Rheinbote (Rakete)

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Rheinbote (rechts), Rheintochter (links stehend) und Teile einer Rheintochter (liegend)

Rheinbote ist die Bezeichnung für eine im Zweiten Weltkrieg von Deutschland entwickelte Fernrakete.

Beschreibung[Bearbeiten]

Im Gegensatz zur einstufigen A4, die flüssigen Sauerstoff und Alkohol als Raketentreibstoff verwendete, war die Rakete Rheinbote eine vierstufige Feststoffrakete. Sie wurde von der Firma Rheinmetall aus dem zweistufigen Vorläufer „Rheintochter“ 1943/44 entwickelt und in der Raketenerprobungsstelle Rumbke erprobt. Im Unterschied zur A4, die eine Sprengladung von 1 t über 300 km weit tragen konnte, konnte die Rheinbote nur eine Sprengladung von 25 kg über eine Strecke von 220 km transportieren. Die Rakete Rheinbote wurde im November 1944 im Kriegseinsatz verwendet. 220 Flugkörper wurden auf Antwerpen verschossen.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Länge: 11,4 m
  • Startgewicht: 1,715 t
  • Brennschlußgeschwindigkeit: 1520 m/s
  • Gipfelhöhe: 70 km
  • Reichweite: 220 km
  • Gewicht Sprengkopf: 40 kg (davon Sprengladung: 25 kg)

Weblinks[Bearbeiten]