Ripley Under Ground (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Ripley Under Ground
alternativ:
Mr. Ripley und die Kunst des Tötens
Originaltitel Ripley Under Ground
Produktionsland USA, GB, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge ca. 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Roger Spottiswoode
Drehbuch W. Blake Herron, Donald E. Westlake
Produktion Steve Christian, Antoine de Clermont-Tonnerre, Marco Mehlitz, Michael Ohoven, Stephen Ujlaki, David Valleau, William Vince
Musik Jeff Danna
Kamera Paul Sarossy
Schnitt Michel Arcand
Besetzung

Ripley Under Ground (im deutschen Fernsehen auch unter dem Titel Mr. Ripley und die Kunst des Tötens ausgestrahlt[2]) ist ein US-amerikanisch-britisch-deutscher Thriller von Roger Spottiswoode aus dem Jahr 2005. Das Drehbuch von W. Blake Herron und Donald E. Westlake beruht auf dem Roman Ripley Under Ground von Patricia Highsmith, mit dessen Motiven es sehr frei umgeht.

Handlung[Bearbeiten]

Der Amerikaner Tom Ripley lebt als Schauspielstudent in London. Er ist jedoch verschuldet, kann seine Miete nicht mehr bezahlen und die Schauspielschule droht ihm mit dem Rausschmiss, nachdem seine Bewerbungsunterlagen als Fälschungen enttarnt werden. Während einer Vernissage seines Freundes und Malers Derwatt schlägt dessen Geliebte Cynthia einen Heiratsantrag Derwatts ab, woraufhin dieser gekränkt mit dem Auto flüchtet und bei einem Unfall ums Leben kommt. Nachdem sich die Gemälde Derwatts als Verkaufsschlager entpuppen, beschließen Ripley und seine Komplizen, zu denen auch Cynthia und der Galerist Jeff zählen, den Tod des Künstlers zu verheimlichen und gefälschte Gemälde unter dessen Pseudonym zu verkaufen.

Ripley fährt nach Frankreich, wo ihn eine Liebesbeziehung mit der zufälligen Bekanntschaft Heloise Plisson verbindet und auf deren Landsitz er zeitweilig untertaucht. Der Kunstsammler Neil Murchison wird beim Anblick eines jüngst erstandenen Gemäldes misstrauisch und kommt der Bande auf die Spur. Er stellt Ripley und schlägt bei einem folgenden Gerangel tödlich mit dem Hinterkopf auf. Ripley vergräbt die Leiche im Garten des Familienanwesens der Plissons.

Der Polizeiermittler John Webster ist mit dem Fall des verschollenen Kunstsammlers betraut. Er besucht Ripley, den er stark verdächtigt, kann ihm jedoch schließlich nichts nachweisen, da die bisher nicht eingeweihte Heloise Ripley in letzter Sekunde zu Hilfe kommt und die vergrabene Leiche Murchisons fortschafft.[3][4]

Kritiken[Bearbeiten]

Der US-Branchendienst Variety bemerkte, dass der Film trotz seiner „scharfzüngigen Regie“ zu unruhig und zu unsicher wäre und deshalb „in einem Niemandsland zwischen hysterischer Satire und schlankem Euro-Thriller enden“ würde. Hauptdarsteller Barry Pepper sei seiner Rolle nicht gewachsen, das Buch würde sich wahrscheinlich für eine reine Adaption nicht eignen.[5]

In Deutschland, wie auch in Österreich und anderen europäischen Ländern schaffte es der Film nicht in den Kinoverleih, sondern wurde nur als Kauf-DVD veröffentlicht.[6] Hans Messias (film-dienst) sah in Ripley Under Ground eine „unterhaltsame Verfilmung“, der es gelänge, mit schwungvoller Regie einen „unsympathischen Sympathieträger zu formen“. Der Film nehme „sich als kriminelles Vexierspiel nicht allzu zwanghaft ernst“, sondern verwebe „die Versatzstücke des Genres zu einem lockeren Spaß“ und warte mit „etlichen bizarren Regieeinfällen auf“. Die Darstellerleistungen seien „überzeugend“.[7] Ebenfalls voll des Lobes war Sascha Westphal (Frankfurter Rundschau) in seiner DVD-Kurzkritik – Spottiswoode sei „es als erstem Filmemacher gelungen, den schwarzen Humor von Patricia Highsmiths Romanen in seiner ganzen Boshaftigkeit einzufangen.“[8]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde auf der Isle of Man und in London gedreht.[9] Er hatte seine Weltpremiere am 6. November 2005 auf dem AFI Film Festival.[10]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Freigabebescheinigung bei spio.de (PDF-Datei; 81 kB)
  2. http://spielfilm.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,7551474,00.html
  3. www.countingdown.com, abgerufen am 14. Juni 2007
  4. www.lytrules.com, abgerufen am 14. Juni 2007
  5. vgl. Koehler, Robert: Ripley Under Ground. In: Variety, 21.–27. November 2005, S. 56
  6. vgl. Release dates in der Internet Movie Database (aufgerufen am 15. Mai 2010)
  7. vgl. Messias, Hans: Ripley Under Ground. In: film-dienst 8/2008 (aufgerufen via Munzinger Online)
  8. vgl. Westphal, Sascha: DVD Ripley Under Ground. In: Frankfurter Rundschau, 19. Oktober 2007, S. 45
  9. Filming locations für Ripley Under Ground, abgerufen am 14. Juni 2007
  10. Premierendaten für Ripley Under Ground, abgerufen am 14. Juni 2007