Sankt Magdalena am Lemberg (ehemalige Gemeinde)

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Sankt Magdalena am Lemberg
(ehemalige Gemeinde)
Sankt Magdalena am Lemberg (ehemalige Gemeinde) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bezirk Hartberg (HB), Steiermark
Gerichtsbezirk Fürstenfeld
Pol. Gemeinde Sankt Magdalena am Lemberg  (KG Hopfau, Längenbach, Lemberg, Weinberg)
Ortschaft Hopfau, Längenbach, Lemberg (Hauptort), Mitterndorf, Weinberg
Koordinaten 47° 13′ 26″ N, 16° 1′ 41″ O47.22388888888916.028055555556430Koordinaten: 47° 13′ 26″ N, 16° 1′ 41″ O
Höhe 430 m ü. A.
Einwohner d. stat. Einh. 1131 (1. Jänner 2012)
Gebäudestand 382 (2001) f2
Fläche 4,66 km²
Postleitzahl 8274 Buch, 8294 Unterrohr (beide Bestimmungsort Sankt Magdalena am Lemberg)f0
Vorwahl +43/3332f1
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk St.Magdalena am Lemberg, Hopfau (60734 000,001)
Bild
Wappen der ehemaligen Gemeinde
ehemalige Gemeinde 1849–2012, hieß anfangs Lemberg,
ist seit 2013 Teil von Buch-St. Magdalena
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Sankt Magdalena am Lemberg war bis 31. Dezember 2012 eine eigenständige politische Gemeinde im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Hartberg in der Steiermark in Österreich. Sankt Magdalena am Lemberg fusionierte per 1. Jänner 2013 mit der Gemeinde Buch-Geiseldorf. Der Name der neuen Gemeinde ist Buch-St. Magdalena.

Kirche St. Magdalena

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sankt Magdalena am Lemberg lag im Thermenland des oststeirischen Hügellandes etwa acht Kilometer südöstlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 45 km östlich der Landeshauptstadt Graz. Die ehemalige Gemeinde lag zwischen der Hartberger Safen und der Lafnitz, wobei nur die Hartberger Safen das Gemeindegebiet tangiert. Sie wird aber durch deren Zuflüsse entwässert, östlich erstreckt sich zum Lafnitztal hin ein ausgedehntes Waldgebietes.

Ehemalige Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde bestand zuletzt (Einwohner Stand: 15. Mai 2001) aus fünf Ortschaften und vier Katastralgemeinden:

Hopfau (418), Längenbach (49), Lemberg (248, KG 316, Hauptort), Mitterndorf (68, gehörte zur KG Lemberg), Weinberg (358)

Ehemalige Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hartberg (ab 1968)
Hopfau (bis 1968)
Sankt Johann in der Haide (ab 1968) Rohr bei Hartberg
Buch (bis 1953)

Buch-Geiseldorf (ab 1953)
Geiseldorf (bis 1953)

Nachbargemeinden Wörth an der Lafnitz
Sebersdorf Limbach bei Neudau
Bei der Gemeindereform in der Steiermark 1968 kam Hopfau zu St. Magdalena. Die an Hopfau nordwestlich grenzenden Gemeinden Schölbing und Safenau kamen gleichzeitig zu St. Johann respektive Hartberg, sodass St. Magdalena nie an diese grenzte.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • 1869: 1305
  • 1880: 1312
  • 1890: 1274
  • 1900: 1299
  • 1910: 1293
  • 1923: 1246
  • 1934: 1185
  • 1939: 1098
  • 1951: 1090
  • 1961: 1025
  • 1971: 1105
  • 1981: 1081
  • 1991: 1099
  • 2001: 1141

St. Magdalena und Lemberg sind um die bedeutende Kirche herum entstanden. Schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es eine Schule. 1788 Lokalie, wurde 1892 die Pfarre Sankt Magdalena eingerichtet.

Mit der Schaffung der Ortsgemeinden nach 1848/49 wurde eine Gemeinde eingerichtet, die anfangs den Namen Lemberg,[2][3] dann aber bald Sankt Magdalena am Lemberg bekam. Hauptort war aber immer das schon seinerzeit größere Lemberg.

