Willem Dafoe
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William J. „Willem“ Dafoe (* 22. Juli 1955 in Appleton, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.
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[Bearbeiten] Leben
Willem Dafoe ist das zweitjüngste von acht Kindern eines Chirurgen und einer Krankenschwester. Bereits als Jugendlicher begann Dafoe Theater zu spielen und ging im Alter von 17 Jahren an die University of Wisconsin in Milwaukee, um Theaterwissenschaft zu studieren. Der Unterricht wurde ihm jedoch bald zu theoretisch und er schloss sich dem experimentellen Theatre X an, mit dem er bald durch Europa und die USA tourte.
1977 zog er nach New York und wurde Mitglied der Theatergruppe Wooster Group, der er bis heute angehört. Die Leiterin des Ensembles, Elisabeth LeCompte wurde seine Lebensgefährtin. 1981 spielte er schließlich seine erste Rolle im legendären Western-Flop Heaven’s Gate von Michael Cimino. Dafoes erster Erfolg sollte erst fünf Jahre später mit der Rolle des selbstlosen Sergeant Elias in Oliver Stones Vietnamdrama Platoon kommen und bescherte ihm eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller. Im März 2005 heiratet er die zwanzig Jahre jüngere italienische Filmregisseurin Giada Colagrande.
Dafoe ist bekannt für ein breites Spektrum an Rollen, das eine Einordnung nur schwer möglich macht. So spielte er in Wild at Heart, Speed 2 – Cruise Control oder Spider-Man rein böse, überwiegend exzentrische Charaktere, andererseits in Platoon und Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses den Helden. Kontrovers diskutiert wurde auch Martin Scorseses Drama Die letzte Versuchung Christi, in dem er die Rolle des Jesus spielte. Als eine seiner erfolgreichsten Rollen gilt ebenfalls die Darstellung des Max Schreck in E. Elias Merhiges Shadow of the Vampire, für die er im Jahr 2001 u. a. für den Oscar und den Golden Globe als bester Nebendarsteller nominiert war. 2007 gehörte er unter dem Vorsitz des US-amerikanischen Filmemachers Paul Schrader zur Jury der Filmfestspiele von Berlin.
[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)
- 1980: Heaven’s Gate
- 1982: Reich der Spidermaschine (The Loveless)
- 1983: Begierde (The Hunger)
- 1984: Straßen in Flammen (Streets of Fire)
- 1984: Leben und Sterben in L.A. (To Live and Die in L.A.)
- 1986: Platoon
- 1988: Saigon (Off Limits)
- 1988: Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses (Mississippi Burning)
- 1988: Die Letzte Versuchung Christi (The Last Temptation of Christ)
- 1989: Geboren am 4. Juli (Born on the Fourth of July)
- 1989: Triumph des Geistes (Triumph of the Spirit)
- 1990: Cry-Baby
- 1990: Wild at Heart
- 1991: Flug durch die Hölle (Flight of the Intruder)
- 1992: White Sands – Der große Deal
- 1992: Light Sleeper
- 1993: Body of Evidence
- 1993: In weiter Ferne, so nah!
- 1994: Das Kartell (Clear and Present Danger)
- 1994: Tom & Viv
- 1995: Die Nacht und der Augenblick (The Night and the Moment)
- 1996: Basquiat
- 1997: Der englische Patient (The English Patient)
- 1997: Speed 2 – Cruise Control (Speed 2: Cruise Control)
- 1997: Der Gejagte (Affliction)
- 1998: Lulu on the Bridge
- 1999: eXistenZ
- 1999: Der blutige Pfad Gottes (The Boondock Saints)
- 2000: American Psycho
- 2000: The Animal Factory – Rache eines Verurteilten (Animal Factory)
- 2000: Shadow of the Vampire
- 2001: Die Frauen des Hauses Wu (Pavilion of Women)
- 2001: Verlorene Kinder des Krieges (Edges of the Lord)
- 2002: Spider-Man
- 2002: Auto Focus
- 2003: Findet Nemo (Finding Nemo)
- 2003: Irgendwann in Mexico (Once Upon a Time in Mexico)
- 2003: The Reckoning
- 2004: Aviator
- 2004: Die Tiefseetaucher (The Life Aquatic with Steve Zissou)
- 2004: Control – Du sollst nicht töten (Control)
- 2004: Spider-Man 2
- 2004: Anatomie einer Entführung (The Clearing)
- 2005: Manderlay
- 2005: xXx 2 – The Next Level (xXx: State of the Union)
- 2005: Black Widow (Before It Had a Name)
- 2005: Ripley Under Ground
- 2006: American Dreamz – Alles nur Show (American Dreamz)
- 2006: Inside Man
- 2006: Paris, je t’aime
- 2007: Anamorph
- 2007: Mr. Bean macht Ferien (Mr. Bean’s Holiday)
- 2007: Spider-Man 3
- 2008: Zurück im Sommer (Fireflies in the Garden)
- 2008: The Dust of Time
- 2008: Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected (Adam Resurrected)
- 2009: Antichrist
[Bearbeiten] Quellen
- Sind Sie ein Abenteurer, Mister Dafoe?, ganzseitiges Interview mit Willem Dafoe, FAZ vom 22. September 2007, S. Z6
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Willem Dafoe im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Willem Dafoe in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dafoe, Willem |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 22. Juli 1955 |
| GEBURTSORT | Appleton, Wisconsin, USA |

