Schwanebeck

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schwanebeck (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schwanebeck
Schwanebeck
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schwanebeck hervorgehoben
51.967511.120833333333109Koordinaten: 51° 58′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Verbandsgemeinde: Vorharz
Höhe: 109 m ü. NHN
Fläche: 32,61 km²
Einwohner: 2566 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39397
Vorwahlen: 039424, 039403
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 285
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 7
38828 Wegeleben
Bürgermeisterin: Christina Brehmer (Die Linke)
Lage der Stadt Schwanebeck im Landkreis Harz
Quedlinburg Ballenstedt Ballenstedt Blankenburg (Harz) Ditfurt Falkenstein/Harz Quedlinburg Groß Quenstedt Halberstadt Harsleben Harzgerode Hedersleben Huy Ilsenburg (Harz) Nordharz Oberharz am Brocken Osterwieck Quedlinburg Schwanebeck Selke-Aue Thale Wegeleben WernigerodeKarte
Über dieses Bild
Sankt-Petri-Kirche

Schwanebeck ist eine Kleinstadt, die zur Verbandsgemeinde Vorharz im Landkreis Harz des Bundeslandes Sachsen-Anhalt gehört.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt im nördlichen Harzvorland, nordöstlich der Kreisstadt Halberstadt. Durch den Ort führt die Bundesstraße 245 von Halberstadt nach Hamersleben. Schwanebeck liegt an der 2001 stillgelegten Bahnstrecke Jerxheim–Nienhagen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Besiedlung des Umlandes fand gegen 200–400 statt. Die erste urkundliche Erwähnung ist auf das Jahr 1062 zu datieren. 1270 wird Schwanebeck erstmals das Stadtrecht zugesprochen. Schwanebeck gehörte bis 1648 zum Bistum Halberstadt und gelangte dann an das Fürstentum Halberstadt. Der Ort unterstand direkt dem Amt Gröningen und gelangte 1815 an den Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen.

Am 1. Januar 2010 wurde die Gemeinde Nienhagen ein Ortsteil von Schwanebeck.[2]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau einen im Wasser aufrecht stehenden silbernen Schwan mit roter Bewehrung und ausgebreiteten Flügeln, nach links blickend.“ [3]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge zeigt die Farben Blau-Weiß.

Bürgermeister[Bearbeiten]

(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Schwanebeck am 2. März 2008; Wahlbeteiligung: 37,1 %)

  • Christina Brehmer (LINKE): 69,1 %

Stadtrat[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2009
Wahlbeteiligung: 30,1 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,4 %
28,3 %
12,6 %
5,7 %

Der Stadtrat der Stadt Schwanebeck setzt sich seit der Kommunalwahl am 6. Dezember 2009 wie folgt zusammen:[4]

  • CDU: 7 Sitze
  • LINKE: 4 Sitze
  • Wählergemeinschaft Nienhagen: 2 Sitze
  • Einzelbewerber: 1 Sitz

Religionen[Bearbeiten]

Die evangelischen Kirchen Sankt-Petri aus dem 17. Jahrhundert am Markt und Sankt-Johannis an der Johannisstraße gehören zum Kirchspiel Schwanebeck und damit zum Kirchenkreis Halberstadt.

Die katholische Kirche Zum Allerheiligsten Altarssakrament, südlich der Kapellenstraße gelegen, besteht seit 1334 und dient als Gemeinde- und Wallfahrtskirche. Sie gehört zur Pfarrei St. Benedikt mit Sitz auf der Huysburg. Etwas südlich der Kirche befindet sich die Wallfahrtslinde, ein mehrere Jahrhunderte alter Lindenbaum.

Die Neuapostolische Kirche in der Kapellenstraße 39 wurde von 1983 bis 1987 erbaut, und 1987 eingeweiht. Der Grundriss der Kirche stellt den Großbuchstaben Omega (Ω) dar, im Christentum ein Symbol für Jesus Christus. Bereits im Dezember 2007 fand in ihr der letzte Gottesdienst statt, das Gebäude wurde verkauft. Die nächstliegenden neuapostolischen Kirchen befinden sich heute jeweils 11 km entfernt in Halberstadt und Oschersleben.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Schwanebeck geboren wurden der Theologe und Heimatforscher Stephan Kunze (1772–1851), der Agrikulturchemiker Otto Nolte (1887–1934) und der DDR-Fußballspieler Detlef Enge (* 1952).

Der Pädagoge und Theologe Heinrich Friedrich Franz Sickel (1794–1842) war von 1817 bis in die 1820er Jahre Rektor in Schwanebeck. Friedrich Maurach (1811–1873) amtierte in den Jahren 1848 bis 1850 von Schwanebeck aus kommissarisch als Landrat des Landkreises Oschersleben. Der evangelische Theologe Julius Richter war von 1896 bis 1912 Pfarrer in Schwanebeck. Gerhard Dittmar (1900–1972), Pädagoge und Maler, war von 1946 bis 1950 als Lehrer in Schwanebeck tätig.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwanebeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  3. Hauptsatzung der Gemeinde § 2 Absatz 1
  4. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/gw09/erg/gem_0909/gw_090927.html#91