Am 1. Jänner 1959 wurde die selbständigen Gemeinde Weinberg mit Sankt Magdalena am Lemberg vereinigt, bei der Gemeindereform in der Steiermark 1968 kam per 1. Jänner 1969 die Gemeinde Hopfau zu Sankt Magdalena am Lemberg.[1]

Das Heimatmuseum wurde in einem alten Bauernhof untergebracht.[4]

Am 1. Jänner 2013 wurde Sankt Magdalena am Lemberg anlässlich der Gemeindestrukturreform 2010–2015 mit Buch-Geiseldorf zur (steiermarkweit ersten) neu geschaffenen Gemeinde Buch-St. Magdalena vereinigt.[5]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 610 74 11 546 69 11 501 64 10 527 68 11
SPÖ 216 26 4 189 24 3 213 27 4 203 26 4
FPÖ 60 8 1 65 8 1 43 6 0
Wahlbeteiligung 88 % 92 % 93 % 95 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister war Gerhard Gschiel (ÖVP), Vizebürgermeister war Karl Raser (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten]

AUT Sankt Magdalena am Lemberg COA.jpg

Wappenbeschreibung: „Ein silbernes Salbgefäß im roten Schild mit silbernem Innenbord, der mit grünen Kleeblättern belegt ist.“
Das Salbgefäß ist das Attribut der hl. Maria Magdalena, der Kirchen- und Namenspatronin. Die Kleeblätter stehen für den hl. irischen Missionar Patrizius, der hierorts ebenfalls verehrt wird.[6]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Mai 1988.[7] Mit der Gemeindevereinigung wurde es hinfällig. Das neue Gemeindewappen soll nach Maßgabe der Steiermärkischen Landesregierung so gestaltet sein, dass „wenn möglich beide Gemeindewappen im neuen Wappen erhalten bleiben“.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Sankt Magdalena am Lemberg lag abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die Süd Autobahn A 2, hier in der Gegend 1983−89 erbaut, verläuft zwar nahe dem Ortsteil Hopfau durch das alte Gemeindegebiet, hat in diesem Bereich aber keine Anschlussstelle. Die nächstgelegene Anschlussstelle ist Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126) in ca. 6 km Entfernung. Die Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Gleisdorf ist ca.8 km entfernt.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Die 1891 erbaute Thermenbahn verläuft durch das Gemeindegebiet, hat hier aber keinen Haltepunkt. Da die Haltepunkte Buch und Geiseldorf aufgelassen wurden, befand sich der nächstgelegene Bahnhof in Sebersdorf in ca. 5 km Entfernung. Seinerzeit bot er zweistündliche Regionalzug-Verbindungen nach Hartberg und Fehring. In den späteren 2000ern wurde die Linie in den Verkehrsverbund Steiermark integriert, Buch als Haltestelle Buch-Geiselsdorf wieder in Betrieb genommen, die S3 verkehrte wieder häufiger.

Ortspartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der ehemaligen Gemeinde:

  • Ludwig Hirsch (* 1946 in Weinberg, † 2011 in Wien) Liedermacher und Schauspieler

Literatur[Bearbeiten]

  • Gemeinde Buch-Geiseldorf, Gemeinde St. Magdalena am Lemberg (Hrsg.): Informationen, Fragen und Antworten zur Gemeindevereinigung Buch-St.Magdalena. Informationsblatt, 2012 (pdf, st-magdalena-lemberg.steiermark.at, abgerufen 5/2013).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Magdalena am Lemberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b § 5 Gesetz vom 3.Dezember 1968 über Gebietsänderungen von Gemeinden. Stf.: LGBl. Nr. 164/1968, EZ 556 Blg.Nr. 76 VI. GPStLTVorlage:§§/Wartung/alt-URL (rtf, ris.bka).
  2. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850, XXI. Stück, Nr. 378: Erlass des Statthalters vom 20. September 1850, womit die nach dem provisorischen Gesetze vom 17. März 1849 errichteten neuen Ortsgemeinden mit ihrer Zutheilung in die politischen Gerichts- und Steueramts-Bezirke in dem Kronlande Steiermark bekannt gemacht werden.
  3. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850 (Beilage Kreis Gratz)
  4. Fotogalerie, st-magdalena-lemberg.steiermark.at
  5. Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 106/201Vorlage:§§/Wartung/alt-URL (pdf, ris.bka).
  6. Wappen der Gemeinde St.Magdalena am Lemberg, ehemalige Gemeindewebseite st-magdalena-lemberg.steiermark.at, abgerufen 8. Mai 2013
  7. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 39, 1989, S. 39.
  8. Es kann auch ein bestehendes Wappen einer Gemeinde sein. Angabe nach Informationen, Fragen und Antworten zur Gemeindevereinigung Buch-St.Magdalena, Frage Was passiert mit den bisherigen Wappen der Gemeinden?, S. 3