Lafnitz (Steiermark)

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Lafnitz
Wappen von Lafnitz
Lafnitz (Steiermark) (Österreich)
Lafnitz (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt: HB)
Fläche: 15,61 km²
Koordinaten: 47° 22′ N, 16° 1′ O47.36916666666716.012777777778412Koordinaten: 47° 22′ 9″ N, 16° 0′ 46″ O
Höhe: 412 m ü. A.
Einwohner: 1.435 (1. Jän. 2015)
Postleitzahlen: 8233, 8230
Vorwahl: 03338
Gemeindekennziffer: 6 22 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lafnitz 31
8233 Lafnitz
Website: www.lafnitz.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Schuch (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
7
7
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Lafnitz im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
Bad Blumau Bad Waltersdorf Buch-St. Magdalena Burgau Dechantskirchen Ebersdorf Feistritztal Friedberg Fürstenfeld Grafendorf bei Hartberg Greinbach Großsteinbach Großwilfersdorf Hartberg Hartberg Umgebung Hartl Ilz Kaindorf Lafnitz Loipersdorf bei Fürstenfeld Neudau Ottendorf an der Rittschein Pinggau Pöllau Pöllauberg Rohr bei Hartberg Rohrbach an der Lafnitz Sankt Jakob im Walde Sankt Johann in der Haide Sankt Lorenzen am Wechsel Schäffern Söchau Stubenberg Vorau Waldbach-Mönichwald Wenigzell SteiermarkLage der Gemeinde Lafnitz (Steiermark) im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lafnitz ist eine österreichische Gemeinde mit 1435 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) in der Steiermark an der Landesgrenze zum Burgenland. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lafnitz liegt im Osten der Steiermark im Joglland. Politisch gehört die Gemeinde zum Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, dessen Bezirkshauptstadt Hartberg etwa zehn Kilometer östlich davon liegt. Die Gemeinde liegt am gleichnamigen Fluss Lafnitz, einem Nebenfluss der Raab.

Die Lafnitz bildet südlich von Lafnitz die Grenze zwischen der Steiermark und dem Burgenland. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Haidwaldes, wobei sich die Besiedlung nur im Norden und im Süden befindet. Die Gemeindeteile im Süden werden vom Lungitzbach durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Lafnitz besteht aus drei Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften:
Lafnitz (956 Einwohner), Oberlungitz (216) und Wagendorf (260) (Einwohner Stand: 2001).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Jänner 1959 wurden die selbständigen Gemeinden Oberlungitz und Wagendorf zur Gemeinde Lungitztal vereinigt, diese wurde am 1. Jänner 1969 eingemeindet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Rohrbach an der Lafnitz Rohrbach an der Lafnitz, Schlag bei Thalberg Neustift an der Lafnitz
Grafendorf bei Hartberg Nachbargemeinden Loipersdorf-Kitzladen
Grafendorf bei Hartberg Sankt Johann in der Haide Markt Allhau

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Spuren der Besiedlung des Gemeindegebietes reichen in das 4. Jahrtausend v. Chr. zurück, als die Oststeiermark durch das Lafnitztal besiedelt wurde. In der Römerzeit führte durch das heutige Gemeindegebiet eine Römerstraße von Baden in das Siedlungsgebiet bei Hartberg, die hier den Fluss kreuzte.

Da Lafnitz denselben Namen trägt wie der Fluss, an dem es liegt, beziehen sich die ersten Erwähnungen auf den Fluss. Im Jahre 864 wird dieser in einer von Ludwig dem Deutschen ausgestellten Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Das darin erwähnte „Gut an der Lafnitz“ könnte die heutige Gemeinde bezeichnen, da es in einer Urkunde aus dem Jahr 1272 als nahe Rohrbach gelegen weiter präzisiert wird.

Das heutige Dorf Lafnitz wird schließlich im Jahr 1184 erstmals als Lavenz in einer Urkunde des Chorherrenstiftes Vorau erwähnt. Der Ortsname veränderte sich im Laufe der Jahre über Laffnicz (1445), Laffnitz (1497) und Lafnicz (1506) zur heute verwendeten Schreibweise, die erstmals 1527 vorkommt.

