSicon .svgBSicon HST.svg
41,689 Untereggendorf S 80 252 m ü. A.
BSicon .svgBSicon eABZrg.svg
42,229 ehem. Anschlussbahn (Awanst) Fa. Seutter
BSicon .svgBSicon BHF.svg
43,816 Obereggendorf S 80 252 m ü. A.
BSicon .svgBSicon ABZrg.svg
44,206 Anschlussbahn Fa. Hofer
BSicon .svgBSicon BRÜCKE1.svg
45,441 Ostumfahrung Wr. Neustadt
BSicon .svgBSicon KMW.svg
47,010
47,100
Fehlerprofil (-90 m)
BSicon .svgBSicon HST.svg
47,690 Wiener Neustadt Civitas Nova S 80 263 m ü. A.
BSicon .svgBSicon STR.svg
BSicon .svgBSicon DST.svg
48,450 Abzw. Obereggendorf 1
vorm. Wiener Neustadt Schleppbf
265 m ü. A.
BSicon .svgBSicon STR.svg
BSicon .svgBSicon BRÜCKE1.svg
48,476 B 17
BSicon .svgBSicon ABZlg.svg
Südbahn von Wien Hbf
BSicon .svgBSicon BST.svg
49,797 Wiener Neustadt Hbf Gleisgruppe 300
BSicon .svgBSicon BHF.svg
50,915 Wiener Neustadt Hbf S 1 S 2 S 80 268 m ü. A.
BSicon .svgBSicon ABZlf.svg
Wiener Neustadt Ausfahrbf
BSicon .svgBSicon ABZlf.svg
Mattersburger Bahn nach Sopron
BSicon .svgBSicon ABZlf.svg
Aspangbahn nach Aspang
BSicon .svgBSicon ABZrf.svg
Schneebergbahn nach Puchberg am Schneeberg
BSicon .svgBSicon STR.svg
Südbahn nach Spielfeld-Straß
zweigleisige Strecke

Die Pottendorfer Linie ist eine Bahnstrecke im Industrieviertel in Niederösterreich. Sie gehört zum Kernnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Geschichte[Bearbeiten]

Für dieses Gebiet wurden mehrmals Bahnen bis in den Orient geplant, aber nie verwirklicht.

Für die von mehreren Fabriksbesitzern schon zu Beginn der 1860er Jahre geplante Verbindungslinie von Raaber (k.k. priv. oesterreichische Staatseisenbahn-Gesellschaft) und Gloggnitzer Bahn (k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft) wurde bereits am 30. September 1864 eine Konzession ausgestellt, gemäß der die Bahn spätestens im Jahre 1868 hätte in Betrieb gehen sollen.[2] Trotz der Wohlhabenheit der Konzessionäre und deren Mitinteressenten konnte man sich in Finanzfragen nicht einigen, und nach dem missglückten Versuch, nachträglich Steuerbefreiung zu erlangen, wurde die Konzession zurückgegeben.[3]

Gemäß neu erwirkter Concessionsurkunde vom 23. August 1869, zum Bau und Betrieb einer Locomotiv-Eisenbahn von Wiener-Neustadt nach Grammat-Neusiedl[4] wurde die über Wampersdorf geführte Bahn am 1. September 1871 eröffnet (Neustadt-Grammat-Neusiedler Bahn[5]).

Mit 10. September 1872 erhielt der Wiener Bank-Verein eine Konzession zum Bau und Betrieb einer Locomotiv-Eisenbahn von Wien über Inzersdorf nach Pottendorf und an die ungarische Landesgränze gegen Oedenburg[6] und erreichte 1875 auch eine Vereinigung dieser Bahn mit der bestehenden zu einer handelsgerichtlich eingetragenen Bahngesellschaft, der Firma Wien-Pottendorf-Wiener-Neustädter Bahn.[7][8]

Die Eröffnung der Strecke zwischen Wampersdorf und Wien Blumental (früher Inzersdorf Metzgerwerke) fand am 7. Mai 1874 statt. Das Stück zwischen Blumental und Meidling folgte am 3. November 1875 und verlief auf einer Hochstrecke, die aber im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Seither wird hier die Donauländebahn befahren, die alte Trasse war aber bis zum zweigleisigen Ausbau noch bis 2005 sichtbar.

Die Wien-Pottendorf-Wiener Neustädter Eisenbahn überließ den Betrieb der Strecken der Südbahngesellschaft, nach deren Verstaatlichung 1924 wurden die Strecken von der BBÖ betrieben, die Verstaatlichung der Bahngesellschaft erfolgte aber erst später. Am 29. April 1974 wurde der elektrische Betrieb aufgenommen.

