Münchendorf
| Münchendorf | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Mödling | |
| Kfz-Kennzeichen: | MD | |
| Fläche: | 19,99 km² | |
| Koordinaten: | 48° 2′ N, 16° 23′ O48.0316.378611111111186Koordinaten: 48° 1′ 48″ N, 16° 22′ 43″ O | |
| Höhe: | 186 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.628 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 131 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 2482 | |
| Vorwahl: | 02259 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 17 18 | |
| NUTS-Region | AT127 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Trumauerstraße 1 2482 Münchendorf |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Ehrenberger (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2010) (21 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Münchendorf im Bezirk Mödling | ||
Luftbild |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Die Gemeinde Münchendorf mit 2628 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) liegt im Wiener Becken im Bezirk Mödling in Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Münchendorf liegt wenige Kilometer südlich von Wien im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Gemeinde wird von der Triesting durchflossen.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde besteht nur aus einer einzigen Katastralgemeinde und Ortschaft.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
- und Orte
| Laxenburg (Gem.) | Achau (Gem.) | Himberg (Gem., Bez. Wien-Umg.) |
| Guntramsdorf (Gem.) Möllersdorf (Gem. Traiskirchen,Bez. Baden) |
Velm (Gem. Himberg, Bez. Wien-Umg.) | |
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Traiskirchen (Gem., Bez. Baden)
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Ebreichsdorf∗ (Bez. Baden) |
Moosbrunn (Bez. Wien-Umg.) |
-
∗ Gemeindegebiet Ebreichsdorf grenzt nicht an, weil sich Trumau dazwischen schiebt.
Geschichte [Bearbeiten]
Das Gebiet von Münchendorf war schon in der Jungsteinzeit (etwa 5000–2000 v. Chr.) besiedelt. In der folgenden Bronzezeit lebten hier nordische Viehzüchter, später Illyrer. Es folgte Besiedelung durch die Kelten, danach Römer. Unter den Römern gehörte das Gebiet zur Provinz pannonia superior. Auf der heutigen Trasse der Eisenstädter Bundesstraße (Ödenburger Straße) B 16 gab es vermutlich eine Straße nach Ödenburg.
Aus der Zeit Karl dem Großen um 800 dürfte der Name des Ortes herrühren. Ein Pater Dominicus bekam den Besitz zugesprochen. Die Kurzform von Dominicus ist Minigo. Im Dialekt spricht man auch heute von Mingadoaf. Aber erst 1147 wird Minichdorf das erste Mal anlässlich der Schenkung der Babenberger an das Stift Heiligenkreuz urkundlich erwähnt.
Es folgten die unruhigen Zeiten der ersten und zweiten Türkenbelagerung. (siehe auch Geschichte der Pfarrkirche).
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstehen auch hier, wie in den Nachbargemeinden, Textilmanufakturen. Auch der Weinbau wird jetzt erst begonnen, wobei aber durch das Einschleppen der Reblaus aus Amerika viele Gärten wieder zerstört wurden.
In den Kriegswirren des ersten Weltkrieges musste die Baumwollspinnerei, die inzwischen zum Industriebetrieb wurde, schließen.
1938 verlor die Gemeinde, wie alle Randgemeinden Wiens, die Souveränität und ging im 24. Bezirk von Groß-Wien auf, wo sie bis 1954 blieb.
Bevölkerungsentwicklung
| Volkszählung | Einwohner |
|---|---|
| 2011 | 2.498 |
| 2001 | 2.229 |
| 1991 | 1.690 |
| 1981 | 1.152 |
| 1971 | 1.055 |
Quelle: Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Früher lebten die Bewohner von der Landwirtschaft, der Lage entsprechend hauptsächlich vom Ackerbau. Aber auch Weinbau wird hier betrieben. Heute muss die Mehrheit der Beschäftigten zur Arbeit auspendeln.
Es sind nur wenige größere Unternehmen im Ort. Verkehrstechnisch ist Münchendorf gut durch die Südost Autobahn, die erst 1996 fertiggestellt worden ist, einerseits gut erreichbar, andererseits vom Durchzugsverkehr, der sich früher auf der Ödenburger Straße B16 abspielte, befreit. Die Pendler aus der näheren Umgebung wie Ebreichsdorf oder der weiteren aus dem Burgenland mussten alle durch den Ort fahren um zu ihren Arbeitsplätzen nach Wien zu kommen.
Münchendorf ist auch am Schienenweg durch die Bahnstrecke Wien - Ebenfurth - Wiener Neustadt (Pottendorfer Linie) gut erreichbar.
Durch die Erhöhung der Lebensqualität ziehen wieder vermehrt Wiener in die Gemeinde. In Münchendorf regnet es nur sehr wenig (unter 600 mm im Jahr) und das zieht viele Sommergäste zu den Badeteichen (Münchendorfer Seenland).[1]
Kultur Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Pfarrkirche hl. Leonhard: 1773/74 nach Plänen von Franz Anton Pilgram erbauter barock-klassizistischer Saalbau mit Fassadenturm
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Johann Wurth, (1828–1870), Lehrer, Dichter, Volkskundlicher Sammler
- Manfred Wakolbinger, (* 1952), bildender Künstler
Töchter und Söhne:
- Mario Traxl (* 1964), Radrennfahrer
Literatur [Bearbeiten]
- Petrus Kaserer (Hrsg.): Chronik Münchendorf: 4300 vor Christus bis 2004 nach Christus. Eigenverlag der Gemeinde Münchendorf, Münchendorf 2004.
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite der Gemeinde
- Eintrag zu Münchendorf in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
- Gemeindedaten von Münchendorf. In: Statistik Austria.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Begriff geprägt in Johann Richter: Münchendorfer Seenland. In: Lit. Kaserer: Chronik Münchendorf, 2004, S. 82 ff.
Achau | Biedermannsdorf | Breitenfurt bei Wien | Brunn am Gebirge | Gaaden | Gießhübl | Gumpoldskirchen | Guntramsdorf | Hennersdorf | Hinterbrühl | Kaltenleutgeben | Laab im Walde | Laxenburg | Maria Enzersdorf | Mödling | Münchendorf | Perchtoldsdorf | Vösendorf | Wiener Neudorf | Wienerwald
Katastralgemeinde und Ortschaft: Münchendorf
Dorf: Münchendorf | Sonstige Ortslagen: Babenbergerseen • Badeseen • Birkensee • Dürrsee • Großer Gemeindesee • Kleiner Gemeindesee • Seedörfl
Zählsprengel: Münchendorf
