Falkenstein/Harz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Harz | |
| Höhe: | 174 m ü. NN | |
| Fläche: | 102,98 km² | |
| Einwohner: |
5746 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 06333, 06463, 06543 | |
| Vorwahlen: | 034741, 034742, 034743, 039245 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HZ, HBS, QLB, WR | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 85 110 | |
| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 06463 Falkenstein/Harz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Wycisk (CDU) | |
| Lage der Stadt Falkenstein/Harz im Landkreis Harz | ||
Falkenstein/Harz ist eine Stadt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Die Stadt wurde am 1. Januar 2002 durch Fusion der vormals selbständigen Stadt Ermsleben mit den vormals selbständigen Gemeinden Endorf, Meisdorf, Neuplatendorf, Pansfelde, Reinstedt und Wieserode gebildet.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Stadt, deren Name in Anlehnung an die Burg Falkenstein gewählt wurde, liegt am Nordostrand des Harzes und erstreckt sich vom engen Selketal im Harz über die oberen Täler einiger Eine-Nebenflüsse (Leine, Schwennecke) bis zum flacheren Gebiet des nördlichen Harzvorlandes. Falkenstein/Harz liegt an der Straße der Romanik. Bis zum 30. Juni 2007 war die Stadt Falkenstein/Harz dem aufgelösten Landkreis Aschersleben-Staßfurt zugeordnet.
Ortsteile [Bearbeiten]
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 45,4 % zu folgendem Ergebnis:[3]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | +/- | Sitze | +/- |
| CDU | 37,2 % | - 2,0 | 7 | - 1 |
| Die Linke | 12,5 % | 3 | ||
| SPD | 9,4 % | - 3,0 | 2 | - 1 |
| Wählergruppen1 | 39,3 % | - 1,6 | 8 | ± 0 |
1 Das Statistische Landesamt fasst alle Wählergruppen zusammen.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau über einer durchgehenden schwarz gefugten silbernen Zinnenmauer mit offenem Tor ein dreistöckiger silberner Zinnenturm mit 9 (3 : 3) schwarzen Rundbogenfensteröffnungen und rotem Spitzdach, begleitet rechts von einem schwebenden gespaltenen Wappenschild – vorn in Silber ein schwarzer Adler am Spalt, hinten von Rot über Silber dreimal geteilt – links von einem schwebenden silbernen Spangenhelm mit silbernen Decken und offenem schwarzen Flug; auf der Dachspitze ein flugbereit sitzender, linksgewendeter goldener Falke zwischen zwei zugewendet fliegenden goldenen Falken.“
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Bundesstraße 185 von Ballenstedt nach Aschersleben durchquert den zentralen Ortsteil Ermsleben. Von Hoym über Ermsleben, Meisdorf und Pansfelde führt eine Landstraße zur Bundesstraße 242 (Klausstraße) sowie nach Wippra im Unterharz. Die Bahnhöfe in Meisdof, Ermsleben und Reinstedt liegen an der ehemaligen Bahnstrecke Frose–Quedlinburg. Durch Buslinien der Q-Bus Nahverkehrsgesellschaft sind alle Orte miteinander verbunden.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Burg Falkenstein
- Konradsburg
- Selketal
- Alte Ziegelei bei Wieserode
- Landschaftspark Degenershausen
- Turmwindmühle Endorf
- Friedrichhohenberg
- Zwei VVN-Ehrenmale auf dem Stadtfriedhof in Ermsleben zur Erinnerung an sechs und neun ermordete KZ-Häftlinge eines Todesmarsches vom KZ Langenstein-Zwieberge aus dem April 1945
- Gedenkstein auf dem ehemaligen Jüdischen Friedhof an der B 185 nach Ballenstedt, Meisdorfer Straße, zur Erinnerung an die jüdischen Opfer der Shoa
- Ehrenmale für Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge in Ermsleben, Meisdorf, Endorf und Reinstedt
- Ehrenmal zum Gedenken der Opfer des Kapp-Putsches in Sinsleben, sowie Gedenkzeichen der Erinnerung an Hans Beimler im Ortsteil Wieserode[4]
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Christian Julius von Hoym (1586–1656), geboren in Ermsleben, Erbkämmerer des Fürstentums Halberstadt und Rittergutsbesitzer
- Joachim Ramdohr (1587–1667), geboren in Ermsleben, Bauherr, Unternehmer und Magistratsmitglied in Aschersleben
- Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719–1803), geboren in Ermsleben, Dichter und Schriftsteller, Gründer des Halberstädter Dichterkreises
- Achatz Ferdinand von der Asseburg (1721–1797), geboren in Meisdorf, Diplomat
- Ludwig von Doetinchem de Rande (1826–1899), geboren in Pansfelde, preußischer Landrat und Geheimer Regierungsrat
- Werner Sombart (1863–1941), geboren in Ermsleben, Soziologe und Volkswirt
- Carl Delius (1874–1953), geboren in Ermsleben, Politiker (DDP), Reichstagsabgeordneter
- Horst Keitel (* 1928), geboren in Meisdorf, Schauspieler und Synchronsprecher
Weitere mit Falkenstein verbundene Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Jacob Friedrich Reimmann (1668–1743), Gelehrter und Bibliophile, lebte in Ermsleben bis seine berühmte Bibliothek 1710 ein Raub der Flammen wurde
- Eduard Nehse (1794–nach 1855), Naturforscher und Gastwirt. Betreiber einer Gastwirtschaft am Fuß der Burg Falkenstein und Herausgeber einer Falkensteiner Burgchronik.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2011 (PDF; 168 KiB) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, abgerufen am 5. August 2010
- ↑ Gedenkorte für die Opfer des Nationalsozialismus in Sachsen- Anhalt Eine Übersicht; Wenzel Verlag (Oppin) ISBN 3-9806559-0-3
Weblinks [Bearbeiten]
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