Durch die Nähe zur Grenze nach Ungarn ist das Dorf häufig Opfer von feindlichen Überfällen geworden. Im 15. bis 18. Jahrhundert waren es vornehmlich die Ungarn, Türken und Kuruzen, die Lafnitz stark zusetzten, bevor im Jahre 1805 die napoleonischen Truppen durch das Land zogen.

Ortskapelle in Lafnitz

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lafnitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Lafnitz liegt direkt an der in diesem Bereich gut ausgebauten Wechsel Straße B 54 von Wiener Neustadt nach Hartberg. Sie führt nicht durch das Ortsgebiet, sondern in einer langgezogenen Kurve herum. Auch die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist nicht weit entfernt und über die Anschlussstelle Pinkafeld (100) in etwa neun Kilometer (für den Gemeindeteil Lafnitz) bzw. über die Anschlussstelle Hartberg (115) in etwa sieben Kilometer (für die Gemeindeteile Wagendorf und Oberlungitz) zu erreichen.

Die Thermenbahn von Wien nach Fehring führt zwar durch das Gemeindegebiet, der Haltepunkt Lafnitz wird aber nicht mehr bedient. Der nächste Bahnhof ist deshalb Grafendorf in etwa vier Kilometer Entfernung. Hier bestehen zweistündliche Regionalzug-Verbindungen.

Der Flughafen Graz und der Flughafen Wien-Schwechat sind jeweils ca. 100 km entfernt.


Bildung[Bearbeiten]

Alle Kinder werden seit dem Schuljahr 2008/09 in der Volksschule Lafnitz unterrichtet. Davor gab es auch in Wagendorf eine Volksschule, die allerdings nur einklassig geführt wurde. Weiterführende Schulen befinden sich in Grafendorf und in Hartberg.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der kaufmännische Angestellte Rudolf Schuch (ÖVP), der 2010 mit Unterstützung der FPÖ als Nachfolger von Hans Hammer zum Bürgermeister gewählt wurde,[1] wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 16. April 2015 wiedergewählt.[2]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der 2015 gewählte, neue Vizebürgermeister Jörg Pfeffer (FPÖ) und der Gemeindekassier, den die SPÖ stellt.[3] Der frühere Bürgermeister und zuletzt als Vizebürgermeister agierende Hans Hammer, der die SPÖ 2015 noch in den Wahlkampf führte, an den Koalitionsverhandlungen aber nicht mehr teilnahm, schied nach 30 Jahren aus der Gemeindepolitik aus.[4]

Amtsleiter ist Werner Pichler.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000 1995
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 462 46,39 7 439 44,48 7 505 50 7 280 28 4 319 32 5
SPÖ 446 44,78 7 466 47,21 7 514 50 8 516 51 8 633 63 10
FPÖ 88 8,84 1 82 8,31 1 nicht kandadiert 207 21 3 59 6 0
Wahlberechtigte 1.150 1.120 1.124 1.098
Wahlbeteiligung 88 % 90 % 92 % 92 % 90 %

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 1998.

Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Von Grün und Rot durch einen silbernen Fluß geteilt, im oberen Feld ein Abt- und Lilienstab von Silber schräg gekreuzt, im unteren Feld ein schrägrechter geminderter silberner Fluß.“[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kleine Zeitung vom 27. Februar 2015: FP will wieder den Bürgermeister küren (abgerufen am 23. Mai 2015)
  2. Gemeinde Lafnitz: Gemeinderat (abgerufen am 23. Mai 2015)
  3. Kleine Zeitung vom 15. April 2015: VP-FP-Koalition wird fortgesetzt (abgerufen am 23. Mai 2015)
  4. Kleine Zeitung vom 13. April 2015: Koalitionspakt könnte FP den Vize bringen (abgerufen am 23. Mai 2015)
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 49, 1999, S. 52

Weblinks[Bearbeiten]