Schöder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schöder
Wappen von Schöder
Schöder (Österreich)
Schöder
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 74,93 km²
Koordinaten: 47° 11′ N, 14° 6′ O47.18333333333314.1901Koordinaten: 47° 11′ 0″ N, 14° 6′ 0″ O
Höhe: 901 m ü. A.
Einwohner: 989 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8844
Vorwahl: 03536
Gemeindekennziffer: 6 14 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schöder 12
8844 Schöder
Website: www.schoeder.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Mürzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
5
2
2
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Schöder im Bezirk Murau
Krakau Mühlen Murau Neumarkt in der Steiermark Niederwölz Oberwölz Ranten Sankt Georgen am Kreischberg Sankt Lambrecht St. Peter am Kammersberg Scheifling Schöder Stadl-Predlitz Teufenbach-Katsch SteiermarkLage der Gemeinde Schöder im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schöder ist eine Gemeinde mit 989 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark, Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schöder liegt am Fuße des Sölkpasses, der eine Verkehrsverbindung über die Niederen Tauern vom Murtal ins Ennstal herstellt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Baierdorf (302)
  • Schöder (491)
  • Schöderberg (220)

Geschichte[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Schöder wurde 1849/50 errichtet.[2]

Sport[Bearbeiten]

TUS Schöder[Bearbeiten]

Der TUS Schöder ist der größte Sportverein in der Gemeinde Schöder und gliedert sich in mehrere Sektionen. Die Schwerpunkte liegen im Winter bei Ski alpin und im Sommer bei Fußball. Die Kampfmannschaft des TUS Schöder spielt aktuell in der Gebietsliga Murtal.

TC Schöder[Bearbeiten]

Neben dem TUS Schöder gibt es als zweiten Sportverein noch den Tennisclub Schöder, der auf seiner Anlage regelmäßig Sportveranstaltungen abhält und auch immer wieder über die Gemeindegrenzen hinaus erfolgreiche Spieler hervorbringt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vereinsleben[Bearbeiten]

Kennzeichnend für das Dorf sind seine vielen Vereine. So zählt die Gemeinde folgende Vereine:

  • Stammtisch FC - Neuwirt
  • Landjugend Schöder
  • Musikverein „Edelweiß“ Schöder
  • Chorgemeinschaft (Verein)
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Turn- und Sportunion
  • SC Schöderberg
  • Tennisverein
  • Pferdezuchtgenossenschaft Murau-Oberwölz, Sitz Schöder
  • Reitergruppe Schöder
  • Hutclub
  • Junggesellenverein
  • Modellflugverein Schöder-Ranten

Das Vereinsleben spielt in Schöder wie auch in anderen ähnlich kleinen Gemeinden und Ortschaften eine große Rolle. Die Vereine sollen einen gewissen Zusammenhalt, Freundschaft und gutes Auskommen zwischen den Einwohnern Schöders symbolisieren.

Es werden jährlich viele Feste und Bälle von den verschiedenen kooperierenden Vereinen veranstaltet. Als Beispiele wären der alljährliche Pferdemarkt, das Dorffest (alle zwei Jahre durchgeführt), das Osterkränzchen, der Sportlerball, das Vereinefußballturnier, der Verkehrtenball, der Feuerwehrball zu nennen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schöder
  • Bedeutend für die Kultur der Gemeinde ist die Schöderer Marienkirche, die vor kurzem aufwändig restauriert wurde. Hierbei wurden auch neue Fresken freigelegt. Die Wallfahrtskirche Maria Schöder wurde im 12. Jahrhundert erbaut und brannte schon einmal fast zur Gänze nieder.

„Dem Volksschriftsteller Fridolin von Freytal Geistl. Rat, Dechant und Pfarrer von Schöder 1877 – 1898 geboren zu Pusterwald am 12.7.1832, gestorben zu Schöder 12.2.1903 zum 30. Todestag von seinen Verehrern am 26.2.1933 gewidmet.“

Inschrift Gedenktafel Kirchenmauer
  • Ein weiteres bedeutendes Bauwerk steht in Baierdorf, einer Katastralgemeinde von Schöder. Der so genannte Baierdorfer Wehrturm wurde im 11. Jahrhundert unter Erzbischof Gebhart erbaut. Die Wehranlage wurde im Zuge des Aufstandes des steirischen Adels im Landsberger Bund gegen Herzog Albrecht I. im Jahr 1292 belagert, zerstört und 1296 wieder aufgebaut.[3]
Der Wehrturm ist 29 m hoch und birgt sechs Stockwerke. Im sechsten Geschoß wohnten bis 1641 die Turmwächter von Baierdorf. Der Turm diente vor allem als Kornspeicher für das Getreide das vom Salzburger Erzbischof als Zehent eingehoben wurde. Dieser zehnte Teil der Ernte war die Steuer der Bauern an das Erzbistum. Das Fresko des Hl. Christopherus wurde im 16. Jahrhundert aufgemalt und ist das zweitälteste und flächengrößte Fresko der Steiermark.

Natur[Bearbeiten]

  • Eine Sehenswürdigkeit ist der Künstner Wasserfall, der höchste Wasserfall der Steiermark.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde Schöder gibt es kaum industrielle Betriebe. Darum sind auch Arbeitsplätze rar.

Tourismus[Bearbeiten]

Das Dorf Schöder ist bekannt für seinen Pferdemarkt, der alljährlich am letzten Wochenende im August stattfindet. Zudem war Schöder Schauplatz des Spielfilms Die Leute von St. Benedikt und des Spielfilms „Jakob, der Letzte“. Weiters gibt es einen Schilift, sowie diverse Sportplätze (Tennisplatz, Fußballplatz, Reithalle).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Otto Ponholzer (* 2. Februar 1908 in Baierdorf; † 1. Jänner 1991[4]), Architekt, Bürgermeister-Stellvertreter (1953-1956) und Stadtrat (1949-1953) der Stadt Salzburg
  • Ina Duscha (* 10. Dezember 1935), Schauspielerin
  • Manfred Wolff-Plottegg (* 16. Juli 1946), Architekt und Designer
  • Willi Pürstl (* 10. Jänner 1955), Skispringer, Sieger der 23. Vierschanzentournee (1974/1975), danach Trainer von Skisprungnationalteams, wie z. B.: Spanien und Kanada, 1988 wanderte er nach Kanada aus

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Brunner: Schöder. Festschrift zur 800-Jahr-Feier. Schöder 1981

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schöder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 07.10.1850, Nr. 378.
  3. Walter Kleindel: Österreich Chronik. Daten zur Geschichte und Kultur. Dortmund. Chronik Verlag (Lizenzausgabe Carl Ueberreuter Verlag Wien 1978). S. 66.
  4. Stadt Salzburg, Suche nach einem Grab (Suche: Ponholzer 1991), abgerufen am 23. Mai 2015