Römisch-katholische Kirche in Uganda

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Die Römisch-katholische Kirche in Uganda ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche, unter der geistlichen Führung des Papstes und der Kurie in Rom. Sie umfasst die römisch-katholischen Bistümer im ostafrikanischen Staat Uganda.

Geschichte[Bearbeiten]

Wallfahrtskirche von Namugongo

Ersten Kontakt mit der katholischen Kirche hatte die Bevölkerung Ugandas durch die Ordensgeistlichen der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA) Pater Simeon Lourdel und Bruder Amans, die sich 1879 in Buganda ansiedelten. In den folgenden Jahren gab es immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen unter den verschiedenen Religionsgruppen sowie zwischen Staat und Christen in Uganda. Die bei Auseinandersetzungen 1885 getöteten 22 katholischen Märtyrer wurden durch Papst Paul VI. am 18. Oktober 1964 heiliggesprochen. Das Fest der Märtyrer von Uganda (Katholiken und Anglikaner) wird am 3. Juni begangen (Gebotener Gedenktag in der katholischen Kirche weltweit). Besonders ist ihrem Gedenken die 1973 durch den Schweizer Architekten Justus Dahinden erbaute Wallfahrtskirche von Namugongo gewidmet.[1][2]

Kirche[Bearbeiten]

Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung in Uganda beträgt mit 11.628.000 Katholiken circa 43 %; 26 % gehören anderen christlichen Religionen an, vor allem Anglikaner, 5 % sind Muslime und 29 % sind Anhänger von Naturreligionen.

20 Diözesen und 441 Pfarreien sowie über 5000 Missionsstationen werden von 29 Bischöfen geleitet und von circa 1700 Priestern sowie circa 3500 Ordensangehörigen betreut. In den Pfarrgemeinden arbeiten circa 12.500 Katecheten. Den Vorsitz der ugandischen Bischofskonferenz Uganda Episcopal Conference UEC hat Matthias Ssekamaanya, der Bischof der Diözese Lugazi.

Die katholische Kirche Ugandas, die mit 43 % der Bevölkerung zu denen mit dem höchsten Katholikenanteil im südlichen Afrika zählt, hatte sich an der Kampagne „für Treue in der Ehe und die Stärkung von Familien“ führend beteiligt. Außereheliche Sexualkontakte konnten um 60 % reduziert werden - gegenüber Staaten mit Kondom-Kampagnen. 2009 beurteilte das Fachmagazin Science die ugandische AIDS-Rate von 4 % als eine der niedrigsten des Kontinents.[3] Des Weiteren engagiert sich die katholische Kirche gegen zunehmende blutige Menschenopfer und Organhandel sowie Kinderhandel[4] und für die 15.000 bis 30.000 Kindersoldaten und traumatisierten Kinder.[5]

Nuntien[Bearbeiten]

Der erste Pro-Nuntius des Heiligen Stuhls in Uganda wurde am 27. Mai 1967 durch Papst Paul VI. eingesetzt [6]. Die Nuntiatur befindet sich in der Hauptstadt Kampala.

Diözesen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Bekennermut junger Christen“, Afrikamissionare - Weisse Väter, eingesehen am 23. Mai 2010
  2. „Die ugandischen Märtyrer“, Ökumenisches Heiligenlexikon, eingesehen am 23. Mai 2010
  3. Paul Badde: „Der Papst, die Kondome und das Beispiel Uganda“, Die Welt, 27. März 2009
  4. „Uganda kämpft gegen blutige Menschenopfer und Organhandel – Kirche betont die Heiligkeit des Lebens“, Avvenire/RV/GN in Katholisches, eingesehen am 23. Mai 2010
  5. „Uganda: Kirche kämpft für Kindersoldaten“, Radio Vatikan, 12. August 2007
  6. Apostolic Nunciature in Uganda Zugriff März 2013

Weblinks[Bearbeiten]