Heute zweigt die Strecke in Wien Meidling von der Südbahn ab. Seit 1983 wurde der Teil zwischen Wiener Neustadt und Wampersdorf zweigleisig ausgebaut. Die restliche Strecke soll laut einem Plakat auf der Strecke ebenfalls komplett zweigleisig ausgebaut werden.

Mit Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wurde der Bahnhof Wien Blumental aufgelassen. Nach Rück- und Umbau wurde der Bahnhof am 1. August 2011 als Haltestelle Wien-Blumental wiedereröffnet; die Haltestelle Wien-Inzersdorf wurde aufgelassen.[9]

Denkmalgeschützte Aufnahmsgebäude befinden sind in Ebreichsdorf – dieses ist noch in Betrieb – und in Unterwaltersdorf. Letzteres wurde infolge der am 15. Dezember 2002[10] wirksam gewordenen Einstellung des Personenverkehrs zwischen Gramatneusiedl und Wampersdorf aufgelassen und beherbergt nunmehr ein Heimatmuseum.

Zukunft[Bearbeiten]

Die Fahrdienstleitungen von Wien-Inzersdorf und Wien-Blumental werden zusammengelegt und ziehen auf den neu errichteten Turm, der kurz vor Blumental entstehen wird.

Auch der Bahnhof Hennersdorf soll komplett erneuert werden. So soll in der kleinen Gemeinde ein neues Ortszentrum mit einer Hochstation und Einkaufsmöglichkeiten entstehen.[11]

Bis voraussichtlich 2022 soll der Streckenabschnitt zwischen Wien Meidling und Wampersdorf vollständig zweigleisig ausgebaut sein, um die stark befahrene Südbahn zwischen Wiener Neustadt und Wien zu entlasten und neue Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr zu erhalten.[12]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Niederösterreich südlich der Donau. Teil 1. A bis L. Pottendorf. Technische Denkmäler. Pottendorfer Bahnlinie. Aufnahmegebäude Pottendorf-Landegg. Brücke über die Fischa. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-365-8, Seite 1720.
  • Peter Wegenstein (Text), Heinz Albrecht (Fotogr.): Bahnen im Wiener Becken. Dieser Band beinhaltet die Strecken Wien Südbahnhof (Ostseite) – Staatsgrenze bei Nickelsdorf, Meidling – Wampersdorf – Wiener Neustadt und Wampersdorf – Gramatneusiedl. Bahn im Bild, Band 31, ZDB-ID 52827-4. Pospischil, Wien 1983.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pottendorfer Linie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Streckenkarte Pottendorfer Linie Mai 2014. ÖBB Infra, 1. Mai 2014, abgerufen am 11. Juli 2014 (pdf).
  2. RGBl 1864/90.
  3. Ignaz Konta: Wiener-Neustadt-Grammat-Neusiedler Bahn. In: Hermann Strach (Red.): Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Band 1,2. Karl Prochaska, Wien 1898, S. 93.
  4. RGBl 1869/160.
  5. Volkswirthschaftliche Zeitung. (…) Die Neustadt-Grammat-Neusiedler Bahn. In: Das Vaterland, Nr. 225/1872 (XIII. Jahrgang), 18. August 1872, S. 5, Spalte 1, oben. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/vtl.
  6. RGBl 1872/138.
  7. Gesetz vom 24. März 1875, betreffend die der Unternehmung der Wien-Pottendorf-Wiener-Neustädter Eisenbahn zu gewährenden Begünstigungen. RGBl 1875/55.
  8. Kundmachung des Handelsministeriums vom 3. Juli 1875, betreffend die Abänderung einiger Bestimmungen der Concessionsurkunden vom 23. August 1869 (R. G. Bl. Nr. 160) und vom 10. September 1872 (R. G. Bl. Nr. 138) für die Locomotiv-Eisenbahnen von Wiener-Neustadt nach Grammat-Neusiedel, dann von Wien nach Pottendorf an die ungarische Landesgränze gegen Oedenburg. RGBl 1875/101.
  9. Neue S-Bahn Station „Wien Blumental“ eröffnet. In: derstandard.at, 1. August 2011, abgerufen am 5. Dezember 2012.
  10. Kursbuch „Fahrpläne Österreich“ der ÖBB.
  11. Mitschrift der Aussagen 4.3. Zur Entwicklung der Entscheidungen. In: hennersdorf.at, abgerufen am 5. Dezember 2012.
  12. Zweigleisiger Ausbau der Pottendorfer Linie - Niederösterreich. ÖBB Infra, 2014, abgerufen am 8. Juli 2014.